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Sonstige

Jahresempfang der Bundeswehr: Landeskommando Bremen begrüßt 250 Gäste im Rathaus

29.01.2015
Vor Beginn des Empfangs in der Oberen Rathaushalle: Christian Weber, Claus Körbi und Ulrich Mäurer (v.l.), jpg, 72.7 KB
Vor Beginn des Empfangs in der Oberen Rathaushalle: Christian Weber, Claus Körbi und Ulrich Mäurer (v.l.)

Rund 250 Gäste aus Politik, Militär, Wirtschaft, Katastrophenschutz und Gesellschaft waren am Mittwoch (28. Januar) der Einladung des obersten Vertreters der Bundeswehr in Bremen, Oberst Claus Körbi, zum Jahresempfang der Bundeswehr gefolgt. Das vergangene Jahr habe der Bundeswehr mehr Rückhalt in der Bevölkerung verschafft, blickte Oberst Claus Körbi in seiner Ansprache zurück. Angesichts der unruhigen sicherheitspolitischen Lage in der Welt, baue man wieder auf die Truppe.

Ulrich Mäurer, Senator für Inneres und Sport der Freien Hansestadt Bremen, betonte die Rolle der Bundeswehr als Partner für Sicherheitsvorsorge: "Die schrecklichen Ereignisse von Paris machen deutlich: Die Übergabepunkte von äußerer und innerer Sicherheit sind nicht immer trennscharf zu definieren." Die Verantwortlichen von Polizei, Feuerwehr, Verfassungsschutz und Bundeswehr müssten sich mit neuen Szenarien beschäftigen. Mäurer: "Die Bundeswehr ist zur Stelle, wo Hilfe gebraucht wird. Das ist in diesen Tagen ein beruhigendes Gefühl!"

"Soldaten gehören in die Mitte unserer Gesellschaft", sagte Christian Weber, Präsident der Bremischen Bürgerschaft. "Wir wollen den Alltag und die Arbeit der Soldaten verstehen, uns in ihre Situation hineinversetzen." Dies sei umso notwendiger, da die Bundeswehr "eine sehr komplexe Organisation mit einer vielfältigen Aufgabenpalette geworden" sei, so Weber.

Bestrebungen nach mehr Verantwortung in weltweiten Krisengebieten auf der einen Seite, Ausrüstungsmängel auf der anderen – Körbi thematisierte auch die Negativmeldungen der jüngsten Zeit. "Es obliegt der Politik zu definieren, was wir können sollen und wieviel Geld dafür zur Verfügung gestellt wird", sagte er, "die Aufgabe des Militärs ist es aufzuzeigen, was wir dafür brauchen. Dass dieser Spagat nicht einfach ist, hat 2014 überdeutlich gezeigt."

Mit Blick auf 2015 sagte Oberst zudem, dass man in absehbarer Zeit auf dem Gelände der Scharnhorst-Kaserne Unterkünfte für Flüchtlinge schaffen wolle.

Foto: Landeskomando Bremen