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    1.200 Schüler, 34 Lehrer, 12 Schulen

Die Senatorin für Kinder und Bildung

Landeswettbewerb Jugend debattiert: Bremen startet in die zweite Runde

1.200 Schüler, 34 Lehrer, 12 Schulen

28.11.2003

Der Landeswettbewerb Jugend debattiert Bremen startet ins zweite Jahr. 1.200 Jugendliche in Bremen konkurrieren im Schuljahr 2003/2004 um die Teilnahme am Landesfinale, das am 24. März 2004 im Beisein von Senator Willi Lemke im Sendesaal des Medienpartners Radio Bremen ausgetragen wird. Zwölf Schulen arbeiten in vier Schulverbünden zusammen. Das Netzwerk, Teil des bundesweiten, sichert Qualifizierung und Erfahrungsaustausch. Bis 2005 sollen rund 2.800 Schüler und 50 Lehrkräfte an 15 Schulen beim Landeswettbewerb Jugend debattiert in Bremen dabei sein. Jugend debattiert ist das größte privat finanzierte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Bremen und Bestandteil des gleichnamigen Bundeswettbewerbes.


Der Senator für Bildung und Wissenschaft in Bremen, Willi Lemke, erklärt dazu: „Schulen sind der Ort, an dem junge Menschen lernen können, Argumente abzuwägen und den eigenen Standpunkt überzeugend darzustellen. Jugend debattiert zeigt auf, wie die eigene Position gut und gewinnend eingebracht werden kann - weit über den schulischen Rahmen hinaus. Der Wettbewerbscharakter schafft einen zusätzlichen Anreiz für Schülerinnen und Schüler, dieses hervorragende Angebot wahrzunehmen. “


Die Initiative zum Bundeswettbewerb gab Bundespräsident Johannes Rau, der auch die Schirmherrschaft übernahm. Der Senator für Bildung und Wissenschaft unterstützt das Projekt von Beginn an. Die Hertie-Stiftung in Frankfurt am Main führt den Wettbewerb durch. Der Senat der Freien Hansestadt Bremen stellt einen Landesbeauftragten und trägt Seminarkosten für Schüler.


Jugend debattiert bildet zum kompetenten Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie aus. Das Projekt verknüpft Wettbewerb und Training. Jugendliche lernen beim Wettbewerb das faire und geregelte Debattieren. Im Schuljahr 2003/2004 schulen Profi-Trainer die Lehrer der Klassenstufen 8 bis 13. Mit geeigneten Arbeitsmaterialien ausgestattet, trainieren die Lehrkräfte dann ihre Schüler im regulären Unterricht. Der Wettbewerb erfolgt auf vier Ebenen: Klasse, Schulverbund, Land und Bund. Dabei erreicht Jugend debattiert verschiedene Schulformen: Hauptschulen, Realschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Berufsschulen sind in schulartübergreifenden Verbünden zusammengeschlossen.


„Bei Jugend debattiert lernt man, qualifiziert mitzureden. Damit setzen wir einen Akzent gegen die Schwatzkultur“, so Dr. Roland Kaehlbrandt, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung.


In einer Debatte äußern sich jeweils vier Jugendliche über praktische Fragen wie: „Sollen muslimische Lehrerinnen im Unterricht ein Kopftuch tragen dürfen?“ Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Seine ursprüngliche Meinung darf er dabei ändern. Eine Jury bewertet im Wettbewerb Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Die Preisträger (Schulverbund, Land) erhalten dreitägige Profi-Trainings. Die Bundessieger von Jugend debattiert gewinnen eine sechstägige Akademiewoche und die Aufnahme in ein Alumni-Programm.


Jugend debattiert im Internet: www.jugend-debattiert.ghst.de


Jugend debattiert wurde in einer zweijährigen Pilotphase von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in Frankfurt am Main unter der Schirmherrschaft von Kultusministerin Karin Wolff getestet. 2000 Schüler, 200 Lehrer und 50 Schulen nahmen in den Jahren 2000 und 2001 an Training und Wettbewerb teil. Die große Nachfrage hatte die Stiftung überrascht und ermutigt. Das Pilotprojekt Jugend debattiert erhielt im Oktober 2002 den Kulturpreis Deutsche Sprache. Das Finale des ersten Bundeswettbewerbes fand am 15. Juni 2003 im Schloss Bellevue im Beisein des Bundespräsidenten statt.


In diesem Jahr nehmen folgende Schulverbünde erstmalig teil:


Schulverbund Bremen III:

Schulzentrum Ronzelenstraße, Bremen; Gymnasium an der Hermann-Böse-Straße, Bremen


Schulverbund Bremerhaven:

Humboldt-Schule, Bremerhaven; Paula-Modersohn-Schule, Bremerhaven;

Schule am Leher Markt, Bremerhaven


In diesem Jahr nehmen folgende Schulverbünde zum zweiten Mal teil:


Schulverbund Bremen II:

Altes Gymnasium, Bremen; Schulzentrum Flämische Straße, Bremen; Schulzentrum Pestalozzistraße, Bremen; Schulzentrum Willakedamm (neu dazu gekommen)


Schulverbund Bremen I:

Schulzentrum an der Walliser Straße, Bremen; Schulzentrum Utbremen (neu dazu gekommen)