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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Staatsrat Dr. Knigge: "Betreuung von Hortkindern bleibt auf hohem Stand gesichert"

31.01.2002

Klarere Kriterien für die Aufnahme von Kindern geschaffen

„Die Betreuung von Hortkindern wird nicht eingeschränkt, sondern bleibt auf hohem Stand gesichert“, trat Staatsrat Dr. Arnold Knigge vom Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales heute (31.01.2002) Befürchtungen entgegen, durch das neue Kindergarten- und Hortgesetz, das seit gut einem Jahr in Kraft ist, habe sich die Betreuung von Kindern in den Horten verschlechtert. „Mit einer Versorgungsquote im Hortbereich von rund 17 % stehen wir besser da als viele andere Kommunen“. In den bremischen Horten würden rund 5.200 Kinder betreut.

Der Staatsrat wies darauf hin, das Gesetz habe klarere Kriterien für die Aufnahme von Kindern definiert, als sie in der Vergangenheit bestanden hätten. Dies sei notwendig, weil die Nachfrage das Angebot übersteige. Nicht geändert habe sich aber, dass jüngeren Kindern gegenüber älteren der Vorzug zu geben ist. Dies habe auch das alte Gesetz verlangt. Nach wie vor sei es zudem auch jetzt noch möglich, dass Kinder, die dem Grundschulalter entwachsen sind, im Einzelfall dennoch weiter den Hort besuchen können, wenn hierfür besondere pädagogische Notwendigkeiten oder besondere individuelle Lebenssituationen des Kindes vorliegen. Die Entscheidung hierüber treffe nach wie vor die Hortleitung.

Das neue Gesetz sei zudem notwendig geworden, um zu verdeutlichen, dass Horte Einrichtungen für Grundschulkinder sind und dass das pädagogische Konzept sich hieran zu orientieren hat. Für ältere Kinder seien andere Betreuungsangebote zu schaffen und dies sei in der Vergangenheit auch bereits gelungen: Vorgesehen für ältere Kinder sind die sog. Lücke-Projekte (= zeitliche Lücke zwischen Schulende und Betreuung in der Familie) des Sozialsenators an sechs Standorten in Bremen für ca. 150 Kinder, die Betreuungsschulen in der Verantwortung des Bildungssenators für ca. 400 Kinder sowie zahlreiche offene Angebote des Sozialsenators für Schulkinder wie etwa in den Stadtteil- und Jugendfarmen oder an den Standorten der Stadtteilschule für insgesamt rund 360 Kinder.