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Die Senatorin für Finanzen

Senator Dr. Nußbaum: „Beschäftigungsquote mit Schwerbehinderten mehr als erfüllt“

13.07.2004

Menschen mit Behinderungen können jetzt auch in Bremen Initiativbewerbungen ins Netz stellen lassen

„Der Senat hat als Gesamtarbeitgeber sein selbst gesetztes beschäftigungspolitisches Ziel erreicht, 6 Prozent der vorhandenen Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen. Für das Jahr 2003 haben wir eine Beschäftigungsquote von genau 6,08 Prozent ermittelt“, erklärte heute (13.7.2004) Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum. Im vergangenen Jahr hätten das Land und die Stadtgemeinde im Bereich der Kernverwaltung, der Sonderhaushalte und der Eigenbetriebe über 32.326 Arbeitsplätze verfügt. Diese seien im Jahresdurchschnitt mit 1.996 schwerbehinderten Beschäftigten besetzt gewesen.


Senator Dr. Ulrich Nußbaum: „Die aktuell deutlich schwierigere Arbeitsmarktsituation stellt insbesondere für die öffentlichen Arbeitgeber eine besondere Verpflichtung dar, sich benachteiligter Gruppen anzunehmen. Ich freue mich deshalb darüber, dass wir unser Ziel erreicht haben und so vielen schwerbehinderten Menschen eine Beschäftigung bieten können“. Dadurch sei für das Land und die Stadtgemeinde Bremen im Jahr 2003 keine Ausgleichsabgabepflicht entstanden. – Nach dem Sozialgesetzbuch haben Dienststellen, die über mindestens 20 Arbeitsplätze bzw. Dienstposten verfügen, die Pflicht, wenigstens 5 Prozent der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen zu besetzen.


Zugleich sprach sich Finanzsenator Dr. Nußbaum dafür aus, Menschen mit Behinderungen verstärkt bei der Eingliederung in Ausbildung und Beschäftigung zu helfen: „Barrierefreies eGovernment stellt im Rahmen der besonderen Fürsorgepflicht gegenüber Menschen mit Behinderungen eine wichtige Voraussetzung dar, für die gleichberechtigte Teilhabe dieses Personenkreises am gesellschaftlichen Leben zu sorgen“. Seit einem Monat könne sich deshalb jeder schwerbehinderte Mensch unter bremen.online registrieren lassen, um über das Internet die verwaltungsinternen Stellenausschreibungen einzusehen. Die Stellenbeschreibungen könnten darüber hinaus unter www.bremen.de/abo abonniert werden.


Weiterhin wurde nach Mitteilung von Senator Dr. Nußbaum die Möglichkeit geschaffen, dass schwerbehinderte Arbeitssuchende ihr Bewerbungsprofil im Sinne einer Initiativbewerbung dem bremischen öffentlichen Dienst zur Verfügung stellen. Die jeweiligen Bewerberdaten werden für 6 Monate gespeichert und in anonymisierter Form an alle Personalstellen der bremischen Verwaltung sowie an die jeweiligen Interessenvertretungen in den Dienststellen weitergeleitet. Zudem werden die Bewerberinnen und Bewerber per E-Mail informiert, wenn ihre Daten gelöscht werden.