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Senatskanzlei

Jugendbeiräte sichern sich die Unterstützung von Bürgermeister Böhrnsen

Veranstaltung zu Jugendbeteiligung im Bremer Rathaus

21.10.2014
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Bürgermeister Böhrnsen im Gespräch mit den Jugendlichen

Kurz vor sechs im Festsaal des Bremer Rathauses: Rund 80 Jugendliche und Erwachsene haben sich am Dienstag, 21. Oktober 2014, hier eingefunden, um gemeinsam über Jugend und Politik zu diskutieren. Auch Bürgermeister Jens Böhrnsen begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der jungen Menschen. Heike Blanck, Initiatorin des Projekts, stellte die Agenda für den Abend vor. Die Jugendlichen wollten vor allem um Unterstützung in der Politik für Jugendbeteiligung werben. Denn, so stellte Blanck fest, "unsere Rechte fallen uns nicht in den Schoß, sondern brauchen Fürsprache".

Eine Dokumentation von Radio Bremen über die Jugendbeiräte Huchting und Gröpelingen zeigte eindrucksvoll, wie Jugendbeteiligung aussehen kann. Im praktischen Teil der Veranstaltung machten sich die Jugendlichen Gedanken zu den Themen: "Wie bringen wir die Jugendbeteiligung auf Trab – mit Beteiligungsbus und Fahrradanhänger unterwegs", "Wie sorgen wir für Spaß bei der Jugendbeteiligung?" und "Wer fehlt eigentlich?".

Böhrnsen lobte in seiner Rede die Einsatzbereitschaft der Jugendlichen. Er betonte, wie gut es ist, wenn Menschen sich für das einsetzen, was ihnen wichtig ist. Jugendbeteiligung ist aus seiner Sicht ein wertvolles Instrument zum gegenseitigen Verständnis. "Es ist wichtig, dass wir uns auf gleicher Augenhöhe und mit Respekt begegnen", unterstrich der Bürgermeister. "Ich wünsche mir, dass wir miteinander und nicht nebeneinander leben."

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Engagierte Diskussionen im Bremer Rathaus: Jugendliche fordern mehr Jugendbeteiligung

Im anschließenden Gespräch berichteten die Jugendlichen Böhrnsen von ihren Projekten. Eine Gruppe von jugendlichen Flüchtlingen hat beispielsweise eine Broschüre zur Orientierung für andere Flüchtlinge entwickelt. Auf 14 großen Plakaten präsentierten die Jugendlichen ihre Projekte und Ideen. Insgesamt waren engagierte junge Menschen aus sechs Stadtteilen im Rathaus: Eine Jugendjury aus Obervieland, Jugendliche der Gesamtschule Mitte, das Jugendparlament aus Gröpelingen, die Jugendbeiräte aus der Neustadt, Findorff, Huchting und Oberneuland, einige Schülervertretungen, eine Projektgruppe aus Horn, jugendliche Flüchtlinge sowie die Jungen Eichen. Die Interessenvertretung der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Alten Eichen gibt es seit 2012. Durch Mitbestimmung helfen sie bei der Durchsetzung von Interessen und Rechten der Kinder und Jugendlichen und fördern das soziale Miteinander in der gesamten Einrichtung.

Nach einem beeindruckenden Abend voll mit jugendlichem Einsatz musste der Bürgermeister "gar nicht erst überredet werden", um die Bremer Erklärung "Mehr Jugendbeteiligung im Stadtteil wagen!" zu unterschreiben. Damit sicherte er den Jugendbeiräten seine Unterstützung zu.
Eine nachträgliche Unterzeichnung der Erklärung wird auch online möglich sein. Die Adresse wird bei www.jubis-bremen.de/Aktuelles veröffentlicht.