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Der Senator für Inneres

Polizei und Feuerwehr sind auf das Spiel Werder gegen HSV gut vorbereitet

07.09.2011

Gut vorbereitet sind Polizei und Feuerwehr auf das bevorstehende Spiel Werder gegen HSV am kommenden Samstag. "Wir haben aus den Vorkommnissen bei dem Spiel vor einem Jahr und aus der im Sommer durchgeführten Katastrophenschutzübung wichtige Lehren gezogen und berücksichtigen diese bei unseren Vorbereitungen", so Innensenator Ulrich Mäurer.

So wird wiederum das schon vor einem Jahr erprobte Einsatzkonzept der Polizei eingesetzt, mit dem die Abläufe rund um das Nordderby reibungslos organisiert werden sollen. "Wir haben uns mit einem Schreiben an die Hamburger Fans gewandt und darin den Ablauf vor und nach dem Spiel genau beschrieben", erklärte Rainer Zottmann, Leiter der zentralen Einsatzsteuerung bei der Polizei Bremen. Die Hamburger Fans werden von den Fanbeauftragten des HSV in Bremen empfangen und mit Bussen zu den Osterdeichwiesen bzw. bei schlechtem Wetter zum Stadion gebracht. Für den Hauptbahnhof und den Weg zum Stadion wurde ein Glasflaschenverbot erlassen. Das Weser-Stadion ist ab 15.00 Uhr geöffnet, auf großen Leinwänden kann die Berichterstattung über die Nachmittagsspiele verfolgt werden. Nach dem Spiel wird auf eine Block- oder Bereichssperre verzichtet, so dass ein Verlassen des Stadions für alle HSV-Fans jederzeit möglich ist. Die dennoch zum Schutz der Fußballfans erforderliche Fantrennung wird außerhalb des Stadions durch starke Polizeikräfte gewährleistet. Diensthunde werden nur dann eingesetzt, wenn es die Sicherheitslage unbedingt erfordert. Für den Rücktransport der HSV-Fans zum Hauptbahnhof stehen wiederum Busse bereit.

Zu den wesentlichen Veränderungen, die aus der Katastrophenschutzübung resultieren, gehört, dass an beiden Seiten des Weserstadions zusätzliche Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge platziert werden. "Die Übung im Sommer hat gezeigt, dass im Ernstfall die Zufahrtswege für Einsatzfahrzeuge unzureichend sind. Wir brauchen eine grundlegende Überarbeitung des Wegstreckennetzes rund um das Weser-Stadion und voraussichtlich eine zusätzliche Zufahrt im westlichen Bereich des Stadions. Bei der Übung wurde außerdem deutlich, dass es im schlimmsten Fall zu lange dauert, Ver-letzte zu einem außerhalb des Stadions gelegenen Behandlungsplatz zu bringen. Auch hier müssen wir gemeinsam mit dem Weser-Stadion an einer geeigneten Lösung arbeiten und für eine ständige Bereitstellung von Material für die Erstversorgung sowie für eine ortsnahe Behandlung von Verletzten entsprechende Räumlichkeiten und Flächen schaffen", erläuterte Mäurer die Hintergründe.

Um in der Übergangszeit für mehr Sicherheit zu sorgen, werden am kommenden Samstag – wie auch bei anderen Risikospielen - an der westlichen Seite des Stadions zusätzliche Rettungsfahrzeuge postiert werden. Auf einem Parkplatz im östlichen Teil der Stadionumgebung werden außerdem ein Container mit Verbandsmaterialien und ein Löschfahrzeug der Feuerwehr platziert sein. "Wir stellen damit sicher, dass Polizei, Feuerwehr und Rettung auch im schlimmsten Fall schnell und effektiv handeln können", sagte Ulrich Mäurer. Er betonte aber auch, dass er keine zugespitzte Sicherheitslage am Wochenende erwarte. "Bisher läuft die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen, der Weserstadion GmbH, den Fanorganisationen und den Sicherheits- und Ordnungsbehörden hervorragend. Das ist eine gute Grundlage für ein Spiel, das zwar von Emotionen geprägt sein wird, bei dem aber die Sportlichkeit und der faire Wettkampf im Vordergrund stehen sollten", so der Innensenator abschließend.

Brief (pdf, 86.1 KB) des Leiters Direktion Zentrale Einsatzsteuereung der Polizei Bremen an die Fans.