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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Senatorin Karin Röpke zum Todestag von Hilde Adolf

15.01.2003

Am Abend des 16. Januar 2002 ist Hilde Adolf tödlich verunglückt.
Aus Anlass des Todestages würdigt ihre Nachfolgerin im Amt der Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, Karin Röpke, die Verstorbene. „Hilde Adolf ist unvergessen. Ihre Persönlichkeit war geprägt von Menschlichkeit, Humor, Geradlinigkeit, Engagement und Tatkraft. Sie ist uns nach wie vor ein Vorbild“, sagte Karin Röpke. Sie habe im Ressort wesentliche Reformschritte eingeleitet und damit ein Fundament geschaffen, „auf dem ich ihre erfolgreiche Politik fortsetzen kann“, so Senatorin Röpke.


Sie erinnerte an Hilde Adolfs Hauptziel, das Antrieb für ihr Wirken gewesen ist: Den benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft zu helfen. Sie habe sich mit Kraft dafür eingesetzt, die Situation derer zu verbessern, die von Sozialhilfe abhängig sind oder Arbeit suchen. Als Senatorin habe sie einen Wandel in der Sozialpolitik eingeleitet: Von einem „nur“ versorgenden Staat hin zu einem System, in dem die Menschen aktiv an der Verbesserung ihrer Lebenssituation mitwirken. „Fördern – aber auch fordern, da wo es möglich ist“, unter dieses Leitwort stellte sie ihre Sozialpolitik. Praktische Folge war die Einführung der 12 Sozialzentren in der Stadt Bremen, durch die Hilfe ortsnah geleistet werden kann. Die Gründung der „bremer arbeit gmbh“ und der „Bremerhavener Arbeit GmbH“ wurde von ihr vorangetrieben, um die Unterstützung für Arbeitsuchende effektiver zu gestalten.


„Mit den vorhandenen Mitteln so viel Positives wie möglich für die Menschen in der Stadt und im Land Bremen erreichen – auch das war ein Grundsatz für Senatorin Adolf“, so Karin Röpke. Ebenso die Überzeugung, dass finanzielle Hilfe und begleitende Unterstützung jenen zu Gute kommen müsse, die diese wirklich brauchen. Um diesem Ziel näher zu kommen, scheute Hilde Adolf auch schwierige Vorhaben nicht, wie etwa Umschichtungen im Jugendbereich.


Gewalt gegen Frauen und Kinder einen Riegel vorzuschieben war ihr ebenso wichtig wie eine Politik im Interesse von Familien.


Im Jugendbereich gelang es ihr, Kürzungen zu verhindern.


Besonders am Herzen lagen ihr auch die älteren Menschen. Von ihrer spärlich bemessenen Freizeit reservierte sie einen Teil dafür, Seniorinnen und Senioren in einem Altenheim regelmäßig vorzulesen – ohne dies an die große Glocke zu hängen.


Und nicht zuletzt galt ihr Engagement ihrer Heimatstadt Bremerhaven. Bei allen Beschlüssen von Senat und Bürgerschaft achtete sie stets auf eine Gleichbehandlung beider Städte des Landes Bremen.


Karin Röpke: „Hilde Adolf wusste, was die Menschen bewegt, kannte ihre Sorgen und Nöte. Sie verschanzte sich nicht hinter Akten, sondern suchte die Begegnung, sie stand mitten im Leben, nahm an den Schicksalen Anteil. Und die Menschen spürten, dass die Anteilnahme echt war.“