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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Barrierefreies Bremen – Projekt mit Vorbildcharakter

Fachtag zu neuem Stadtführer

30.09.2013
Senator Martin Günthner: Stadtführer ‚Barrierefreies Bremen‘ ist ein bundesweit beachtetes Projekt, JPG, 26.8 KB
Senator Martin Günthner: Stadtführer ‚Barrierefreies Bremen‘ ist ein bundesweit beachtetes Projekt

Der Stadtführer ‚Barrierefreies Bremen‘ ist ein bundesweit beachtetes Projekt, das für künftige Informationen Vorbildcharakter entwickeln kann. Das ist das Ergebnis einer Fachtagung mit Referentinnen und Referenten aus der ganzen Bundesrepublik, die jetzt in den Tagungsräumen des m|Centrum stattgefunden hat.

"Bremen hat anlässlich des Kirchentages 2009 schon viel für einen Stadtführer erreicht, der genau und zuverlässig über barrierefreie Angebote von Hotels, Gastronomie und kulturellen wie öffentlichen Einrichtungen informiert. Umso erfreulicher ist es, dass dieses Projekt weitergeführt und in die Stadtinformationen von bremen.de wie selbstverständlich integriert wird." Mit diesem Worten eröffnete der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Joachim Steinbrück den Fachtag.

Und der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen Martin Günthner ergänzte in seinem Grußwort: "Ich freue mich, dass Bremen bei der Bewältigung einer der wesentlichen Zukunftsaufgaben im demographischen Wandel einen weiteren Baustein umsetzt und gemeinsam mit allen Senatsressorts und vielen weiteren Verbänden und Einrichtungen in enger Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderungen in Bremen ein Projekt mit Vorbildfunktion erarbeitet."

Mehr als 70 Tagungsteilnehmerinnen und Teilnehmer konnten dann schon einmal einen ersten Blick auf den noch in der Entwicklungs- und Testphase befindlichen Bremer Stadtführer werfen.

"Der Stadtführer ‚Barrierefreies Bremen – Informationen für Alle‘ ist ein Projekt für alle Menschen, die in Bremen auf der Suche nach Informationen zur Barrierefreiheit bei öffentlich bzw. allgemein zugänglichen Gebäuden und Einrichtungen sind. Die Darstellung der Informationen ist integriert in die Bremer Stadtseiten im Internet auf www.bremen.de. Ziel ist es, so genau wie nötig und so zuverlässig wie möglich über Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der jeweils erhobenen Orte zu informieren. Dazu werden verschiedene Informationsebenen bereitgestellt, die von einer ersten groben Kategorisierung der jeweils erreichbaren Ziele bis hin zu einzelnen Messwerten reichen. Es werden schwerpunktmäßig Informationen für bewegungsbeeinträchtigte Menschen aber auch für Blinde und Hörgeschädigte dargestellt.
Damit bietet das Projekt zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Beispiel an Navigations- und Informationsangebote für Blinde und Sehbehinderte oder an Angebote im Freizeit- und Tourismussektor.

Die Fachreferenten aus Rheinland-Pfalz vom dortigen Kultur und Regionalführerprojekt ‚porta libertas‘, aus Soest vom bundesweiten Forschungszusammenhang zu Navigationsmöglichkeiten für Blinde und Sehbehinderte ‚Guide4Blind‘, vom Deutschen Blinden und Sehbehindertenverband und vom "Tourismus mit allen Sinnen" an der Mecklenburgischen Seenplatte zeigten in Ihren Beiträge dazu zahlreiche Ideen, die auch noch in das Bremer Projekt mit einfließen können.

Dass bundesweite Netzwerke und möglichst auch gemeinsame Portale genauso wichtig sind, wie eine langfristige Koordination von barrierefreien Informationen und barrierefreien Angebote machte Frau Prof. Dr. Renate Freericks von den Hochschule Bremen in Ihrem Beitrag ebenfalls deutlich.

So zeigte sich der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Joachim Steinbrück auch abschließend beeindruckt: "Der bundesweite Austausch zeigt, wie weit das Thema der gleichen Teilhabe am Alltag inzwischen in viele gute Projektideen eine Rolle spielt, aber der Blick über den Tellerrand macht auch klar, dass es auch in Bremen noch vieles anzupacken gilt. Dabei hat der Stadtführer in den nächsten Jahren eine wichtige Bedeutung.

Foto: Pressestellle Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen