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Senatskanzlei

Bremen ist "Hauptstadt des Fairen Handels 2011"

Erstmals Teilnahme am Bundeswettbewerb /Bremen kann zwei Jahre den Titel führen

22.09.2011

2011 hat Bremen zum ersten Mal an dem bundesweiten Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels“ teilgenommen und sicherte sich durch eine vielseitige und umfangreiche Bewerbung den ersten Platz. Bürgermeister Jens Böhrnsen, Schirmherr der Bremer Bewerbung, der die Bewerbung mit seinem Engagement bei zahlreichen Aktionen unterstützt hat, freut sich über die Nachricht aus Marburg: „Auf dieses Ergebnis kann Bremen wirklich sehr stolz sein, es ist ein großer Erfolg für die Stadt.“ Die Nachricht, unter den “Fairsten Fünf“ zu sein, erreichte ihn bereits einige Tage vor der Preisverleihung. „Für mich war es eine große Freude, miterleben zu dürfen, welche Eigendynamik dieser Wettbewerb in unserer Stadt entwickelt hat.“

Freuen sich über die Anerkennung Bremens für den fairen Handel: (v.l.n.r.) Claudia Elfers, Referentin bei der Bevollmächtigten, Staatsrätin Eva Quante-Brandt, Ulrike Hiller, MdBB, und Christopher Duis, Geschäftsführer des Bremer entwicklungspolitischen Netzwerkes, JPG, 145.5 KB
Freuen sich über die Anerkennung Bremens für den fairen Handel: (v.l.n.r.) Claudia Elfers, Referentin bei der Bevollmächtigten, Staatsrätin Eva Quante-Brandt, Ulrike Hiller, MdBB, und Christopher Duis, Geschäftsführer des Bremer entwicklungspolitischen Netzwerkes

Ein ständig wachsender Kreis von Akteuren aus ganz unterschiedlichen Bereichen hat sich seit 2008 bis zur Abgabe der Bewerbung mit viel Engagement dafür eingesetzt, das Thema Fairer Handel aus der Nische in die Mitte der Gesellschaft zu befördern. Bis die kleine Delegation aus Bremen - bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung - auf der Preisverleihung am heutigen Donnerstag (22.09.2011) in Marburg jubeln konnte, blieb es spannend. Staatsrätin Eva Quante-Brandt nahm den Preis in Vertretung von Bürgermeister Jens Böhrnsen entgegen und bedankte sich bei allen Bremer Akteuren, die der Bewerbung mit viel Engagement und Einsatz zum Erfolg verholfen haben.

Die Jury prämierte einerseits das nachhaltige und langjährige Engagement der Stadt Bremen für den Fairen Handel. Zudem konnte Bremen in seiner Bewerbung viele kreative, pfiffige und nachhaltige Projekte vorweisen, die die Jury überzeugt haben. Unter den eingereichten 86 Bremer Projekten waren zahlreiche Highlights, wie z.B. der in Bremen gedrehte Filmspot „Zeitbombe“, die an vielen prominenten Orten der Stadt vom Bremer Künstler Michael Weisser ausgestellte Galerie der 25 Bremer Botschafterinnen und Botschafter des Fairen Handels, die fairen Kaffeetafeln auf dem Bremer Marktplatz und in Vegesack, die Umstellung der Angebotspalette auf fair gehandelte Säfte und Kaffee im Bremer Rathaus sowie die aktuellen Änderungen im Bremischen Beschaffungswesen, die hohe Anforderungen an soziale Kriterien beim öffentlichen Einkauf von Waren und Dienstleistungen stellen.

Das Bremer Engagement für Demokratie und Menschenrechte – ausgedrückt durch die Verleihung des Bremer Solidaritätspreises – ist ebenfalls in die Bewerbung eingegangen.

Das Preisgeld beträgt insgesamt 100.000 Euro und wird - gestaffelt nach der Platzierung - auf die „fünf Fairsten“ Kommunen aufgeteilt. Bremen bekommt davon 30.000 Euro.

Der Wettbewerb Hauptstadt des Fairen Handels wird alle zwei Jahre von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ausgelobt und richtet sich an Städte und Gemeinden, die sich für den Fairen Handel engagieren. Beim diesjährigen Wettbewerb haben sich 62 Kommunen mit insgesamt 851 Projekten um den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels 2011“ beworben.

Als „Hauptstadt des Fairen Handels 2011“ kann Bremen zukünftig das speziell für diesen Titel entwickelte Gütesiegel für Marketingaktivitäten und weitere kommunale Aktivitäten zur Förderung des Fairen Handels einsetzen. Bürgermeister Jens Böhrnsen: „Das Engagement der Stadt für den fairen Umgang mit den Produzenten des Südens und den regionalen Anbietern von Produkten soll auch nach der Bewerbung fortgesetzt werden“.

Foto: Senatspressestelle