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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Traditionelle Bootsfähre im Blockland fährt wieder

Umweltsenator Joachim Lohse eröffnet offiziell den sanierten Weg zum Fähranleger an der Wümme

31.07.2014

Die Fährverbindung per Ruderboot im Bremer Blockland wird wieder in Betrieb genommen. Grund dafür, ist der erneuerte Weg, der von der Straße Niederblockland zum Fähranleger an der Wümme auf bremischer Seite führt.
"Auf dem sanierten Weg können die Bürgerinnen und Bürger wieder ein ganz besonderes Naturerlebnis wahrnehmen: Sie dürfen hier das Naturschutzgebiet Untere Wümme betreten und so die ursprüngliche Flusslandschaft mit Schilfröhrichten und Weidengebüschen im Deichvorland erleben und die reizvolle Wümme per Ruderboot überqueren", sagte Umweltsenator Dr. Joachim Lohse bei der heutigen (31. Juli 2014) Eröffnung des Weges.

Der Weg zum Fähranleger ist wieder frei: Umweltsenator Joachim Lohse (re.), Lilienthals Bürgermeister Willy Hollatz (li.), Fährbetreiber Jürgen Geffken (2.v.li.) und Georg Musiol, Abteilungsleiter Natur und Wasser, Bremer Umweltbehörde, bei der Eröffnung, jpg, 180.5 KB
Der Weg zum Fähranleger ist wieder frei: Umweltsenator Joachim Lohse (re.), Lilienthals Bürgermeister Willy Hollatz (li.), Fährbetreiber Jürgen Geffken (2.v.li.) und Georg Musiol, Abteilungsleiter Natur und Wasser, Bremer Umweltbehörde, bei der Eröffnung

Die Fährverbindung verbindet das Bremer Blockland mit der Gaststätte "Zur Schleuse" auf der niedersächsischen Seite. Die Verbindung existiert seit vielen Jahrzehnten, wegen der schlechten Zuwegung zum Fähranleger auf bremischer Seite verkehrte das Ruderboot in den letzten zwei Jahren nicht. In enger Zusammenarbeit wurde gemeinsam mit der Stiftung NordWest Natur, die für die Betreuung des Naturschutzgebietes zuständig ist, dem Grundstückseigentümer, dem Fährbetreiber, dem Deichverband am rechten Weserufer und dem Wirtschaftsressort eine Lösung erarbeitet.

Die Fährverbindung bietet eine schöne Gelegenheit die Wümme per Boot zu queren. Zugleich liegt sie direkt an der im Rahmen des "Tourismuskonzeptes Land Bremen 2015" von der Bremer Wirtschaftsförderung entwickelten bike-it-Radtour ‚Kuh, Knipp und Kult‘ (Blockland-Runde). Da diese historische Verbindung für Touristen und Naherholungssuchende bedeutend ist und zudem ein Naturerlebnis ist, wurde der Weg auf bremischer Seite nun saniert und die senatorischen Ressorts Umwelt und Wirtschaft teilen sich die Kosten für den Wegebau von rund 27.000 Euro. Es ist eine traditionelle Wegeverbindung und die letzte geruderte Fähre in Niedersachsen/Bremen.

Der rund 250 Meter lange Weg wurde naturschonend und zugleich preisbewusst saniert; ein Natursteinmineralgemisch wurde dafür auf einem Vlies direkt auf die alten Wegebetonplatten aufgebracht. So kann der Weg nun auch bei normalem Hochwasser benutzt werden.
Der regelmäßige Fährbetrieb, der von der Gaststätte "Zur Schleuse" betrieben wird, findet vom 1. Mai bis zum 3. Oktober täglich außer montags zwischen 12:00 und 20:00 Uhr statt.

Foto: Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, Bremen