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Laserbehandlung auch aus der Zahnmedizin nicht mehr wegzudenken

19.09.2002

Anwendung reicht von der Kariesbehandlung bis zum Entfernen von Tumoren

Um „Möglichkeiten der Laserbehandlung in der Zahnheilkunde“ geht es am kommenden Sonnabend, 21. September, bei einer zahnärztlichen Fortbildung der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie des Zentralkrankenhauses St.-Jürgen-Straße. Im Mehrzwecksaal des Zentralkrankenhauses wird Dr. Georgios Romanos von der Universitätszahnklinik Frankfurt, der zu den renommiertesten national und internationalen Lasertherapeuten gehört, über die Möglichkeiten und Grenzen der aktuellen Lasertherapie in diesem Fachgebiet berichten.



Die Laserchirurgie ist längst nicht mehr wegzudenken aus der Augenheilkunde, der Dermatologie, der Neurochirurgie sowie der allgemeinen Chirurgie, weil sie eine Genauigkeit ermöglicht, die mit dem Skalpell kaum erreicht werden kann. So erlaubt die Feinheit des Laserstrahls eine eng begrenzte Zerstörung gut- und bösartiger Tumoren mit einer Präzision um ein zehntel Millimeter. Die Lasertechnologie ist inzwischen auch in der Zahnheilkunde fest etabliert. Mit ihrer Hilfe können beispielsweise Weichgewebstumoren oder Weichgewebszysten sowie Verhornungen der Mundschleimhaut, die mit chronischen Entzündungen einhergehen, behandelt werden. Auch Entfernungen von Lippen- oder Zungenbändchen, die aus kieferorthopädischen Gründen oder zur Schaffung eines besseren Prothesenlagers notwendig werden, sind durch den Einsatz des Lasers möglich. Der Laser ist aber auch hilfreich bei der Kariesbehandlung oder zum Desensibilisieren von empfindlichen Zahnhälsen.



Nach Angaben von Professor Dr. Dr. Andreas Bremerich, Direktor der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, wird die Lasertherapie auch in der Zahnheilkunde an Bedeutung gewinnen. Gegenüber herkömmlichen Verfahren ermögliche der Laser ein genaueres Operieren. Bremerich: „Damit wird die chirurgische Sicherheit verbessert.“ Ein weiterer Vorteil sei die schnelle Blutstillung, die das Operationsfeld übersichtlich halte. Die PatientInnen hätten darüber hinaus weniger Schmerzen und einen komplikationsloseren Verlauf nach dem Eingriff. Auch die Wundheilung gehe rascher vonstatten. Bremerich erwartet zu der Fortbildung, die um 9.15 Uhr beginnt und um 13 Uhr endet und auf ein sehr großes Interesse stößt, insgesamt rund 150 niedergelassene und in der Klinik tätige Zahnärzte und –ärztinnen.