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Senatskanzlei

Empfang zum Ende des Fastenmonats Ramadan im Rathaus

Bürgermeister Böhrnsen kritisiert Hetzvideo, bedauert Eskalation der Gewalt und lobt Besonnenheit der Bremer Muslime

19.09.2012
Bürgermeister Jens Böhrnsen begrüßte anlässlich des Senatsempfangs zum Ende des Ramadan mehr als 250 Gäste in der Oberen Rathaushalle., jpg, 59.1 KB
Bürgermeister Jens Böhrnsen begrüßte anlässlich des Senatsempfangs zum Ende des Ramadan mehr als 250 Gäste in der Oberen Rathaushalle.

Bürgermeister Jens Böhrnsen begrüßte gestern (18. September 2012) anlässlich des Senatsempfangs zum Ende des Ramadan mehr als 250 Gäste in der Oberen Rathaushalle. In seinem Grußwort wies Böhrnsen darauf hin, dass der Ramadan-Empfang mittlerweile zur Tradition geworden ist und er lobte die freundschaftlichen Beziehungen zu den Mitbürgerinnen und Mitbürgern islamischen Glaubens. Das respektvolle Miteinander wolle der Senat - ähnlich wie in Hamburg - durch den Abschluss eines Vertrages mit den islamischen Dachverbänden würdigen. Er rechne damit, dass die Verhandlungen in den nächsten Monaten abgeschlossen werden.

Bürgermeister Böhrnsen kritisierte das Hetzvideo, das in diesen Tagen überall in der Welt heftige Reaktionen hervorruft, scharf. Das Video säe Zwietracht und wolle die Menschen spalten. Gleichzeitig sei er wegen der Eskalation der Gewalt besorgt. Gewalt könne keine Antwort auf dieses schäbige Video sein. Er lobte ausdrücklich die Besonnenheit der Bremer Muslime.

Nachdrücklich verurteilten die Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften, Elvira Noa (Jüdische Gemeinde), Pastor Dr. Bernd Kuschnerus (Evangelische Melanchthon-Gemeinde) und Mustafa Yavuz (Vorsitzender der islamischen Religionsgemeinschaft SCHURA Bremen) die gewalttätigen Proteste. Das sei nicht im Sinne des Propheten, so Yavuz. Er kritisierte zwar das Video, rief aber alle Muslime zur Besonnenheit auf.

Bürgermeister Böhrnsen wies zum Schluss auf die Integrationswoche hin, die vom 23. bis 29. September mit Hunderten Veranstaltungen bremenweit stattfindet. Und lud zu der Eröffnungsveranstaltung am 23. September um 15 Uhr in die Obere Rathaushalle ein.

Foto: Senatspressestelle