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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Herausforderungen in der neuen Heimat sicher meistern

14.09.2005

Ab Oktober Kurse zur Förderung der Integration in Bremer Stadtteilen

"Familienorientierte Integrationsförderung (FIT)" heißt ein Programm, das im Hause der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales entwickelt wurde und das Männer und Frauen mit Migrationshintergrund unabhängig von ihrer Herkunft, Aufenthaltsdauer, Bildungsschicht und Generationszugehörigkeit gleichermaßen anspricht. Das Programm beinhaltet unter dem Motto "Unsere Ziele - unsere Zukunft in Familie und Beruf" Kurse in deutscher, englischer, türkischer, kurdischer, russischer, polnischer, arabischer und französischer Sprache, die in Kooperation mit Schulen, Kindergärten und Häusern der Familie in den Stadtteilen angeboten werden. Inhaltliche Schwerpunkte sind Chancen und Probleme in der hiesigen Gesellschaft, Lebensplanung und berufliche Perspektiven und die Entwicklung und Förderung von Kindern und Jugendlichen. Das Angebot richtet sich an Migrant/innen, die bereits länger in Bremen leben, und an Zuwander/innen, die bereits die Integrationskurse nach dem Zuwanderungsgesetz absolviert haben.


„ Wir wollen dieses zusätzliche Programm vor allem in den Stadtteilen verankern, in denen viele Menschen mit Migratioshintergrund leben“, beschreibt Sozialsenatorin Karin Röpke das Ziel. Ab Oktober 2005 laufen die ersten regulären Kurse in den Stadtteilen Blockdiek, Gröpelingen, Grohn, Hemelingen, Huchting, Kattenturm, Lüssum-Bockhorn, Marßel, Neue Vahr und Tenever an. 27 Kursleiterinnen und Kursleiter haben jetzt nach einer entsprechenden Qualifizierung von Senatorin Röpke ihre Abschlusszertifikate bekommen.


In Kooperation mit dem Migrantinnenrat Bremen e.V. sind die Lehrmaterialien zunächst erprobt und kontinuierlich weiterentwickelt worden. Senatorin Röpke: „Die Testphasen zeigten, dass die Migration und der Prozess des Heimischwerdens mit besonders großen Anstrengungen verbunden sind. Dazu gehören nicht nur das Erlernen einer neuen Sprache, anderer Werte und Normen, anderer Erziehungsmethoden und -ideale und neue berufliche Orientierungen. Es sind auch emotionale Herausforderungen wie Fremdheit, Verlusterfahrungen, Trennungsschmerzen von geliebten Menschen und Orten im Herkunftsland und die damit verbundenen Unsicherheiten zu bewältigen.“


Bei der Erprobung stellte sich nach Angaben der Senatorin heraus, dass die Teilnehmer/innen nach eigenen Angaben viel an Klarheit, Sicherheit und Selbstbewusstsein im Hinblick auf ihre Lebensziele in dieser Gesellschaft und im Umgang mit den Alltagsproblemen gewonnen haben.


Senatorin Röpke: „Vor diesem Hintergrund möchte ich die Menschen in unserer Stadt mit Migrationserfahrung ausdrücklich ermuntern, von dem Angebot zu profitieren und die Kurse zu besuchen.“


Interessierte können sich unter der Telefonnummer 361 6847 (Frau Dalhoff) zu den Kursen anmelden.