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Senatskanzlei

Pressemitteilung mit Foto Antikenmuseum im ältesten Stadtteil Bremens eröffnet

26.08.2005

Ein Stück Glanz aus der Blütezeit des antiken Athens strahlt ab sofort in Bremen: Heute ist in Bremens ältestem Stadtteil, dem Schnoor, das privat geführte Antikenmuseum eröffnet worden. Hinter modernen Glasvitrinen finden sich rund 50 kostbare, wunderbar bemalte und gut erhaltene griechische Vasen, entstanden in der Zeit 560 v.Chr. bis 350 v.Chr. Die Vielfalt der Bildthemen, mit denen die Künstler seinerzeit die Tongefäße bemalten, geben einen exemplarischen Einblick in die Kultur der alten Griechen. Highlight der Präsentation ist zweifellos eine prachtvolle Panathenäische große Preisamphora, die den Siegern bei sportlichen Spielen zu Ehren der Göttin Athena überreicht wurde.


Bürgermeister Dr. Henning Scherf und der griechische Gerneralkonsul Roussos Koundouros
[Foto: Kathrin Wiesner, Senatspressestelle]

„ Dieses schöne neue Museum im Schnoor ist eine tolle Bereicherung für Bremen“, freute sich Bürgermeister Dr. Henning Scherf bei der heutigen (26.5.2005) offiziellen Eröffnung des Museums, zu der auch der griechische Generalkonsul Roussos Koundouros anwesend war.


Das neue Antikenmuseum ist der Initiative von Heidrun und Manfred Zimmermann zu verdanken, die seit vielen Jahren Meisterwerke griechischer Vasenkunst sammeln. Doch im Laufe der Zeigt sprengte die Sammlung die Kapazität des Wohnhauses – und das Ehepaar entschloss sich, die antiken Gefäße auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Eine Stiftung wurde gegründet und ein ehemaliger Laden im Hause Marterburg 55-58, umgebaut. In dem hellen, zurückhaltend ausgestatteten Raum kommen die antiken schwarz- und rotfigurige Vasen – überwiegend Wein und Ölgefäße – hervorragend zur Wirkung.


Antike Vase (Lekythos), um 480-470 v.Chr.


Die bemalten Gefäße zeigen vielfach die Lieblingsbeschäftigungen des griechischen Bürgertums – die Jagd und den Besuch der Sportstätten und Synposien (griechische Männergelage) sowie Szenen aus der griechischen Mythologie. Die Vasen waren seinerzeit keine Kunstgegenstände, sondern zum täglichen Gebrauch bestimmt.


Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Donnerstag von 12-17 Uhr geöffnet, sonnabends und sonntags von 12-17 Uhr. Führungen nach Vereinbarung möglich. Eintritt: 3, Euro, Schüler und Studenten 1,50 Euro.