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    Die Entwicklung der Verbraucherpreise im Monat September 2000

Der Senator für Inneres

Das Statistische Landesamt Bremen teilt mit:
Die Entwicklung der Verbraucherpreise im Monat September 2000

25.10.2000

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist der Preisindex für die Lebenshaltung aller privaten Haushalte für Deutschland im September 2000 gegenüber September 1999 um 2,5 % gestiegen. Dies ist der höchste Preisanstieg seit Dezember 1994 (+ 2,6 %). Im Vergleich zum August 2000 stieg der Index um 0,5 %.

Die Jahresteuerungsrate wurde wie in den vergangenen Monaten stark durch die Preisentwicklung bei den Mineralölerzeugnissen beeinflusst. So verteuerte sich leichtes Heizöl von September 1999 bis September 2000 um 78,4 % (gegenüber August 2000 um 32,6 %), Gas um 19,9 % und Zentralheizung, Fernwärme um 25,5 %. Auch die Kraftstoffpreise lagen im September 2000 um 18,5 % über dem Vorjahresstand. Sie stiegen von August 2000 auf September 2000 um 4,8 %. Ohne Heizöl und Kraftstoffe wäre der Gesamtindex von September 1999 bis September 2000 nur um 1,2 % gestiegen. Kfz-Versicherungen wurden gegenüber September 1999 um 9,4 % teurer.

Eine aus Sicht der Verbraucher günstige Preisentwicklung weisen nach wie vor Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke auf. Sie waren im Durchschnitt im September 2000 lediglich um 0,3 % teurer als im September 1999. Dabei waren die Preise für Molkereiprodukte und Eier (-1,1 %), Speisefette und –öle (-0,4%),Obst (-0,4 %), sowie für Kaffee, Tee, Kakao (-1,0 %) sogar rückläufig. Gemüse (+ 3,8 %) und Fisch (+ 1,1 %) verteuerten sich leicht.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden Tabakwaren (+ 3,9 %) und Wohnungsmieten (+ 1,2 %) teurer, stationäre Gesundheitsdienstleistungen (- 1,5 %) sowie der Bereich der Nachrichtenübermittlung (- 4,1 %) verbilligten sich. Die Strompreise lagen im September 2000 um 6,6 % unter dem Vorjahresniveau.

Die Preise für Pauschalreisen (- 5,6 %), für die Personenbeförderung im Luftverkehr (- 4,9 %) und für die Personenbeförderung im See- und Binnenschiffsverkehr (- 2,6 %) waren im Vergleich zum Vormonat rückläufig, jedoch gegenüber September 1999 um 5,5 %, 1,3 % bzw. 17,6 % teurer.

Im September 2000 ergab sich für das frühere Bundesgebiet im Vorjahresvergleich eine durchschnittliche Preissteigerungsrate von 2,5 %. Im Vergleich zum August 2000 stieg der Index um 0,4 % .

Für die neuen Länder und Berlin-Ost ergab sich gegenüber September 1999 eine Teuerungsrate von + 2,1 %. Im Vergleich zum Vormonat stieg der Index um 0,2 %. Der niedrigere Preisanstieg in den neuen Ländern ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die ostdeutschen Haushalte wegen der niedrigeren Verbrauchsbedeutung des Heizöls in geringerem Maße von der starken Verteuerung dieses Energieträgers betroffen waren als die westdeutschen Haushalte.

Der für europäische Zwecke berechnete harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im September 2000 gegenüber September 1999 um 2,6 % gestiegen. Gegenüber August 2000 bedeutet dies einen Anstieg um 0,5 %.

In der Stadt Bremen verzeichnet der Heizölpreis mit + 27,4 % (Vergleich zu August 2000) einen neuen Höchststand. Gegenüber dem September 1999 stieg er um 76,6 % und gegenüber 1998 sogar um 150,5 %. Nachdem der Preis von bleifreiem Superbenzin im August sich geringfügig (+ 2,8 % gegenüber Juli 2000) senkte, kam es im September zu einem Anstieg gegenüber dem Vormonat von 6,1 % und von 16,4 % zum Vorjahresstand. Damit wurde das Preishoch von Juni 2000 wieder erreicht. Weiter auf Berg- und Talfahrt befindet sich der Dieselkraftstoffpreis. Wobei im September mit + 15,8 % zum Vormonat der Gipfel erreicht wurde. Zum Vorjahr bedeutet dies ein Anstieg um 34,1 %. Weitere Informationen können aus dem Statistischen Bericht "Verbraucherpreise in der Stadt Bremen" entnommen werden.