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Sonstige

Bremen erhält Graffiti-Geschenk zum Fairen Handel

Renommierter Künstler sprayt Kunstwerk an die botanika

16.10.2014

Für die Auszeichnung als Hauptstadt des Fairen Handels erhielt Bremen 2013 ein im wahrsten Sinne des Wortes malerisches Geschenk: die Servicestelle Kommunen in einer Welt gGmbH überreichte Bremen einen Gutschein für ein Graffiti-Kunstwerk zum Fairen Handel.

Angebracht wird das Graffiti von dem in der Szene bekannten jungen Künstler Kosta Jakson nun ab Montag, dem 20. Oktober passenderweise an der Außenfassade der botanika. Denn dort finden regelmäßig Veranstaltungen zum Fairen Handel statt, seit 2011 beispielsweise die FairFair, die Messe zum Fairen Handel, die dieses Jahr im November erneut zum Stöbern, Schlemmen und Informieren einlädt.

Der Graffity-Künstler Kosta Jakson (li.) zusammen mit einem Helfer bei der Arbeit , jpg, 40.2 KB
Der Graffity-Künstler Kosta Jakson (li.) zusammen mit einem Helfer bei der Arbeit

Die Besucherinnen und Besucher der botanika und des Rhododendron-Parks können zwischen dem 20. und 25. Oktober täglich live bei der Schaffung des Kunstwerkes dabei sein und die Fortschritte beobachten.

"Als wir von der Stadt Bremen gefragt wurden, ob wir uns eine Zusammenarbeit mit dem Künstler Kosta Jakson vorstellen können, waren wir von Anfang an begeistert!" erklärt Marion Kohn, die Projektleiterin in der botanika.
Der junge Graffiti-Künstler Jakson, dessen Künstlername KJ263 lautet, wurde in Russland geboren, kam aber bereits mit 14 Jahren mit seiner Familie in die Kunststadt Düsseldorf. Dort entdeckte er seine Leidenschaft und sein Talent für Graffiti und das großflächige Malen mit Spraydosen, das ihn trotz seines Designstudiums nicht losließ.

Der jetzt 30-jährige Designer, Kurator sowie Dozent ist längst über jene Art Graffiti hinausgewachsen, die in Bahnhofs- oder Betonwüstengebieten oft nur schrill daherkommt. Seine in Fachkreisen als Mural Art oder auch Urban Art bezeichnete Kunst, dient KJ263 zur Verschönerung und Vertreibung der Ödnis, die vom düsteren Beton ausgeht. So hat er in Nordrhein-Westfalen bereits einige Brückenunterführungen mit hellen Farben und witzigen Radlern bevölkert. Mittlerweile malt er auf internationalen Festivals in Europa und Südamerika, für Auftraggeber aus der Wirtschaft, für soziale Projekte sowie für die Engagement Global zum Fairen Handel. Zu Ende des Jahres ist er Stipendiat in Residence in Haifa, der Partnerstadt Bremen in Israel.

Der Ort an sich, seine Geschichte, seine Aufgabe und die Menschen, die dort hinkommen, sind Kosta Jakson für seine Kunst wichtig: "Ich möchte mit meinen Bildern ein Zeichen setzen, dass jeder ein Entdecker ist und dafür sorgen muss, dass die schönen Dinge auf unserer Erde bewahrt werden. Dabei ist Fairer Handel und faires Handeln untereinander besonders wichtig."

Farblich und gestalterisch wird das Graffiti an die Ideen und die Philosophie der Neukonzeption des Entdeckerzentrums der botanika anschließen. Wie in einem Kaleidoskop wird sich unter seinen Händen die Vielfalt der botanika darstellen. Da es sich um ein mit der botanika verbundenes Kunstwerk handelt, wird im kreativen Prozess vor Ort noch viel Spontanes und Inspirierendes entstehen.

Die offizielle Übergabe des Kunstwerkes findet dann am Freitag, dem 14. November 2014 ab 11 Uhr statt.

Foto: Melanie Stegemann