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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Der letzte Atem der Welt - ungewöhnliches Gemeinschaftswerk von Bild und Musik in der Kunsthalle

20.02.2001

Das Zentralkrankenhaus Links der Weser teilt mit:

Eine ungewöhnliche Veranstaltung wird am kommenden Sonntag, 25. Februar 2001, von 11:00 bis 14:00 Uhr in der Kunsthalle präsentiert. Unter der Überschrift „Der letzte Atem der Welt“ stellen ein Maler und ein Musiker gemeinsam „die geschenkte Zeit“ nach einer Reanimation in Bild und Ton dar. Dr. h. c. Heinrich Olmes erlebte am 22. Januar 1999 den „Sekunden-Herztod“ durch eine Herz-Rhythmusstörung. Nach der Reanimation skizzierte er im Krankenbett seine nachfolgende Krankengeschichte.

Zunächst wurde er im St. Bonifatius-Krankenhaus in Lingen versorgt, anschließend im Zentralkrankenhaus Links der Weser operiert. Professor Dr. Knut-H. Leitz legte ihm drei Bypässe, Dr. Jürgen Siebel und Dr. Klaus Langes implantierten ihm einen Defibrillator.

Es entstand ein umfangreicher Bilderzyklus, der den Zeitraum von der Reanimation bis zu einem endgültigen Tod beschreibt, bis zum letzten Atem dieser Welt. Nikolaus König, Freund des Malers, Komponist und als Bratschist Mitglied der Philharmonia Hungarica, war von den Bildern so fasziniert, dass er mit seinem Freund ein Gemeinschaftswerk verabredete. Er komponierte eine Musik, die alle Bilder einbezog. In unzähligen Besprechungen und Proben wurde erreicht, dass letztlich jedes der 37 Bilder von Heinrich Olmes mit der Musik eine Symbiose einging. Das Gesamtwerk schließlich führt vom Beginn des Lebens zur Erlösung.

Ängste, Hoffnungen, Schmerzen, die Perfektion der Ärzte, Gespräche mit Theologen, die Hilfe der Krankenschwestern - alle diese Faktoren haben das Werk geformt.

Für Dr. Heinrich Olmes und Nikolaus König liegt der Sinn des Gemeinschaftswerkes in der Ermutigung von Menschen, die an der Grenze des Lebens stehen.

„Die Ausstellung soll zeigen, dass man aus einer scheinbar ausweglosen Situation doch noch einen Meter weiterleben kann. Morgen kannst auch Du ähnliches erleben und aus diesem Werk ein wenig Hoffnung schöpfen, den Glauben stärken, oder aber ein neues Verhältnis zur Zeit und zur Krankheit aufbauen“, formuliert der ICD-Arbeitskreis Links der Weser, der in Kooperation mit dem Zentralkrankenhaus Links der Weser zu der ungewöhnlichen Bild-Dia-Musik-Schau in die Kunsthalle einlädt. In dem Arbeitskreis haben sich Menschen zusammengeschlossen, die einen „Implantierbaren Cardioverter Defibrillator“ (ICD) tragen, mit dem Herz-Rhythmusstörungen behandelt werden.