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Der Senator für Inneres

Neues Bremen-Portrait erarbeitet
Statistisches Landesamt legt "Bremen in Zahlen 2000" vor

25.08.2000

Das Statistische Landesamt Bremen teilt mit:

Das Statistische Landesamt Bremen hat soeben ein neues aktuelles Daten-Bild über Bremen in einer 48-seitigen Broschüre vorgelegt. Es trägt den Titel "Bremen in Zahlen 2000" und präsentiert Eckdaten aus 20 verschiedenen Bereichen von Demografie und Ökonomie des Landes und seiner beiden Städte. Damit wird voraussichtlich auch Kennern des kleinsten Bundeslandes manch überraschender Gesichtspunkt dargeboten. Eine Vielzahl von Grafiken, Schaubildern und Diagrammen erleichtert dabei den Zugang zu den statistischen Grundinformationen:

  • Bemerkenswert und möglicherweise einzigartig dürfte sein, dass etwa ein Viertel der gesamten Fläche der Städte Bremen und Bremerhaven für landwirtschaftliche Nutzung bereitgehalten wird.
  • Aufschlussreich und mit erheblichen Konsequenzen für die Stadt- und Gesellschaftsentwicklung dürfte die Tatsache sein, dass mehr als drei Viertel aller 348.000 Haushalte in Bremen und Bremerhaven kinderlos sind.
  • Knapp 80.000 der rund 663.000 Einwohner sind ausländischer Nationalität, wobei sich in einzelnen Stadtteilen erhebliche Ballungen abzeichnen. Dass rund die Hälfte aus anderen als dem europäisch-amerikanischen Kulturkreis stammt, empfiehlt sorgfältiges, rücksichtsvolles gesellschaftliches Handeln und Verlautbaren.

  • Die Alterspyramide deutet an, dass die Jahrgangsgruppe der 30- bis unter 35-jährigen mit über 60.000 Personen die größte aller Fünfjahresaltersgruppen ist. Nicht einmal halb so viele zählt die der 0- bis 5-jährigen.
  • Von den rund 6.100 Neugeborenen besaßen 1999 etwa 4.950 die deutsche Staatsangehörigkeit.

    Bei fast 7.700 Sterbefällen bleibt in Bremen wie in allen Großstädten in der Summe der sogenannten natürlichen Bevölkerungsveränderung ein spürbares Defizit von annähernd 1.600.

  • Die Wahlergebnisse vom Juni 1999 belegen noch einmal die seltene Situation, dass beide Regierungsparteien bei der letzten Bürgerschaftswahl Stimmenanteile hinzugewonnen haben. Der Wahlbeteiligung hat die damals gegebene Konstellation allerdings nicht genützt. Sie sank von 68,6 % (1995) auf 60,1 % (1999).
  • Das Personal in Bremer Krankenhäusern heilte und pflegte 1999 so viele Menschen wie noch nie in der Historie des Gesundheitswesens. Fast 194.000 Personen wurden medizinisch behandelt.
  • Mit rund 46,0 % starben im Lande Bremen nach wie vor die meisten Menschen an Krankheiten des Kreislaufsystems. Ihr Anteil sank aber gegenüber dem Vorjahr, als er fast 49 % betrug. Ob sich hier Erfolge der im Lande betriebenen einschlägigen präventiven Maßnahmen abzeichnen, müssten weitere detaillierte Untersuchungen zeigen.
  • An den Schulen der allgemeinen und beruflichen Ausbildung tritt zwar von Seiten der Gesamtzahlen her wie in den Vorjahren tendenziell Entlastung ein. Allerdings signalisiert die ethnische und kulturelle Zusammensetzung wiederum neue Anforderungen.
  • Fast 26.000 Studierende machen Bremen und Bremerhaven auch zu Hochschulstädten. Etwa 15.600 Auszubildende erhielten in den Betrieben des Landes eine berufliche Ausbildung. Rund 2.700 Prüflinge absolvierten ein Hochschulstudium erfolgreich, darunter waren 702 Diplomanden und 264 Doktoranden. Etwa 2.000 hauptberuflich beschäftigte Wissenschaftler, darunter gut 600 Professoren, lehrten an den fünf Hochschulen des Landes.

  • Kulturell bot die Freie Hansestadt erneut viel. Das "Theater am Goetheplatz" meldete z. B. fast 185.000 Besucher. Überregionale Resonanz fand u.a. das im ehemaligen "U-Boot-Bunker Valentin" dargebotene Werk "Die letzten Tage der Menschheit".
  • Das Erfolgsmusical "Jekyll and Hyde" zog im ersten Jahr rund 350.000 Menschen in seinen Bann.
  • Im ökonomischen Bereich setzt traditionell der Außenhandel Akzente. Dabei bewiesen die Firmen des Landes erneut ihre seit langem bewährte globale Ausrichtung. Für mehr als 28,38 Mrd. DM führten sie Güter in alle Welt aus und noch bemerkenswerter ist dabei die Steigerung der Exporte um mehr als 20 % gegenüber dem Vorjahr. Empfängerländer sind insbesondere Frankreich, Großbritannien, Italien, die USA und die Benelux-Staaten.
  • Der Wert der von bremischen Firmen eingeführten Güter erhöhte sich um 5 % auf 15,24 Mrd. DM. Dabei spielt der Kaffee mit 1,5 Mrd. DM nach wie vor eine wichtige Rolle.
  • Einzelhandel und Gastgewerbe reduzierten aufgrund der Geschäftsentwicklung erneut die Beschäftigtenzahlen, wobei bemerkenswerterweise die Umsätze im Bereich der Heimwerkerbedarfe zumindest nominal ebenso stiegen wie im Handel mit medizinischen Produkten.

Viele weitere Informationen aus Bremen in Zahlen 2000 ermöglichen eine aktuelle Einschätzung der Situation des Landes Bremen ebenso wie die Veränderung seiner wesentlichen Strukturen.

Bremen in Zahlen 2000 ist als Broschüre oder als CD-ROM zum Preis von jeweils 4,70 DM, zusammen für 9,- DM erhältlich und in Kürze im Internet einzusehen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter der Telefon (0421) 361-6070.