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Der Senator für Finanzen

"So eine Möglichkeit bekommt man nicht oft im Leben"

Finanzsenatorin Karoline Linnert trifft sich mit jungen Flüchtlingen aus Ausbildungsprojekt

13.02.2015

"So eine Möglichkeit wie diese bekommt man nicht oft im Leben. Ich bin sehr glücklich. Einen Ausbildungsplatz zu finden - das hat mir neue Energie gegeben," berichtet Baba Koita aus Mali, der Kaufmann für Büromanagement werden will. Der 19-jährige Flüchtling nimmt am 2014 gestarteten Projekt "Zukunftschance Ausbildung" des Finanzressorts teil. 23 Flüchtlinge aus elf Ländern haben vor sechs Monaten einen einjährigen Vorbereitungskurs mit berufsbezogenem Sprachunterricht begonnen. Im Herbst beginnt für sie die Berufsausbildung. Finanzsenatorin Karoline Linnert traf sich gestern (12. Februar 2015) mit den Teilnehmern und einigen Ausbildern zum Gespräch im Aus- und Fortbildungszentrum. Sie wollte wissen, wie es den Flüchtlingen geht, wie das Projekt läuft und ob es Probleme gibt. "Es läuft gut", so die einhellige Meinung aller Beteiligten. Karoline Linnert freute sich über die positive Resonanz: "Flüchtlinge sind in Bremen willkommen, ihre möglichst schnelle Integration ist uns wichtig. Mit dem Projekt "Zukunftschance Ausbildung" wollen wir jungen Flüchtlingen eine berufliche Perspektive bieten." Der erfolgreiche Projektstart lässt die Senatorin über eine Fortführung des Projekts nachdenken: "Ich setze mich dafür ein, dass Projekt mit einer zweiten Flüchtlingsgruppe fortzusetzen. Das ist gut für die Flüchtlinge und den Wirtschaftsstandort, der dringend qualifizierte Fachkräfte braucht."

Sami Allah Sultan (Mitte) zeigt Bürgermeisterin Karoline Linnert unter den Augen von Lehrmeister Ernst Littmann was er gelernt hat
Sami Allah Sultan (Mitte) zeigt Bürgermeisterin Karoline Linnert unter den Augen von Lehrmeister Ernst Littmann was er gelernt hat

Die größte Hürde ist für fast alle Flüchtlinge nach eigenem Bekunden die deutsche Sprache. In der einjährigen Einstiegsqualifizierung gibt es neben zwei Tagen Berufsschule und drei Praxistagen noch spezielle Deutschkurse in der VHS am Sonnabend. Mit Erfolg: alle Flüchtlinge unterhielten sich ohne Dolmetscher mit der Finanzsenatorin. Zaki Bare Warsame und Suhayb Osman berichteten, dass sich beide auf einen Ausbildungsplatz als Chemielaborant an der Uni beworben hatten. "Und weil der Test so gut gelaufen ist, haben sie uns beide genommen," strahlten die Somalier.

"Alle sind sehr motiviert," betont Ernst Littmann, Lehrmeister beim Technischen Bildungszentrum Bremen Mitte, der sechs angehende Fachkräfte für Metalltechnik aus dem Projekt unterrichtet. Im Anschluss an das Gespräch erläuterte er zusammen mit den Flüchtlingen in der Werkstatt, was an den Praxistagen geübt wird.
Egal ob die Flüchtlinge aus Benin, Mazedonien oder Guinea kommen – alle sehen optimistisch in die Zukunft und wollen ihre Familien unterstützen. Kommentar von Karoline Linnert: "Arbeiten Sie so engagiert weiter. Mit einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung schaffen Sie die Basis für ein gesichertes Einkommen. Ihre Familien können stolz auf Sie sein."

Fotos: Senatorin für Finanzen