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    sichert Arbeitsplätze und stärkt den Tourismus

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Staatsrätin Dr. Weihrauch: Nachweisbare Qualität

sichert Arbeitsplätze und stärkt den Tourismus

07.12.2006

Service-Gütesiegel an 15 Betriebe in Bremen und Bremerhaven vergeben

Die Qualitätsoffensive für den bremischen Tourismus kann einen neuen Erfolg aufweisen: Kurz vor ihrem zweijährigen Bestehen konnten 15 Gütesiegel „ServiceQalität Bremen & Bremerhaven“ an Unternehmen und Einrichtungen der Tourismus- und Freizeitbranche im Lande Bremen vergeben werden. Dr. Birgit Weihrauch, Staatsrätin bei der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, überreichte den Betrieben heute (7.12.2006) die Auszeichnungen bei einem Festakt im Großen Saal der Handelskammer Bremen.

Mit den Gütesiegeln haben es die Betriebe jetzt schwarz auf weiß: Sie kümmern sich nachweislich systematisch darum, die Service-Qualität für ihre Gäste und Kunden ständig zu verbessern. Um dieses Gütesiegel und ein entsprechendes Zertifizierungs-Verfahren zu entwickeln, war im Januar 2005 im Rahmen des Landesprogramms Arbeit und Technik das Projekt „Fit4Service“ gestartet worden, das von der Europäischen Union, dem Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales sowie dem Senator für Wirtschaft und Häfen gefördert wird. Getragen wird diese Initiative von einem breiten Netzwerk aus Einrichtungen des touristischen Standortmarketings, Kammern, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft.

„Nachweisbare Qualität in den Betrieben trägt dazu bei, Arbeitsplätze zu sichern und stärkt die Position Bremens und Bremerhavens im Städtetourismus“, betonte die Staatsrätin. Schließlich sei die Tourismusbranche einer der großen Arbeitgeber im Land Bremen. Zudem fördere der Tourismus indirekt die Arbeitsplatzentwicklung in weiteren Dienstleistungsbereichen wie dem Einzelhandel, der Kultur und der Freizeitwirtschaft.

Nach Angaben der Staatsrätin hat das Projekt von Beginn an die Weiterbildung der Belegschaften in den Mittelpunkt gestellt: „Wirtschafts- und arbeitsmarktpolitische Ziele konnten so mit Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern verzahnt werden.“ Bisher haben 57 Frauen und Männer an der Ausbildung zum sogenannten „Qualitäts-Coach“ teilgenommen und ihr Wissen an Kolleginnen und Kollegen im Betrieb weiter gegeben. Sie haben Qualitätszirkel eingerichtet, Defizite in der Servicequalität analysiert und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet.

Sieben Betriebe haben bereits im Frühjahr 2006 die Gütesiegel bekommen, somit sind es nunmehr bis heute 22. Acht Unternehmen bereiten sich zur Zeit auf die Zertifizierung vor - und immer mehr Unternehmen bekunden Interesse. Allein aus Bremerhaven wollen 13 weitere Betriebe in 2007 starten. „Die Initiative „Servicequalität Bremen & Bremerhaven“ wird zunehmend zu einer festen Größe in der bremischen Tourismuswirtschaft“ betonte Dr. Torsten Slink von der Handelskammer Bremen. Mit ihrem fundierten Gehalt und ihrer Mobilisierungskraft habe die Initiative ihren Praxistest bestanden.

„An der Arbeit in den Qualitätszirkeln haben sich bisher 446 Arbeitnehmer/innen beteiligt“ bilanzierte Wiebecke Novelle-von Bescherer, die Leiterin des Projekts beim Institut für Wis-senstransfer an der Universität Bremen. „Ohne das Engagement der Belegschaft und ohne die Bereitschaft des Unternehmens, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für diese Arbeit Zeit einzuräumen, schafft man es nicht, den Anforderungen des Gütesiegels zu entsprechen.“

Martin Johannsen von der IHK Bremerhaven verwies auf die bunte Vielfalt der ausgezeichneten Betriebe. „Bei der ersten Zertifikatsüberreichung im Mai 2006 kamen die meisten Pilotbetriebe aus der Hotellerie und Gastronomie. Im 2. Durchgang konnte der Brancheneinzug bereits erheblich ausgeweitet werden. Das beweist, dass die entwickelten Instrumente zur Steigerung der Servicequalität in allen (Teil-)Branchen, die das Gesamterlebnis Städtetourismus prägen, umsetzbar sind.“

Die Aussagefähigkeit des Gütesiegels gegenüber den Gästen wurde durch eine länderübergreifende Kooperation enorm gesteigert, hob Thomas Schlüter vom DEHOGA, Landesverband Bremen hervor. „Insgesamt 8 Bundesländer haben bisher ein Gütesiegel ServiceQualität bei sich eingeführt. Sichtbares Zeichen für diese Kooperation ist das vereinheit-lichte Q-Logo, auf das sich alle Q-Bundesländer geeinigt haben. Bei der Entwicklungsarbeit wurde gemeinsam darauf geachtet, dass die zu erbringenden Nachweispflichten vergleichbar bleiben. Das Zertifikat der Arbeitnehmer/innen, die die Ausbildung zum Qualitäts-Coach in Bremen absolviert haben, wird in jedem anderen Q-Bundesland anerkannt.“

„Das Gütesiegel ist kein Zertifikat für Freundlichkeit sondern für Qualitätsmanagement“ un-terstrich Cornelia Riebl im Grußwort der BTZ. „ServiceQualität Bremen & Bremerhaven stellt an die Unternehmen anspruchsvolle, ehrgeizige und doch realistische, praktikable Anforderungen.“

Fransciska Stenzel ergänzte dies im Grußwort der BIS Bremerhaven Touristik um den Hinweis, dass das Gütesiegel alles andere als ein Gleichmacher sei. „Die Q-Betriebe sind sehr unterschiedlich. Sie bieten unterschiedliche Dienstleistungen an, haben ihr Angebot auf unterschiedliche Kundengruppen ausgerichtet und definieren dementsprechend Qualität unterschiedlich. Q-Betriebe sind nicht perfekt. In Q-Betrieben passieren Fehler, auch unterschiedlich viele Fehler.“ Gemeinsam sei ihnen, dass sie ausgehend von ihrem jeweils erreichten Stand systematisch und kontinuierlich besser werden. „Das macht einen Betrieb zu einem Q-Betrieb.“

Folgenden Betrieben und Einrichtungen wurde am 07. Dezember 2006 das Gütesiegel „ServiceQualität Bremen & Bremerhaven“ Stufe I verliehen:

Aus Bremerhaven

  1. Seute Deern (Restaurantschiff)
  2. Deutsches Schiffahrtsmuseum
  3. Blattlaus Café Bar
  4. Restaurant Filou
  5. Hotel Haverkamp
  6. Parkhaus Vitalclub (Sportstudio)

    Aus Bremen:

  7. botanika (Science-Center)
  8. Hal över (Hafenrundfahrt, Charter, Fähre)
  9. Café Sand
  10. Friesenhof (Restaurant)
  11. Schüttinger (Gasthaus Brauerei)
  12. Hotel Munte am Stadtwald
  13. active blue (Veranstaltungstechnik)
  14. Manke & Coldewey - Eis wie Sahne (Eisproduzent und –verkauf)
  15. Camping am Stadtwaldsee

Weitere Informationen: Wiebecke Novello-von Bescherer, mail: novello@ifw.uni-bremen.de / Tel: 0421 – 2 44 55 42