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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Ökologische Ausgleichsmaßnahmen in Woltmershausen

20.02.2007

Im Zuge des Baus der A 281 werden umfangreiche Maßnahmen durchgeführt, um die Eingriffe in Natur und Landschaft auszugleichen. So wurden im 3. Bauabschnitt zwischen der Warturmer Heerstraße und dem GVZ folgende Ausgleichsmaßnahmen im Planfeststellungsverfahren festgesetzt:

Nachdem im vergangenen Jahr Baumaßnahmen zur Grünlandentwicklung in Warfeld und der Bau einer Fußgängerbrücke über die Ochtum abgeschlossen worden sind, wird jetzt die Ökologische Entwicklung des Rablinghauser Vorfluters sowie der angrenzenden Grünflächen realisiert. Die Lage der Ausgleichsflächen verdeutlicht die anliegende Karte. Der Baubeginn ist am morgigen Mittwoch (21.02.2007).

Am südwestlichen Rand der Ortsteile Woltmershausen und Rablinghausen sind zwischen den Straßen Kamphofer Damm und dem Mühlenhauser Weg im Bereich des Grünzuges Rablinghauser Vorfluter Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Der Rablinghauser Vorfluter stellt sich derzeit als naturfernes Fleet in gerader kanalartiger Führung dar.

Folgende Maßnahmen sind geplant:

Naturnahe Gestaltung des Rablinhauser Vorfluters:

  • Verbreiterung des Gewässers
  • Abflachung der Ufer
  • Pflanzungen und Entwicklung von Röhrichtsäumen
  • Anlage eines mit Röhricht bepflanzten Bodenfilters (Bypass) zur Verbesserung der Wasserqualität
  • Entwicklung von Uferstaudenfluren in den Böschungsbereichen

Umwandlung der Pappelgehölze in naturnahe waldartige Gehölzstrukturen
Entlang des Rablinghauser Vorfluters befinden sich breite Gehölzstreifen, die vorwiegend mit standortfremden Hybridpappeln (gezüchtete Pappelsorten) bestanden sind. Diese Gehölze wurden im Rahmen von Gestaltungsmaßnahmen zum Bau des Neustädter Hafens in den 70er Jahren gepflanzt. Aufgrund der Dominanz der Hybridpappeln können sich standorttypische Gehölze und Kräuter nicht entwickeln.

Hier wird der Bestand aufgelichtet, um die Entwicklung eines naturnahen waldartigen Gehölzes mit standorttypischer Baum-, Strauch- und blütenreicher Krautschicht zu fördern. Dabei werden größere Pappeln als „Überhälter“ im Bestand gelassen, so dass die waldartige Baumkulisse bestehen bleibt. Die Baumfällungen werden im Februar abgeschlossen.

Neupflanzungen von naturnahen Feldgehölzen
Die Entwicklung einer blütenreicher Krautflora dient der Optimierung der Lebensraumfunktion für viele Tierarten sowie der landschaftsgerechten Gestaltung der Grünflächen.

Zusätzlich ist die Entwicklung eines standorttypischen Eichen-Hainbuchen-Waldes auf einer Fläche südlich des Kindergartens am Kamphofer Damm geplant. Diese Fläche ist derzeit bereits in Teilbereichen mit Gehölze bestanden und soll durch Ergänzungspflanzungen auf einer Fläche von ca. 3 ha zu einem Waldstandort mit unterschiedlichen Standorteigenschaften wie Feuchtbereiche in Geländesenken und trockenere Flächen an höhergelegenen Bereichen entwickelt werden.

Entwicklung von artenreichen Mähwiesen
Ziel ist die Entwicklung von arten- und blütenreichen Mähwiesen im Bereich des Grünzuges am Rablinghauser Vorfluter.

Entwicklung von Magerrasen
Ziel ist die Entwicklung von trockenen, sandigen (nährstoffarmen) Standorten mit einer typischen blütenreichen Lebensgemeinschaft der Sandmagerrasen im Bereich des Neuen Schutzdeiches. Die Sandmagerrasen sind Lebensraum z.B. von vielen im Bestand gefährdeten Insektenarten.