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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport

Sonderprogramm soll Flüchtlingen aus dem Kosovo die Rückkehr erleichtern

25.10.1999

Einmalige Überbrückungshilfen bis zu 4000 Mark für Familien

Flüchtlingen aus dem Kosovo, die derzeit in der Stadt Bremen leben und in ihre Heimat zurückkehren möchten, wird dieser Schritt durch finanzielle Unterstützung des Ressorts für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales, erleichtert.

Ein erweitertes Sonderprogramm des Ressorts sieht vor, dass freiwilligen Rückkehrer/innen bis 31. Dezember 1999 einmalige Überbrückungs-Hilfen gewährt werden. Gezahlt werden 1500 Mark für einen Erwachsenen, 250 Mark pro Kind bis zu 12 Jahren oder maximal 4000 Mark je Familie. "Damit", so Sozialsenatorin Hilde Adolf, "soll den Heimkehrenden beispielsweise ermöglicht werden, ihre Häuser oder Wohnungen herzurichten."

Ende September dieses Jahres lebten in der Stadt Bremen rund 490 Kosovaren mit Aufenthaltsbefugnis oder Duldung, darunter noch ein erheblicher Teil der 118 Männer und Frauen, die im April und Mai dieses Jahres im Rahmen der Evakuierungs-Aktion der Bundesregierung aus dem Kriegsgebiet gekommen waren. 29 weitere Flüchtlinge waren in Bremerhaven untergebracht worden, 13 davon sind mittlerweile ins Kosovo zurückgekehrt.

In der Stadt Bremen haben bis September 76 Männer und Frauen Rückreiseanträge gestellt. Dabei wurde nicht erfragt, ob sie während des Krieges im Kosovo flüchteten oder bereits seit Jahren in der Hansestadt leben.

Nach Angaben der betreuenden Verbände und der Albaner-Gemeinde in Bremen zeigt sich unter den Flüchtlingen eine zunehmende Bereitschaft zur Rückkehr. Grund dafür sei eine Besserung der Verhältnisse im Heimatland, die es den Kosovaren ermögliche, nach und nach in ihre Häuser zurückzukehren und ihre ehemalige Arbeit wieder aufzunehmen.