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Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration

Sozialbehörde stellt Erweiterung des Flüchtlingswohnheims Arberger Heerstraße vor

10.03.2015

Das Übergangswohnheim für Flüchtlinge an der Arberger Heerstraße könnte künftig Platz für weitere 120 Menschen bieten. Entsprechende Planungen stellte Sozialstaatsrat Horst Frehe gestern Abend (Montag, 9. März 2015) auf einer Einwohnerversammlung in der Kirche St. Johannis in Arbergen vor. Derzeit leben an dem Standort 120 Menschen. Die Modulbauten sind nach den höchsten Standards der Energieeinsparverordnung in Atrium-Bauweise errichtet.

Im Unterschied zu den bisherigen Bauten sollen die Erweiterungsbauten von vorn herein so ausgelegt werden, dass auch für die Notunterbringung in Gemeinschaftsräumen eigene Sanitäranlagen vorhanden sind. In Zeiten sehr hoher Zugangszahlen werden in den Gemeinschaftsräumen schon heute vorübergehend Notbetten aufgestellt oder Matratzen ausgelegt.

Sollte der Beirat dem Ausbau in öffentlicher Sitzung zustimmen, würden künftig sechs Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Betreuung der Flüchtlinge übernehmen. Zusätzlich sollen, wie in allen Übergangswohnheimen, Wohnraumvermittler eingesetzt werden, die Flüchtlinge unterstützen, eine eigene Wohnung anzumieten. Rechnerisch haben mehr als die Hälfte aller Flüchtlinge, die im Jahr 2014 nach Bremen gekommen sind, auf diesem Wege eine eigene Wohnung gefunden (966 von rund 1800).

Das Übergangswohnheim in Arbergen ist das erste von dreien seiner Art in Bremen. Es wird seit Ende Juni 2014 betrieben. Erweiterungen sind auch für die beiden anderen Modulbau-Standorte am Überseetor in Walle sowie in Vegesack vorgesehen. Der Beirat in Walle hat bereits zugestimmt, der Beirat Vegesack will sich am Donnerstag mit den Überlegungen der Sozialbehörde befassen.

Bei positivem Beiratsvotum in Arbergen können die Erweiterungsbauten zum Jahresende den Betrieb aufnehmen.