Sie sind hier:
  • Pressemitteilungen
  • Archiv
  • Vorschlag an ver.di: Kurzfristig in Tarifverhandlungen über Änderung der Ausbildungsvergütungen eintreten

Die Senatorin für Finanzen

Vorschlag an ver.di: Kurzfristig in Tarifverhandlungen über Änderung der Ausbildungsvergütungen eintreten

30.04.2004

Finanzsenator Dr. Nußbaum: „Verantwortung zeigen und alle Chancen nutzen, die zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze führen“

Angesichts der Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt hält es Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum für unerlässlich, alle Möglichkeiten zu nutzen, die zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze führen: „Alle müssen gesellschaftliche Verantwortung zeigen, um mehr jungen Menschen eine Chance zum Start in einen qualifizierten Beruf zu bieten. Hierzu sollten die Tarifvertragsparteien ihren Beitrag leisten“. Deshalb hat Nußbaums Staatsrat Hans-Henning Lühr jetzt der stellvertretenden ver.di-Landesbezirksleiterin Marita Rosenow in einem Brief vorgeschlagen, kurzfristig in Tarifverhandlungen über eine Änderung der Ausbildungsvergütungs-Tarifverträge des öffentlichen Dienstes einzutreten, um so die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze unter anderem auch im Verbund zu ermöglichen. Eine Antwort der Gewerkschaft zu diesem Vorschlag steht noch aus.

Das Land und die Stadtgemeinde Bremen sowie der Kommunale Arbeitgeber-Verband (KAV) Bremen e.V. sind von den Spitzenverbänden der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) und vom Verband Kommunaler Arbeitgeber (VKA) ermächtigt worden, regionale Tarifverträge für den Bereich des öffentlichen Dienstes in Bremen zu schließen. Angestrebt wird damit – so Staatsrat Lühr – eine „in anderen Tarifbereichen übliche angemessene Vergütung für die Auszubildenden“. Es sei nämlich im Interesse aller Auszubildenden und auch aus Sicht der Privatwirtschaft nicht einsehbar, dass die monatliche Ausbildungsvergütung im öffentlichen Dienst in der Regel um 150 bis 200 € höher liege als in den privaten gewerblich-technischen und kaufmännischen Betrieben.

Lühr: „Uns kommt es darauf an, dass für Schulabgänger zum Start in den Beruf mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Deshalb ist hier auch ver.di zum Handeln gefordert“. Der Finanzsenator, der für die Ausbildung im öffentlichen Dienst verantwortlich ist, beabsichtigt im Schulterschluss mit der Kreishandwerkerschaft Bremen über 40 Ausbildungsplätze im Verbund zum Beispiel in den Berufen Tischler, Maler und Lackierer sowie Metallbauer zu schaffen. Die Ausbildung erfolgt in verschiedenen Ausbildungsplätzen des Handwerks und in Betriebsstätten des öffentlichen Dienstes. Eine wesentliche Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft Bremen in dem Verbund ist, dass die Ausbildungsvergütungen auf gleichem Niveau wie in der Handwerkswirtschaft liegen. Bislang ordnen sich die Ausbildungsvergütungen im öffentlichen Dienst bekanntlich deutlich über diesem Niveau ein.