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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Schulzentrum Ronzelenstraße ist „Partnerschule des Leistungssports“

05.09.2000

Talentsichtung und -förderung in und mit bremischen Schulen

Um den Sporttalenten eine bestmögliche ganzheitliche Entwicklung zu gewährleisten, haben sich bundesweit eine Vielzahl unterschiedlicher Kooperationsmodelle von Schule und Sportorganisationen (Vereine, Sportverbände, Olympia-Stützpunkte, Leistungszentren u.a.) herausgebildet. In der Stadt Bremen werden jetzt an zwei Schulstandorten talentierte, im Landeskader geführte Schülerinnen und Schüler in ausgewählten Sportarten gefördert und unterstützt bei der Bewältigung ihrer doppelten Belastung durch Sport und Schule. Nachdem bereits 1997 in Obervieland die der „Schule mit sportlichem Profil“ eingerichtet wurde, ist jetzt das Sek-I-Schulzentrum Ronzelenstraße „Partnerschule des Leistungssports“. Darüber hinaus finden an zahlreichen anderen Schulen Fördermaßnahmen statt.

Partnerschule des Leistungssports am Schulzentrum an der Ronzelenstraße

Das Projekt “Ronzelenstraße” ist im neuen Schuljahr mit 19 Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 5, die ausnahmslos mindestens dem D-Kader ihrer Fachverbände angehören, gestartet. Die von den Sportfachverbänden benannten Teilnehmer/innen erhalten dort das ganz normale Unterrichtsangebot einer bremischen Klasse 5 in der Orientierungsstufe.

Die Sportverbände Turnen, Schwimmen und Judo verantworten und organisieren die sportpraktische Ausbildung in den Sportstätten nahe der Schule (RSG-Bundesleistungszentrum, Leistungszentrum Turnen bei Bremen 1860, Universität).

Die Maßnahme ist in das vom Landessportbund erstellte Rahmenkonzept “Partnerschule des Leistungssports” eingebunden und damit seinen inhaltlichen und organisatorischen Rahmenvorgaben verpflichtet.

Das Schulzentrum an der Ronzelenstraße unterstützt und betreut die Teilnehmer/innen pädagogisch in allen schulischen Angelegenheiten (Hausaufgabenbetreuung, Stützunterricht, Abstimmung der Trainingspläne mit den Unterrichtsplänen, Aufsicht beim Mittagstisch und anderes).

Schule mit sportlichem Profil Obervieland

Das Modell “Schule mit sportlichem Profil” der beiden Schulen – Schulzentrum Obervieland und Gymnasium Obervieland – startete 1997 mit der Sportart Fußball für Jungen und Mädchen in Kooperation mit dem Bremer Fußballverband und dem SV Werder Bremen.

1999 wurde das Projekt um die Sportart Leichtathletik und in diesem Schuljahr um die Sportart Volleyball erweitert, auch in Kooperation mit den jeweiligen Landesverbänden und zwei schulnahen Sportvereinen – VfB Komet, TuS Arsten.

Die Schüler und Schülerinnen im Projekt erhalten zum Regelunterricht eine zusätzliche sportpraktische Förderung (Training) von mindestens vier Stunden, die in der Regel in den normalen Unterrichtsablauf integriert ist. Die sportpraktische Ausbildung erfolgt – neben der besonderen, pädagogischen Betreuung (Hausaufgabenhilfe, Mittagstisch, Förderunterricht u.a.) – durch Lehrkräfte der beiden Schulen, ergänzt durch personelle und sächliche Unterstützung der Kooperationspartner im Projekt.

Im Projekt “Schule mit Sportprofil Obervieland” in den Sportarten Fußball, Leichtathletik und Volleyball werden im Schuljahr 2000/2001 etwa 190 Schüler und Schülerinnen unterrichtet.

Verstärkter Sportunterricht im Rahmen von Profilbildung

Der Senator für Bildung und Wissenschaft unterstützt auf Antrag der Schulen nach Zustimmung der Schulgremien die Einrichtung von “Sportklassen” in den Jahrgängen 5

und 6 der Orientierungsstufe mit besonderen Förderstunden.

Die Schulzentren Butjadinger Straße und Lerchenstraße bieten diese “Sportklassen” an. In den umliegenden Grundschulen gesichtete Sporttalente werden in die “Sportklassen” aufgenommen. Sie erhalten dort zum Regelunterricht zwei bis drei zusätzliche Sportstunden. Die Teilnahme an dem zusätzlichen Sportunterricht ist Pflicht. Die Unterrichtsergebnisse gehen in die Sportnote ein. Das zusätzliche Sportunterrichtsangebot ist nicht sportartspezifisch ausgerichtet. Der Unterricht wird erteilt von den Sportlehrkräften der Schule, immer in Kooperation mit den Sportvereinen/deren Übungsleitern im Einzugsbereich der o. g. Schulzentren. Zur Zeit besuchen etwa 80 Schüler und Schülerinnen diese Sportklassen.

Die Schulzentren Sandwehen, Kornstraße und Flämische Straße haben für 2001/2002 die Einrichtung einer “Sportklasse” angekündigt.

Talentförderung im Rahmen der Projekte Schule/Verein

In den Schulen IS Leibnizplatz, Hermann-Böse-Gymnasium und Gymnasium Vegesack wird Rudern neben dem Regelunterricht als Schwerpunkt Sport unterrichtet.

Handball orientierte Förderung erfolgt am Schulzentrum Habenhausen, Basketball orientierte Förderung am Schulverbund Lesum, Volleyball orientierte Förderung am Schulzentrum Lerchenstraße.

Das o. g. Förderangebot wird grundsätzlich organisiert als Schulveranstaltung in Form von Arbeitsgemeinschaften. Diese o. g. Projekte sind im Hinblick auf personellen und sächlichen Bedarf über Kooperationsverträge abgesichert. Sie binden

die Schule, Vereine, die Sportverbände und die Schulbehörde in die Projekte ein. Unterrichtet werden die Projekte von Lehrkräften der Schule und von Übungsleitern/Trainern der Vereine bzw. von Landestrainern.

Lehrer- Trainermodell

Die oben beschriebenen Maßnahmen und Aktivitäten der Talentförderung und Talentsichtung unterstützt die Kommune Bremen über das sogenannte Lehrer/Trainer-Modell. Bei diesem Programm verrichten an den Schulen mit den o. g. Sportprofilen sieben Lehrer (leider bisher keine Lehrerin) ein halbes Pensum Unterrichtstätigkeit und ein halbes Pensum Tätigkeit für einen Fachverband. Mit Fußball, Basketball, Handball, Volleyball, Turnen, Schwimmen und Leichtathletik sind alle sieben Kernsportarten abgedeckt.