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Die Senatorin für Kinder und Bildung

MINT-freundliche Schulen ausgezeichnet: Praxisbezug durch Kooperationen

14.11.2014

Drei Schulen aus Bremen dürfen sich ab sofort "MINT-freundliche Schule" nennen. Die Schulen wurden heute für ihre MINT-Schwerpunktsetzung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in Bremen ausgezeichnet. Gastgeber der Veranstaltung war die Universität Bremen mit ihrem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften MARUM und dessen Direktor Prof. Dr. Michael Schulz.

Diese Schulen wurden von einer Expertenjury ausgewählt:

  • Altes Gymnasium, Bremen
  • Gymnasium Horn, Bremen
  • St.-Johannis-Schule, Bremen

Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Bildung und Wissenschaft, und Thomas Sattelberger, Vorsitzender der Bildungsinitiative "MINT Zukunft schaffen", vergaben die Auszeichnung "MINT-freundliche Schule". Damit hat Bremen jetzt insgesamt 13 Schulen, die dieses Label tragen und damit gezeigt haben, dass sie sich durch überdurchschnittliches Engagement in der MINT-Bildung hervorheben.

Senatorin Eva Quante-Brandt dankte der Initiative "MINT Zukunft schaffen" und allen Beteiligten für ihr Engagement: "Wir zeichnen gemeinsam mit der Initiative bereits zum dritten Mal Schulen in Bremen aus. Dass die Veranstaltung in diesem Jahr im MARUM stattfindet, zeigt die gute Zusammenarbeit zwischen der Universität und den Schulen. Die Universität trägt mit ihrem MINT-Angebot über Schülerlabore und Kooperationen zu einer breiten MINT-Förderung bei. Da eine umfassende MINT-Bildung nur mit Praxisbezug gelingt, freue ich mich über die vielfältigen Akteure im Land Bremen, die Kooperationen mit Schulen eingehen. Immer mehr Schulen sind auf dem Weg, den MINT-Fächern einen besonderen Stellenwert zukommen zu lassen. Damit legen sie den Grundstein für eine erfolgreiche Ausbildung und ein erfolgreiches Studium in diesen Fächern."

Thomas Sattelberger: "Unsere Schulen sind das A und O vor dem Hintergrund, junge Menschen für berufliche MINT-Perspektiven zu interessieren, ihre Potenziale zu wecken und ihnen ihre Aufstiegschancen aufzuzeigen – unabhängig von Herkunft und Geschlecht. "MINT Zukunft schaffen" setzt daher genau hier an. Wir freuen uns, dass bereits 800 Schulen in Deutschland den MINT-Weg aktiv als MINT freundliche Schule gehen."

Michael Schulz betonte die große Bedeutung von Kooperationen mit Schulen für das MARUM: "Unsere Angebote im MINT Bereich ab der dritten Klassenstufe werden seit 2001 kontinuierlich weiter entwickelt und haben bereits zu acht langfristigen Kooperationen geführt. Gegenwärtig erweitert MARUM das Angebot für den vorschulischen Bereich."

Schülerinnen und Schüler der St. Johannis-Schule, Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt. Vorne links: Thomas Sattelberger von der Initiative "MINT Zukunft schaffen"
Schülerinnen und Schüler der St. Johannis-Schule, Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt. Vorne links: Thomas Sattelberger von der Initiative "MINT Zukunft schaffen"

Im Anschluss an die Feier im MARUM luden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den MINT-Studiengängen an der Universität Bremen insgesamt 150 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe in die Forschungsinstitute ein. 13 verschiedene Workshops boten Einblick in aktuelle Forschungs- und Anwendungsgebiete. Die Wissenschaftler führten durch die Institute, zeigten Forschungslabore und gaben die Möglichkeit selbst Experimente durchzuführen. Sie beantworten Fragen wie: Was ist an MINT so interessant und begeisternd? Welche Studienmöglichkeiten gibt es? Welche Arbeitsbereiche eröffnen sich im Anschluss an das Studium?
An dem Programm beteiligten sich die MINT-Fachbereiche Physik/Elektrotechnik, Biologie/Chemie, Mathematik/Informatik, Produktionstechnik sowie verschiedene Forschungsinstitute und Schülerlabore. Für die MINT-Lehrerinnen und Lehrer der beteiligten Schulen wurde eine eigene Arbeitsgruppe angeboten. Hier ging es vor allem um die Stärkung der fachlichen Zusammenarbeit und die weitere Vernetzung zwischen den Schulen und der Universität.

Zur Mintfreundlichen Schule

Die "MINT-freundlichen Schulen" werden für Schülerinnen und Schüler, Eltern, Unternehmen sowie die Öffentlichkeit durch die Auszeichnung sichtbar und von der Wirtschaft nicht nur anerkannt, sondern auch besonders gefördert. Bundesweite Partner der Initiative "MINT Zukunft schaffen" zeichnen in Abstimmung mit den Landesarbeitgebervereinigungen und den Bildungswerken der Wirtschaft diejenigen Schulen aus, die MINT-Schwerpunkte setzen. Die Schulen werden auf Basis eines anspruchsvollen, standardisierten Kriterienkatalogs bewertet und durchlaufen einen bundesweit einheitlichen Auszeichnungsprozess.

Foto: Volker Diekamp / Marum