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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Drei Mal die Auszeichnung "Fahrradaktiver Betrieb 2014" verliehen

Theater Bremen, Kellogg Manufacturing in Bremen und Raumwerkerei in Bremerhaven erhalten Auszeichnung für ihr fahrradaktives Engagement

13.01.2015
Umweltstaatsrätin Gabriele Friderich trägt den zum Sonderpreis
Umweltstaatsrätin Gabriele Friderich trägt den zum Sonderpreis "Fahrradaktiver Betrieb 2014" verliehenen Edelstahl-Fahrradbügel gemeinsam mit Olaf Woggan (AOK-Vorstandvorsitzender) v.l., Prof. Michael Börgerding (Generalintendant Theater Bremen)h.l. und Tobias Wolf (ADFC-Vorsitzender)h.r. zum zukünftigen Standort

Gleich drei Auszeichnungen an einem Tag: Umwelt- und Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse zeichnete heute (13. Januar 2015) das Unternehmen Kellogg Manufacturing als "Fahrradaktiven Betrieb 2014" aus. Umweltstaatsrätin Gabriele Friderich tat dies für das Theater Bremen und Verkehrsstaatsrat Wolfgang Golasowski verleiht am Nachmittag den Preis an den Betrieb Raumwerkerei Bremerhaven GmbH. Die Verleihungen begleiteten die Vorstände von AOK und ADFC. Die Preise bestehen jeweils aus einem Edelstahl-Fahrradständer, einer Urkunde und einem Gutschein für eine Betriebs-Fahrradtour, die vom ADFC exklusiv für den jeweiligen Betrieb organisiert wird.

61 Betriebe hatten 2014 am Wettbewerb "Fahrradaktiver Betrieb" teilgenommen, der im Rahmen der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" stattfand. Bereits zum elften Mal sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Bremen und Bremerhaven dem Aufruf von ADFC und AOK Bremen/Bremerhaven gefolgt – über 5.500 haben sich an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" beteiligt. Seit Beginn der gemeinsamen Aktion im Jahr 2004 steht das Land Bremen mit seinen Teilnahmezahlen bundesweit an erster Stelle. Die Erfolgsgeschichte der bremischen Aktion wurde auch im letzten Jahr fortgeschrieben: 5.531 Beschäftigte aus 953 Betrieben traten 2014 in die Pedale. Seit dem Start in 2004 haben 48.634 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bremen und Bremerhaven teilgenommen.

Theater Bremen: Umweltstaatsrätin Gabriele Friderich übergab in Anwesenheit von Tobias Wolf (ADFC-Vorsitzender) und Olaf Woggan (AOK-Vorstandsvorsitzender) den Sonderpreis des Umweltressorts der Hansestadt an Prof. Michael Börgerding, Generalintendant des Bremer Theaters. Überreicht wurde ein Edelstahl-Fahrradbügel, der nach Abschluss von Bauarbeiten im Innenhof des Theaters installiert werden wird.

"Das Theater Bremen lädt mit seiner Lage nahe der Weser und Wallanlagen dazu ein, es mit dem Fahrrad anzusteuern. So machen es auch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unterstützt in ihrer Entscheidung werden sie vom fahrradfreundlichen Engagement des Betriebs. Im gleichen Zuge werden klimaschädliche Abgase vermieden und die individuelle Gesundheit sportlich gefördert", sagte Staatsrätin Friderich anlässlich der Auszeichnung.

Prof. Michael Börgerding bedankte sich: "Ich bin glücklich, in einer Großstadt zu arbeiten und zu leben, in der ich als Intendant mit dem Rad zur Arbeit fahren kann. Darüber hinaus kommen viele Bremer mit dem Fahrrad zu uns ins Theater und auch viele Kollegen."

Hintergrund zum Theater Bremen, Gründe für die Preisverleihung
Mit seinen vier Sparten – Oper, Schauspiel, Tanztheater sowie dem Jungen Theater inklusive Moks leistet das Theater einen enormen Beitrag zur kulturellen Entwicklung in Bremen. Das Theater ist jedoch auch ein Arbeitgeber für 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf, vor und hinter der Bühne die Aufführungen möglich machen. Viele von ihnen fahren täglich mit dem Rad zur Arbeit. Für das Betriebliche Gesundheitsmanagement war die Teilnahme an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit" somit selbstverständlich.

Rund um das 10.508 Quadratmeter große Betriebsgelände befinden sich an den Eingängen mehrere beleuchtete und teils durch Bebauung überdachte Fahrradparkplätze mit insgesamt 120 Stellplätzen. Weitere 50 Stellplätze sind im Zuge von Baumaßnahmen auf dem Gelände geplant.
Umkleideräume und Personalduschen können von den Mitarbeitern genutzt werden.

Für Pannenhilfe stehen in einer Theaterwerkstatt Werkzeug, eine Standpumpe, sogar ein Kompressor zur Verfügung. Auf Nachfrage helfen Techniker vor Ort.

Auch die Hausleitung selbst fährt mit dem Rad zur Arbeit, darunter der Intendant MichaelBörgerding und Verwaltungsdirektor Thomas Eisenträger.
Eine besonders weite Anreise hat Herr Helfried Flamm aus Lilienthal.

Umwelt- und Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse (2.v.r.) enthüllt den Sonderpreis des
Umwelt- und Verkehrssenator Dr. Joachim Lohse (2.v.r.) enthüllt den Sonderpreis des "Fahrradaktiven Betrieb 2014" gemeinsam mit Olaf Woggan (AOK-Vorstandvorsitzender)(1.v.r.), Klaus-Peter Land (ADFC-Geschäftsführer)(2.v.l.) und Rainer Maria Frerich-Sagurna(1.v.l)

Kellogg Manufacturing:
Senator Dr. Joachim Lohse zeichnete das Unternehmen Kellogg Manufacturing GmbH und Co. KG in der Übersee-Stadt als "Fahrradaktiven Betrieb 2014" in Anwesenheit von Klaus-Peter Land (ADFC-Geschäftsführer) und Olaf Woggan (AOK-Vorstandsvorsitzender) aus und übergab den Sonderpreis an Rainer Maria Frerich-Sagurna, Geschäftsführer der Kellogg Manufacturing in Bremen.

"Das Unternehmen Kellogg setzt sich für ein nachhaltiges Energiemanagement in seinem Bremer Werk ein und fördert auch die nachhaltige Mobilität, indem es seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine fahrradfreundliche Infrastruktur bietet. So kann das Klima geschützt und die individuelle Gesundheit gefördert werden. Für dieses Engagement bekommt Kellogg den Preis "Fahrradaktiver Betrieb 2014", sagte Senator Dr. Lohse zur Auszeichnung.

Jedem eine Packung der Sonderedition "special Kellogg’s for cyclists" überreichte der Geschäftsführer Rainer Maria Frerich-Sagurna dem Senator und den Vertreter von ADFC und AOK als Dankeschön für die Auszeichnung.

Hintergrund zur Kellogg Manufacturing, Gründe für die Preisverleihung
Bekannt ist Kellogg durch die Frühstückscerealien, die ursprünglich zur gesünderen salzarmen Ernährung in den USA erfunden wurden. Im Bremer Werk, welches 1964 an der Weser gebaut wurde, können innerhalb von 24 Stunden bis zu eine Million Pakete Cerealien produziert werden. Diese werden an Abnehmer in den drei deutschsprachigen Ländern und Skandinavien – in mehr als 50 Ländern in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika – geliefert.

Kellogg hat in 2014 erfolgreich das Energiemanagementsystem nach ISO 50001 implementiert. Damit werden nicht nur Energiekosten verringert, sondern vor allem der Ausstoß von Treibhausgasen sowie andere Umweltauswirkungen von Energieverbräuchen reduziert.
Bis 2015 sollen 15-20 Prozent des Gesamt-Energie- und Wasser­Verbrauchs reduziert werden. Damit werden ebenso die klimaschädlichen Abgase verringert und die Abfallmenge pro Tonne produzierter Lebensmittel minimiert.

Im Zeitraum von 2005 bis 2011 ist es bereits gelungen, 11 Prozent Energie, 30 Prozent Wasser und 16 Prozent der klimaschädlichen Abgase zu reduzieren.
Seit 2010 werden 40 Prozent des Mais und Reis per Schiff über die Weser angeliefert, was gegenüber dem LKW-Transport 73 Prozent der klimaschädlichen Gase einspart.

Dieser Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz steht im Einklang mit der Teilnahme an der Aktion "Mit dem Rad zur Arbeit". Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bremen fahren täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Vor dem Werkstor des 150.000 Quadratmeter großen Werksgeländes befindet sich ein vollständig überdachter und beleuchteter Fahrradparkplatz mit 42 Stellplätzen im Sichtbereich des Werkschutzes. Weitere 12 Stellplätze befinden sich auf dem Werksgelände.
Für Elektrofahrräder gibt es einen abschließbaren Ladeschrank im Gebäude.
Umkleideräume und Personalduschen können von den Mitarbeitern genutzt werden.

Der betriebliche Gesundheitstag wird auch für die Förderung des Fahrradfahrens genutzt. So fanden mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Workshops mit Diskussionen über die radverkehrliche Situation rund um das Bremer Kellogg-Gelände statt. Zudem erhielten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigens für Kellogg hergestellte und mit dem Kellogg-K gebrandete Fahrradklingeln.
Nicht zuletzt fährt auch die Betriebsleitung mit dem Rad zur Arbeit, darunter Herr Thase (Produktionsleiter), Herr Krauss (Einkaufsleiter), Herr Frerich (Betriebsleiter) und Frau Seidel (Human Ressources Manager). Die Betriebsleitung ist so allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Vorbild in der nachhaltigen und gesunden Mobilität.

Fotos: H.G., ADFC