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Senatskanzlei

Zehn Jahre Friedenstunnel in Bremen

06.09.2011

In Kürze jähren sich die Anschläge vom 11. September 2001 zum zehnten Mal. Die schrecklichen Ereignisse in New York waren damals Anlass für die Künstlerin Regina Heygster eine in Deutschland einmalige Initiative zu starten: Die Umgestaltung des in Bremen zentral gelegenen Remberti-Tunnels in ein Friedenszeichen. Aber der von ihr gegründete Verein „Bremen setzt ein Zeichen der Verbindung zwischen den Religionsgemeinschaften e. V.“ hat sich nicht nur die Durchführung dieses Projekts zum Ziel gesetzt, sondern hat mit einer Reihe verschiedener Veranstaltungen innerhalb und außerhalb des Tunnels den interreligiösen Dialog gefördert.

Bürgermeister Jens Böhrnsen, Initiatorin Regina Heygster sowie Vertreter der Religionsgemeinschaften informieren über das Projekt
Bürgermeister Jens Böhrnsen, Initiatorin Regina Heygster sowie Vertreter der Religionsgemeinschaften informieren über das Projekt "Friedenstunnel"

„Ich habe das Projekt über die Jahre begleitet und möchte meine Freude und Dankbarkeit darüber zum Ausdruck bringen“, so richtete sich Bürgermeister Jens Böhrnsen gestern (06.09.11) im Rahmen einer Pressekonferenz an die Künstlerin. Besonders freue sich der Bürgermeister über zwei Angebote des Vereins. Zum einen über die „Kamingespräche“, die erstmals im Februar dieses Jahres stattfanden und am 2. November 2011 ihre Fortsetzung finden. Zum anderen über das Schulprojekt „Frieden fängt klein an“, das Kinder und Jugendliche auffordert, ihren Vorstellungen von einem friedlichen Miteinander Ausdruck zu verleihen. An diesem Projekt haben in vier Jahren über 3.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen.
„Die vergangenen zehn Jahre Friedensarbeit waren Jahre, die der Stadt und der Gesellschaft geholfen haben“, sprach Böhrnsen seine Anerkennung für Heygsters Arbeit aus.

Sein Dank galt außerdem den sieben Religionsgemeinschaften, die Heygster bei ihrer Arbeit tatkräftig unterstützen, sowie den Förderern, die mit ihren Spenden die Fertigstellung der ersten Tunnelfront bereits ermöglichten.
Wann die Gestaltung des Tunnels abgeschlossen sein soll, ist laut Heygster noch nicht sicher, da man auf Spenden angewiesen ist. Aber, so betonte die Künstlerin, der Weg sei das Ziel. Hinter der Initiative stünden bereits 500 Menschen, mit deren Kraft es gelungen sei, viel auf die Beine zu stellen.

Die nächste Veranstaltung des Vereins ist ein Benefizkonzert mit Lesung in Gedenken an die Opfer vom 11. September 2001. Es findet am Sonntag, 11. 09.11, um 18 Uhr in der Remberti-Kirche, Friedhofstraße 8, statt.