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Die Senatorin für Finanzen

Barrierefreies eGovernment: Schwerbehinderte können Initiativbewerbungen per Internet stellen

19.05.2004

Senator Dr. Ulrich Nussbaum: Menschen mit Behinderungen bei der Eingliederung in Ausbildung und Beschäftigung helfen

Die Freie Hansestadt Bremen setzt in der Entwicklung und Umsetzung innovativer E-Government-Konzepte einen Schwerpunkt in die „Barrierefreiheit“: Mit der behindertengerechten Gestaltung von elektronisch unterstützten Verwaltungsabläufen innerhalb der Verwaltung und der Optimierung internetbasierter Kontakte zwischen Bürger/-innen und der Verwaltung soll eine bessere Benutzbarkeit erreicht werden. Nach Mitteilung des Senators für Finanzen wurde in mehreren Projekten zur Umsetzung der Barrierefreiheit wurde der gesamte Geschäftsprozess „Bewerbung und Einstellung“ aller betroffenen Systeme auf seine Barrierefreiheit bzw. -tauglichkeit geprüft und umgestellt. Das betrifft sowohl die Webseiten (bremen.online), auf denen Stellenangebote veröffentlicht werden, als auch die Datenbanken, mit denen Bewerberprofile und Stellen verwaltet werden. Dazu Finanzsenator Dr. Ulrich Nussbaum: „Barrierefreies eGovernment stellt im Rahmen der besonderen Fürsorgepflicht gegenüber Menschen mit Behinderungen und ihrer Eingliederung in Ausbildung und Beschäftigung eine wichtige Voraussetzung dar, für die gleichberechtigte Teilhabe dieses Personenkreises am gesellschaftlichen Leben zu sorgen“.

Die Arbeitsgruppe „Barrierefreies eGovernment der Freien Hansestadt Bremen“ bestehend aus Mitgliedern der bremischen Verwaltung (Senator für Finanzen, Integrationsamt, Gesamtschwerbehindertenvertretung) und dem Technologie Zentrum Informatik (TZI) der Universität Bremen hat im Rahmen ihres umfangreichen Arbeitsprogramms einen Baustein geschaffen, der den Zugriff auf verwaltungsinterne Stellenausschreibungen durch schwerbehinderte Menschen über das Internet ermöglicht.

Ab dem 1. Juni 2004 kann sich jeder schwerbehinderte Mensch unter bremen.online registrieren lassen, um über das Internet die verwaltungsinternen Stellenausschreibungen einzusehen, die bisher lediglich im Beiblatt zum Amtsblatt der Freien Hansestadt Bremen bekannt gegeben wurden. Die Stellenausschreibungen können darüber hinaus unter www.bremen.de/abo abonniert werden.

Weiterhin wurde die Möglichkeit geschaffen, dass schwerbehinderte Arbeitssuchende ihr Bewerbungsprofil im Sinne einer Initiativbewerbung dem bremischen öffentlichen Dienst zur Verfügung stellen. Die jeweiligen Bewerberdaten werden für 6 Monate gespeichert und in anonymisierter Form an alle Personalstellen der bremischen Verwaltung sowie an die jeweiligen Interessenvertretungen in den Dienststellen weitergeleitet. Die Bewerber/innen werden per E-Mail informiert, wenn ihre Daten gelöscht werden.