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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Bremen bewirbt sich als Testregion für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte

25.11.2005

Der Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales hat gestern die offizielle Bewerbung Bremens als Testregion für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte bei der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik) eingereicht. Träger dieses ambitionierten Vorhabens mit dem Namen B.I.T. (Bremer Initiative Telematik) ist eine Arbeitsgemeinschaft der Selbstverwaltung mit den Partnern Handelskrankenkasse, AOK Bremen / Bremerhaven, Technikerkrankenkasse, DAK, Kassenärztliche Vereinigung Bremen, Ärztekammer Bremen, Psychotherapeutenkammer Bremen, Apothekerkammer Bremen, Bremer Apothekerverein e.V. und Krankenhausgesellschaft der Freien Hansestadt Bremen e.V.


B.I.T. ist ein gutes Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen Selbstverwaltung und Gesundheitsressort, das dieses für den Gesundheitswirtschaftstandort und Oberzentrum Bremen wichtige und innovative Vorhaben in jeder Phase der Vorbereitung und Bewerbung unterstützt hat und auch weiterhin begleiten wird. Wegen seiner technologischen Bedeutung wird B.I.T auch vom Technologiebeauftragten des Senats der Freien Hansestadt Bremen unterstützt.


Die Stadt Bremen hatte bereits im Januar 2004 beim Bundesgesundheitsministerium ihr Interesse bekundet, Testregion für die elektronische Gesundheitskarte zu werden, die ursprünglich schon Anfang 2006 bundesweit eingeführt werden sollte. Wegen der vielfältigen technischen, organisatorischen und finanziellen Fragen, die sich für ein solches Mammutprojekt stellen, hatte sich allerdings das Verfahren der Einführung verzögert. Nun sollen bis zum Ende dieses Jahres die Testregionen festgelegt werden. Diese Entscheidung werden Bund und Länder gemeinsam auf der Grundlage der fachlichen Stellungnahme der „gematik“ treffen.


Die elektronische Gesundheitskarte soll die bisherige Krankenversichertenkarte ersetzen und als „intelligente“ Karte unter anderem die Einführung des „elektronischen Rezeptes“ ermöglichen. Weitere Anwendungsfelder sind die Speicherung von Notfalldaten, der elektronische Arztbrief und die elektronische Patientenakte (EPA). Diese ist inhaltlicher Schwerpunkt der Bewerbung Bremens, das mit dem bestehenden onkologischen Netzwerk „iBON“ beste Voraussetzungen für die EPA mitbringt. Gerade die EPA stößt bei Ärzten und Patienten gleichermaßen auf hohe Akzeptanz, da über sie medizinische Daten schnell verfügbar und zum Beispiel unnötige Doppeluntersuchungen überflüssig gemacht werden.


In Bremen hatte eine Umfrage Ende letzten Jahres eine hohe Bereitschaft gezeigt, an einem Test, der freiwillig ist, mitzuwirken. Im Anschluss an die Tests wird dann jeder Versicherte über die neue Karte verfügen.