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Die Senatorin für Finanzen

Pressemitteilung mit Foto Haushaltsdirektor Jürgen Schanz in den Ruhestand verabschiedet

28.10.2005

Mit 42 roten Rosen für Bremen und drei gelben Rosen für Bremerhaven

Nach 45-jähriger Tätigkeit im bremischen öffentlichen Dienst wurde heute Vormittag (28.10.2005) Senatsdirektor Jürgen Schanz in einer Feierstunde im Haus des Reichs in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Dabei würdigte Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum das Engagement und die Leistungen seines bisherigen Spitzenbeamten und überreichte ihm „symbolisch einen Blumenstrauß mit 42 roten und drei gelben Rosen“. Der 1940 im damaligen Wesermünde geborene Jürgen Schanz hatte nämlich zunächst drei Jahre beim Finanzamt Bremerhaven und danach 42 Jahre in der Bremer Finanzverwaltung gearbeitet.


Die Aufstellung des nächsten Doppelhaushaltes – ein Baustein unter vielen – sei an sich schon ein komplexes Manöver, dass er


Jürgen Schanz sei – so Senator Dr. Nußbaum - ein „wertvoller Ratgeber und ausgewiesener Verhandlungspartner“ in Haushaltsfragen, dessen fachliche und menschliche Kompetenz weithin geschätzt werde: „Kein Kapitän wird begeistert sein, wenn er in schwerer See einen seiner wichtigsten Offiziere gehen lassen muss“. Mit Dank und Anerkennung für die der Freien Hansestadt Bremen geleisteten Dienste überreichte Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum dem scheidenden Haushaltsdirektor die Entlassungsurkunde aus dem öffentlichen Dienst.

nur höchst ungern auf seinen bisherigen Haushaltsdirektor verzichte: „Ich freue mich aber ganz besonders, dass mir Jürgen Schanz als Berater in Bankenfragen noch eine Weile erhalten bleibt“. 1970, als Schanz noch Verwaltungsamtmann war, betrug die Pro-Kopf-Verschuldung in Bremen 1.888 DM. 2002, als die Leitung der Abteilung Haushalt, Geld, Kredit und Vermögen in seinen Händen lag, betrug die Pro-Kopf-Verschuldung 14.671 – allerdings €. „Dass die Schuldenentwicklung Bremens nicht durch die Arbeit von Jürgen Schanz einen so dramatischen Verlauf genommen hat, sondern sich eher umgekehrt proportional zu seinen Leistungen entwickelt hat, zeigen viele Beispiele vor allem aus der Zeit, als er das moderne Kredit- und Schuldenmanagement prägte“, erklärte Dr. Nußbaum bei der Verabschiedung. So habe 1997 der Einsatz von Zinsderivaten und die Einführung einer Software zu Zinsminderausgaben von fast 23,7 Millionen DM geführt. Die Vorlage sei damals von den Finanzpolitikern ohne Gemütsregung entgegen genommen worden. Heute sei die Leidenschaft größer, wenn es um vermeintliche Spielräume im Zinsmanagement gehe.


Senator Dr. Nußbaum an die Adresse von Jürgen Schanz: „Sie haben es in den vielen unterschiedlichen Rollen, die Sie als Leiter der Abteilung Haushalt, Geld, Kredit und Vermögen wahrzunehmen hatten, stets verstanden, Ihre hohe Sachkompetenz und Verbindlichkeit mit einem charmanten und überaus höflichen Auftreten zu verbinden und dies zu Ihrem Markenzeichen zu machen. Ich wünsche Ihnen einen reibungslosen „Seitenwechsel“ und auch im Ruhestand genauso viele positive Lebenseindrücke wie im Berufsleben, und ich danke Ihnen für die geleistete Arbeit, für innovative Ideen genauso wie für die korrekte Abwicklung des Tagesgeschäfts“.