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Sonstige

Spielzimmer für Kinder auf der Flucht ausgestattet

Sozialsenatorin Stahmann und Bürgerstiftung besuchen Übergangswohnheim in Arbergen

16.10.2014

Die Bürgerstiftung Bremen hat im Oktober 2013 ein Spendenkonto unter dem Stichwort "Flüchtlingshilfe" eingerichtet. Rund 20.000 Euro an Spendenmitteln sind seitdem eingegangen. Mit dem Geld konnten zahlreiche Aktivitäten unterstützt werden, die den schwierigen Alltag der Flüchtlinge erleichtern wie Babygrundausstattungen, Sprachkurse, Ausflüge während der Schulferien und gemeinsame Aktivitäten von Flüchtlingen und "Einheimischen", etwa im Projekt "Offene Gartentore" im internationalen Garten Walle.

v.l. Sabine Schoefer, Vorsitzende der Bürgerstiftung, und Senatorin  Stahmann im Gespräch mit Josef Schneider, Leiter des Übergangswohnheims an der Arberger Heerstraße, jpg, 36.6 KB
v.l. Sabine Schoefer, Vorsitzende der Bürgerstiftung, und Senatorin Stahmann im Gespräch mit Josef Schneider, Leiter des Übergangswohnheims an der Arberger Heerstraße

Einen Schwerpunkt der Förderung stellt die Einrichtung von Spielzimmern in Übergangswohnheimen (ÜWH) dar. Bereits fertig eingerichtet sind die Spielzimmer im ÜWH Schiffbauer Weg und in der Arberger Heerstraße. Im November wird das Spielzimmer im ÜWH Steingutstraße in Vegesack fertig sein, in zwei weiteren Wohnheimen sollen ebenfalls Räume für Kinder unter sechs Jahren eingerichtet werden.

"Mit den Flüchtlingen, die in Bremen eintreffen, kommen immer auch Familien mit Kindern. Ihre Lebenssituation ist oft besonders bedrängt. Diese Kinder brauchen mehr als ein Dach über dem Kopf, sie brauchen Räume zum Spielen und sinnvolle pädagogische Angebote", sagte Sabina Schoefer, Vorsitzende der Bürgerstiftung und Leiterin der VHS, heute (Donnerstag, 16. Oktober 2014) anlässlich eines Besuchs im Übergangswohnheim Arberger Heerstraße. "Die Erleichterung der schwierigen Lebensumstände der Flüchtlinge ist ein Stück Willkommenskultur, mit dem wir den Flüchtlingen zeigen wollen, dass sie bei uns herzlich aufgenommen werden", so Schoefer weiter.

Kinder im Spielzimmer, dessen Einrichtung die Bürgerstiftung finanziert hat, jpg, 47.3 KB
Kinder im Spielzimmer, dessen Einrichtung die Bürgerstiftung finanziert hat

Sozialsenatorin Anja Stahmann dankte der Bürgerstiftung für ihre Unterstützung: "Bremerinnen und Bremer nehmen Anteil am Schicksal der Flüchtlinge und engagieren sich auf vielfältige Weise", sagte sie. "Einige feiern gemeinsame Feste, andere übernehmen sogar Patenschaften oder geben Deutschunterricht, wieder andere betreuen die Kinder, machen Stadtführungen oder besuchen ab und zu einfach die Unterkunft in ihrer Nachbarschaft. So gibt es viel Unterstützung." Oft würden Kleider, Spielsachen, Fahrräder oder Elektrogeräte und Computer gespendet. "Besonders flexibel sind natürlich Geldspenden, da können die Flüchtlingseinrichtungen ganz gezielt spezielle Wünsche oder besondere Bedarfe erfüllen, für die eine staatliche Unterstützung nicht möglich ist."

Jürgen Schneider, Leiter des Übergangswohnheims Arberger Heestraße, bezeichnete es als große Entlastung für den Alltag im Wohnheim, dass man Familien mit kleinen Kindern nun einen anregend eingerichteten Raum zum Spielen anbieten könne. Die Zahl der Kinder schwanke zwar durch den Übergangscharakter des Wohnheims, es komme aber immer wieder vor, dass plötzlich eine Familie mit mehreren Kindern vor der Tür stehe. "Gerade jetzt, im Herbst und Winter, ist ein gut ausgestattetes Spielzimmer eine wichtige Hilfe", so Schneider.

"Wir brauchen noch viel mehr Spendengelder, denn die Zahl der Flüchtlinge wird weiter steigen. Deshalb bitten wir die Bremerinnen und Bremer, in ihrer Spendenbereitschaft nicht nachzulassen. Die Hilfe wird dringend benötigt", sagte Sabina Schoefer von der Bürgerstiftung.

Das Spendenkonto ist unter dem Stichwort "Flüchtlingshilfe" bei der Sparkasse Bremen eingerichtet IBAN: DE7829 0501 0100 0105 7777 / BIC: SBREDE22XXX

Kontakt:
Annemarie Struß-von Poellnitz,
Vorstand der Bürgerstiftung Bremen,
Tel.: 0421 34 66 773
Mob.: 0170 29 12 101,
E-Mail: annemarie-struss@asp-bremen.de

Fotos: Pressestelle der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen