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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Hochschule Bremen bei BMBF-Förderrunde erfolgreich: Drei Forschungsanträge erhielten Förderzusage


30.08.1999

Die Teilnahme der Hochschule Bremen am Programm des Bundes "Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen" verlief in der diesjährigen Förderrunde ausgesprochen erfolgreich: Von den 18 eingereichten Projekt-Anträgen wurde die Hälfte (vier Vorhaben) mit "sehr förderungswürdig" bzw. "förderungswürdig" (fünf) begutachtet. Drei der als "sehr förderungswürdig" eingestuften Projekte werden außerdem direkt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) gefördert. Den Förderzuschlag erhielten Prof. Dr. Jörg Kropp (FB Bauingenieurwesen), Prof. Dr. Cornelia Storz (FB Wirtschaft) sowie Prof. Dr. Uwe Apel (FB Maschinenbau). Insgesamt werden 1999 vom BMBF 97 Forschungsanträge gefördert, drei davon entfallen auf die Hochschule Bremen, die damit überproportional am Fördervolumen beteiligt wird.

Prof. Dr. Jörg Kropp will mit seinem Vorhaben "Chloridkontamination von Beton" chloridinduzierte Stahlkorrosion bei Stahl- und Betonspannbauwerken untersuchen, für deren zeitliche Entwicklung eine realistische Beschreibung der Konzentration und des Eindring-Verlaufs der Chlorid-Ionen in den Beton Voraussetzung ist. Eine exakte Bemessung von Bauteilen auf Dauerhaftigkeit soll dazu beitragen, den zwangsläufigen Eintritt eines Schadens auf einen Zeitpunkt außerhalb der vorgesehenen Nutzungsdauer zu verlegen. - Prof. Dr. Cornelia Storz geht in ihrem Vorhaben "Technologiedissemination in Japan" der Frage nach den Ursachen des Erfolgs japanischer Technologiezentren nach, aus deren Beantwortung zentrale Anregungen für politische Entscheider in Bund und Ländern sowie für die Betreiber von Technologiezentren und -agenturen zu erwarten sind. Im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland werden in Japan diese von überwiegend traditionsreichen, mittelgroßen Unternehmen als kompetente Ansprechpartner Stellen für Informationstransfer, Kontaktvermittlung und Förderberatung anerkannt. - Prof. Dr. Uwe Apel ("Flugregelung sphärischer Luftschiffe") will an einem bereits existierenden Prototyp eines unbemannten sphärischen Klein-Luftschiffes sowie eines maßstabsgerechten flugfähigen Modells das Flugregelungskonzept für diese Kategorie von Flugsystemen erproben und weiterentwickeln. Bedeutung erhält das Projekt insbesondere für die luftfahrttechnische Zulassung der zivilen autonomen Flugsysteme als neue Klasse von Luftfahrzeugen. Die gewonnenen Erkenntnisse zum Flugregelungskonzept sowie die entwickelte Hard- und Softwarekomponenten sollen abschließend auf ihre Anwendbarkeit auf künftige Flugroboter wie hochfliegende aerostatische Plattformen für Erdbeobachtung (Umwelt-Monitoring; Katastrophenschutz; Vermessung u.a.) und Kommunikation (Mobile Kommunikation, Internetbroadcasting u.a.) hin untersucht und bewertet werden.