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    Senatorin Röpke: Gemeinsam Weg für die Zukunft der Krankenhäuser in der Stadt Bremen geebnet

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Aus der heutigen Senatssitzung (6.5.2003):
Senatorin Röpke: Gemeinsam Weg für die Zukunft der Krankenhäuser in der Stadt Bremen geebnet

06.05.2003

Senat beschließt Fortschreibung des Krankenhausplans bis 2005

Der Senat hat heute (6. Mai 2003) die von Gesundheitssenatorin Karin Röpke vorgelegte Fortschreibung des Landes-Krankenhausplans (Regionalteil Stadt Bremen) bis 2005 beschlossen. „Damit sind klare Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung der stationären Versorgung der Patientinnen und Patienten bis 2005 geschaffen“, betonte die Senatorin nach dem Beschluss des Senats. Dies sei auch vor dem Hintergrund der Einführung der Fallpauschalen besonders wichtig.


Die Leistungs- und Bettenkapazität der bremischen Krankenhäuser war zuletzt im Krankenhausplan von 1998 festgelegt worden. Seitdem hat sich die Verweildauer der Patientinnen und Patienten weiter verkürzt, so dass eine erneute Fortschreibung erforderlich ist.


Der Rahmenplan enthält die von den Vertretern der Landesverbände der Krankenkassen und den Krankenhausdirektionen unterschriebenen Vereinbarungsvorschläge für die Umsetzung bis 2005. Senatorin Röpke: „Mit dem Plan liegt ein gutes Ergebnis für die Krankenhäuser vor. Es freut mich besonders, dass die Fortschreibung im Konsens beschlossen wurde. Das ist in heutiger Zeit einmalig. Die Bremer Krankenhauslandschaft zeichnet sich erfolgreich durch eine Kultur des Dialogs aus.“

Nach Angaben der Senatorin ist vorgesehen, bis zum Jahr 2005 in der vollstationären Somatik 423 von jetzt 4058 Betten abzubauen (Graphik 1). Am deutlichsten wirke sich dies in den Zentralkrankenhäusern St.- Jürgen- Straße und Bremen-Ost aus. In der stationären Psychiatrie sei eine Reduzierung in Zusammenhang mit der Regionalisierung in Höhe von 105 Betten geplant. Gleichzeitig würden 56 tagesklinische Plätze in der Somatik und 71 Plätze in der Psychiatrie aufgebaut (Graphik 2). Es finde eine wünschenswerte Verlagerung von stationären Krankenhausleistungen in den tagesklinischen Versorgungsbereich statt.

„Der Plan ist ein Rahmen, der jährlich überprüft wird. Selbstverständlich werden nur die Betten abgebaut, die zur Versorgung kranker Menschen nicht mehr erforderlich sind“, betonte die Senatorin.

Dies ermögliche den Krankenhäusern Kosten zu reduzieren und die Krankenhausversorgung weiter zu entwickeln. Die Senatorin verwies in diesem Zusammenhang beispielhaft auf:

  • die Regionalisierung der Psychiatrie mit der Aufgabe des Krankenhausstandorts „Sebaldsbrück“ Anfang 2004,

  • den Ausbau der geriatrischen Frührehabilitation in den Krankenhäusern St.-Joseph-Stift und ZKH Bremen-Ost,

  • den Ausbau der Intensivmedizin in den Zentralkrankenhäusern Bremen-Ost und Bremen-Nord,

  • die Einrichtung einer Fachabteilung für Naturheilkunde im Jahr 2004 am St. Joseph Stift,

  • die Einrichtung einer Abteilung für Frührehabilitation am ZKH St. Jürgen Str. gemeinsam mit dem Bund im Rahmen einer Modellförderung,

  • die in den Jahren 2005/6 beabsichtigte Konzentrierung der Urologie im ZKH St.- Jürgen-Str. und der Konzentrierung der Handchirurgie in der Roland Klinik,

  • die Einrichtung einer stationären Behandlungsmöglichkeit für Patientinnen und Patienten mit Gewalterfahrung bei der Klinik „Dr. Heines“ im Jahr 2004.


Die Senatorin betonte, dass es nun darauf ankomme, einen ähnlichen Erfolg für die Krankenhäuser Bremerhavens zu erzielen. Da bisher über die Neustrukturierung der Krankenhausversorgung in der Seestadt noch nicht entschieden ist, werde auf Vorschlag des Planungsausschusses der Regionalteil Bremerhaven zur Fortschreibung des Krankenhausplans zu einem späteren Zeitpunkt vorgelegt, voraussichtlich im Sommer.


Anlage:Grafiken

Grafik 1

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Grafik 2

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