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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Sozialsenatorin Karin Röpke weist Kritik des Kirchenausschusses der Bremischen Evangelischen Kirche zurück

16.02.2004

“Mit Qualifizierungsoffensive werden Bildung und Erziehung in den Kindergärten verstärkt”

Jugend- und Sozialsenatorin Karin Röpke hat die Kritik des Kirchenausschusses der Bremischen Evangelischen Kirche an der geplanten Qualifizierungs- und Beschäftigungsinitiative für die Kinderbetreuung in Bremen nachdrücklich zurückgewiesen. “Wer unser beabsichtigtes Programm als Notlösung bezeichnet oder gar als beschäftigungspolitisches Experiment, interpretiert unser Vorhaben absichtlich falsch”, sagte die Senatorin heute (16.2.2004). Verwunderlich sei dies zudem bei der Bremischen Evangelischen Kirche, die in die Planungen mit einbezogen gewesen sei.

Mit ihrer Forderung, für jede Kindergartengruppe zum jetzigen Zeitpunkt eine pädagogische Zweitkraft einzustellen, schieße die Kirche weit über das finanziell Machbare hinaus, so die Senatorin: “Dies ist schlicht nicht zu bezahlen”.

Mit dem Konzept der Sozialsenatorin werde die pädagogische und fachliche Bildungs- und Erziehungsarbeit in den Kindergärten dadurch verstärkt, dass die Erzieher/innen von alltäglichen Betreuungsarbeiten entlastet werden und darüber hinaus die Möglichkeit erhalten, ihre Qualifikation durch eine zertifizierte Weiterbildung (12 Monate) noch zu vertiefen.

In einem weiteren Qualifizierungsteil des Programms sollen erwerbslose Frauen und Männer mit Berufsabschluss sowohl aus dem pädagogischen als auch aus dem nicht-pädagogischen Bereich gewonnen werden, von deren Wissen und Können Kinder profitieren können: Beispielsweise von der Hauswirtschafterin, vom Musiker, der Kunsttherapeutin oder vom Tischler, aber auch arbeitslose Erzieher/innen und Kinderpfleger/innen. Vorgesehen sind 3 Monate Assessment und 12 Monate Einsatz in einer Einrichtung mit begleitender Qualifizierung. Senatorin Röpke: „Auch davon versprechen wir uns eine Bereicherung für die Kinder.“

Und Drittens sollen erwerbslose Frauen und Männer ohne Berufsabschluss so qualifiziert werden (4 Monate Assessment und 24 Monate Einsatz in einer Einrichtung mit begleitender Qualifizierung), dass sie eine „Assistenzfunktion“ bei der „Versorgung“ der Kinder wie Pflege, Ernährung, Behütung übernehmen können. Sie sollen bei der Bewältigung des Alltags helfen und die pädagogischen Fachkräfte damit wesentlich entlasten, die sich dann auf Bildung und Erziehung konzentrieren können.

Die Senatorin wies abschließend darauf hin, dass sie sich mit den anderen Trägern von Kindertageseinrichtungen in Bremen einig ist, dass dieses Konzept zwar nicht das geforderte sog. Zweitkraft-Programm sei, aber als personelles Verstärkungsprogramm für die Kindergärten und den Ausbau der frühkindlichen Bildung von großer Bedeutung sei.