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Senatskanzlei

Das Bremer Rathaus international: Senat bat zum Neujahrsempfang

17.01.2012

„Die Obere Rathaushalle ist einer der symbolischen Orte, der einen weiten Bogen über die Zeiten und Länder schlägt.“ Im Sinne dieses Zitats von Doyen Hans-Christoph Enge, Honorarkonsul des Vereinigten Königreiches Großbritannien und Nordirlands, fand heute (17.1.2012) der traditionelle Neujahrsempfang des Bremer Senats statt. Auf Einladung von Bürgermeister Jens Böhrnsen waren Vertreterinnen und Vertreter aus den verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen wie zum Beispiel Politik, Wirtschaft und Kultur, aber auch die Mitglieder des Konsular Korps ins Rathaus gekommen. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgt das Bläserensemble der Bremer Philharmoniker.

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Bürgermeister Jens Böhrnsen bei seiner Rede anlässlich des Neujahrsempfanges in der Oberen Rathaushalle

„Die Stärkung der Wirtschaft – das bleibt auch 2012 zentrales Ziel bremischer Regierungspolitik. Die Daten aus der bremischen Wirtschaft stimmen dabei zuversichtlich.“ Mit dieser Ankündigung eröffnete Bürgermeister Jens Böhrnsen das politische neue Jahr. Die Zukunft des Euro sowie die Finanz- und Schuldenkrise in Europa werde auch 2012 im Fokus der Menschen stehen. Für das exportorientierte Bremen könne aber nur eines gelten: Bremen brauche Europa, denn ein großer Teil des Wohlstandes gründe sich auf dem entwickelten Handel mit den europäischen Nachbarn, so Böhrnsen. Bremen müsse nicht nur wegen der vielen Handelsunternehmen und seiner Häfen großes Interesse daran haben, dass „die historisch einmalige Europäische Union aus ihrer gegenwärtigen Krise gestärkt hervorgehe“.

Als einen weiteren Wunsch an das neue Jahr formulierte er die Garantie eines jeden auf einen Arbeitsplatz mit gerechter Bezahlung. Gleichzeitig plädierte er für Fairness auf dem Arbeitsmarkt. „Es darf nicht sein, dass Menschen, die hart arbeiten, nicht von ihrem Gehalt leben können, dass viele Menschen trotz gleicher Arbeit ungleich bezahlt werden“, so Böhrnsen. Im Jahre 2012 stehe der soziale Zusammenhalt der Gesellschaft ganz oben auf der Tagesordnung. Die soziale Herkunft dürfe den Bildungserfolg nicht bestimmen, unterstrich der Bürgermeister. Bildung sei auch das zentrale Thema für eine gelingende Integration. Böhrnsen: „Wir wollen die Gesellschaft der Vielfalt aktiv gestalten, mit Respekt und Anerkennung, mit sachlicher Diskussion und der Lösung von Konflikten, mit Regeln und Partnerschaft auf Augenhöhe“.

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Bürgermeister Jens Böhrnsen mit seiner Frau Birgit Rüst und Finanzsenatorin Karoline Linnert (rechts)

Doyen Hans-Christoph Enge würdigte in seiner Gastrede die Internationalität Bremens, die bis in die Hansezeit zurückreiche. Der Hansebund im Mittelalter sei einer der Ursprünge der Globalisierung im Sinne eines wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenschlusses über nationale Grenzen hinweg, gewesen.
Beide Redner waren sich darin einig, dass Internationalität nicht auf die Wirtschaft allein beschränkt werden kann. Die Internationalität einer Stadt werde durch viele Faktoren wie Kultur, Politik, Offenheit und Toleranz gegenüber Fremden bestimmt. Jugendaustausch und Städtepartnerschaften seien nur zwei Möglichkeiten von vielen, wie eine Prägung von Internationalität durch Erfahrung gefördert werden könne. Fremdenfeindlichkeit und Dünkel könnten dann nicht entstehen, wenn man selber als „Fremder“ in einer anderen Kultur freundschaftlich aufgenommen werde.

Wichtig für Bremen seien vor allem auch die vielen ausländischen Studierenden an Universität, Hochschulen und Jacobs University sowie anderer Einrichtungen“, betonte Enge. Die Absolventinnen und Absolventen der verschiedenen Studiengänge in Bremen seien die Botschafterinnen und Botschafter für Bremen, die ihre positiven Erfahrungen an eine „weltoffene und leistungsfähige Stadt“ in die Welt hinaustragen würden. „Die Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Bremen und Bremerhaven haben maßgeblich zur positiven wirtschaftlichen Entwicklung und zum positiven Imagewechsel unserer Städte beigetragen“, fügte Bürgermeister Böhrnsen hinzu.

Fotos: Senatspressestelle