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Die Senatorin für Bau, Mobilität und Stadtentwicklung

Aus der heutigen Sitzung der Deputation für Bau und Verkehr

25.08.2004

In ihrer heutigen Sitzung (Mi. 25.08.2004) hat die Deputation für Bau und Vekehr die nachfolgend aufgeführten Beschlüsse gefasst:


Deputation beschließt Bebauungsplan für Wasserwerksgelände auf dem Stadtwerder

Die Deputation für Bau und Verkehr hat heute (Mi. 25.8.2004) den Bebauungspan für das ehemalige Wasserwerksgelände auf dem Stadtwerder beschlossen. Auf rund sieben Hektar der insgesamt knapp 20 Hektar großen Fläche sollen insgesamt 350 Wohneinheiten, überwiegend im Geschoßwohnungsbau entstehen. Die höheren Gebäude sind mit vier Vollgeschossen der Innenstadt zugewandt. An der kleinen Weser sind Gebäude mit drei und weniger Vollgeschossen zulässig. Insgesamt soll diese Planung die Entwicklung unterschiedlicher Gebäudetypen ermöglichen, um flexibel auf die Anforderungen des Wohnungsmarktes reagieren zu können.

Von der Werderstraße werden zwei Erschließungsstraßen beidseits des Wasserturms in das neue Wohngebiet hineinführen.

Der Plan macht zugleich Vorgaben für die künftige Nutzung des Wasserturms. Vorgesehen ist eine Mischung aus kulturellen Einrichtungen mit hochwertiger Dienstleistung und gastronomischen Angeboten. Dies soll durch kleine Fachgeschäfte ergänzt werden.

Ziel des Bebauungsplan ist es außerdem, umfangreiche öffentliche Grünflächen zu schaffen. So ist beabsichtigt, die vorhandenen Grünflächen an Weser und Kleiner Weser mit einem 50 Meter breiten Grünzug zu verbinden. Dies ermöglicht, den Neustädter Wallring in Fortsetzung der Piepe wieder bis an die Weser heranzuführen und damit den gegenüber liegenden Wallanlagen der Altstadt ein entsprechendes Pendant zu geben.

Senator Eckhoff: „Mit dem Bebauungsplan und dem städtebaulichen Vertrag gibt es nun endlich die Voraussetzungen, um das konkrete Investoreninteresse abfragen zu können. Ich gehe davon aus, dass die swb AG gemeinsam mit der Bremer Investitionsgesellschaft in den nächsten Wochen entsprechende Ausschreibungen vornehmen wird.“

Zielplanung 'Rad für Bremen'
Mit insgesamt zwei Millionen Mark soll das Bremer Radwegenetz in den kommenden vier Jahren verbessert werden. Entsprechende Pläne des Senators für Bau, Umwelt und Verkehr hat heute (Mi. 25.8.) die Deputation für Bau und Verkehr zur Kenntnis genommen. Im Doppelhaushalt 2004 und 2005 sind insgesamt 720.000 Euro vorgesehen, mit denen eine Vielzahl kleinerer und weniger aufwändiger Maßnahmen umgesetzt werden können, die sich in der Summe sehr positiv auf die Verkehrssicherheit und den Komfort des Radverkehrs auswirken. Die Maßnahmen verteilen sich über das ganze Stadtgebiet und bestehen zu einem großen Teil aus einer Verbesserung von Markierungen, der Neuaufteilung von Spuren, einer Absenkung von Bordsteinen oder in Verbesserungen an den Ampelanlagen. Geplant ist zudem, schrittweise ein Wegweisungssystem umzusetzen und eine Radfahrerstadtplan zu erarbeiten.

Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff, erinnerte daran, dass Bremen bei vergleichenden Untersuchungen über die Qualität des Radnetzes hervorragend abgeschnitten hatte. „Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sind ein Schritt zur Umsetzung unserer Zielplanung 'Fahrrad für Bremen' und ein Beitrag, um die erfreulich hohe Radnutzung in Bremen zu stabilisieren und möglichst noch zu erhöhen.“


Positive Daten für Farge-Vegesacker-Eisenbahn

Eine Wiederinbetriebnahme der Farge-Vegesacker Eisenbahn ist grundsätzlich sinnvoll. Das ist das Ergebnis einer detaillierten Untersuchung, deren Ergebnisse heute der Deputation für Bau und Verkehr vorgestellt worden sind.

Die Planungen sehen vor, auf der Farge-Vegesacker-Eisenbahn einen Betrieb mit Dieseltriebwagen im 30-Minuten Takt über Vegesack bis zum Bremer Hauptbahnhof durchzuführen. Um die Strecke und die sieben Haltepunkte für den Betrieb fit zu machen, ist eine Investitionssumme von 15 Mio. Euro ermittelt worden. Die prognostizierte Nachfrage liegt bei etwa 4.500 Fahrgästen je Werktag. Aus diesen Daten ergibt sich, dass der volkswirtschafliche Nutzen die entstehenden Kosten um den Faktor zwei übertrifft.

Das positive Ergebnis konnte erreicht werden, weil sich die Planungen auf aufkommensstarke Bahnhöfe beschränken, eine umsteigefreie Verbindung zum Bremer Hbf. entsteht, die Reisezeiten kurz sind und die Investitionskosten durch die Nutzung der vorhandenen Infrastruktur relativ gering bleiben.

Parallel zu dem Planungen für einen dauerhaften Betrieb wird derzeit ermittelt, welche Kosten entstehen würden, wenn die Stecke vorab mit provisorischen Maßnahmen in Betrieb genommen würde. Eine finanzielle Bewertung – insbesondere auch hinsichtlich der laufenden Kosten - soll zum Herbst dieses Jahres vorliegen. Dann ist im Zusammenhang mit anderen anstehenden Investitionsentscheidungen zum Ausbau des ÖPNV über die Zukunft der Farge-Vegesacker-Eisenbahn zu entscheiden.

Der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr, Jens Eckhoff, wertete die jetzt vorliegenden Daten als ermutigend. „Umsteigefrei von Farge bis Hauptbahnhof: Mit diesem Bericht wird die Perspektive konkreter. Der besondere Charme der Farge-Vegesacker-Eisenbahn ist dabei, dass sie den innerörtlichen Verkehr in Bremen-Nord erheblich verbessert und zugleich den Norden und die Stadt näher zusammenbringt.“