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Die Senatorin für Kinder und Bildung

Start ins Kita- und Schuljahr 2021/22. Corona-Maßnahmenpaket und Rahmendaten

02.09.2021

"Den Kindern, den Schülerinnen und Schülern, wünsche ich in diesem Jahr möglichst viel Normalität" so die Senatorin für Kinder und Bildung, "dennoch wird Corona auch weiterhin eine große Rolle spielen. Aber Kinder brauchen eine stärkere Lobby, wir müssen die Interessen der Kinder und Jugendlichen zum Ausgangspunkt unserer Überlegungen machen. Es geht darum, die Kinder in den Mittelpunkt zu rücken, nicht die allgemeine Lage oder die schwierigen Umstände." Auf der heutigen Pressekonferenz zum Kita- und Schuljahresstart hat die Senatorin das Sicherheitspaket für die Kitas und Schulen vorgestellt.

Besonders die Impfung von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern sowie den jungen Menschen über 12 Jahren sind dabei das wirksamste Mittel gegen die Pandemie. "Ich gehe davon aus, dass sich eine große Mehrheit der Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher hat impften lassen – nicht nur aus Selbstschutz, sondern auch, weil sie aufgrund ihres Berufs eine ganz besondere Verantwortung gegenüber den Kindern tragen. Kinder unter 12 Jahren können sich nicht impfen lassen, für die gibt es keinen zugelassenen Impfstoff. Deshalb erwarte ich von den Erwachsenen, dass sie Verantwortung für den Schutz unserer Kinder übernehmen", so die Kinder- und Bildungssenatorin. "Alle, die noch nicht geimpft sind, sollten das Angebot schnellstmöglich annehmen. Auch arbeiten wir daran, dass alle Kinder ab 12 niedrigschwellige Impfangebote erhalten, damit sie sich impfen lassen – weil es einfach das Beste für sie ist. Dafür habe ich auch die Schulen zur Verfügung gestellt. Wir brauchen auch dezentrale Impfangebote für die Kinder und Jugendlichen."

Auch in den Schulen wird vieles getan, um ein möglichst unbeschwertes Lernen und so viel Normalität wie möglich, zu gewährleisten. Dafür werden in allen Unterrichtsräumen mobile Luftreinigungsgeräte aufgebaut. "Mit einer Versorgung von über 80 Prozent aller Unterrichtsräume sind wir bundesweit spitze. Mein Ziel ist aber nach wie vor klar: Die 100-Prozent-Versorgung. Ich gehe davon aus, dass wir das in den nächsten Wochen erreichen werden."

Konsequentes Testen hilft dabei, infizierte Kinder schnell zu entdecken und so andere Kinder zu schützen. Daher dürfen weiterhin nur Getestete, sofern sie nicht geimpft sind, das Schulgelände betreten. An den ersten beiden Tagen werden alle Kinder mit einem Antigenschnelltest getestet. In Kitas und Grundschulen werden die ersten drei Wochen PCR-Lolli-Tests angewendet. Vor allem bei jüngeren Kindern, bei denen die Falsch-positiv-Rate bei Antigenschnelltests höher ist, ist ein solch zuverlässiges Instrument in der Anfangszeit sinnvoll. Alle Schulen werden weiterhin mindestens zweimal die Woche Antigenschnelltests durchführen.

Nach wie vor gilt Maskenpflicht in allen Schulgebäuden der weiterführenden Schulen, außer im Unterrichtsraum und in den Mensen. Jedoch können alle Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte eine Maske tragen, so sie das möchten. "Jede und jeder kann eine Maske tragen, und ich bin mir sicher, die Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte können das verantwortlich handhaben." Es gebe aber bereits Schulen, in denen beschlossen wurde, dass alle Maske tragen werden. "Da wurde gemeinsam vereinbart, dass alle Schülerinnen und Schüler auch im Unterricht eine Maske tragen. Und genau dieses verantwortungsbewusste Vorgehen finde ich richtig. Genauso richtig finde ich es aber auch, wenn ein Kind sagt, dass es keine Maske tragen möchte, weil es dann nicht lernen kann", so Senatorin Sascha Aulepp.

Die Quarantäneverordnung bleibt bei Schulstart weiterhin bestehen. Das heißt, dass bei einem positiven PCR-Test die gesamte Kohorte für 10 Tage in Quarantäne muss. "Dass völlig gesunde Kinder zwei Wochen in Quarantäne sind und zum Teil Symptome von sozialer Deprivation zeigen, ist nicht im Sinne der Kinder. Es darf auch nicht sein, dass die Kinder zur Vermeidung einer Krankheit anderweitig krank werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Zahl der Kinder, die in Quarantäne müssen, zu verringern", so die Senatorin.

Der September wird voll und ganz unter dem Vorzeichen "Ankommen, Anschauen, Analysieren" stehen. "Die Teams an den Schulen nehmen sich die ersten Wochen Zeit, um herauszufinden, wo ihre Schülerinnen und Schüler stehen und was sie für unterstützende Maßnahmen brauchen. Dies soll sich in erster Linie auf den Lernstand in den Kernfächern, aber auch auf das soziale Miteinander und auf die körperlich-motorische Entwicklung beziehen. Die Lehrerinnen und Lehrer und die Teams an den Schulen kennen die Kinder am besten und wissen auch, was das Beste für sie ist", so Sascha Aulepp. Anschließend strickt die Behörde passgenaue Maßnahmen für die Kinder, auf die die Schulen in den nächsten Jahren sowohl in den Ferien als auch im Unterricht zugreifen können. Für das Programm stellen wir bis 2023 insgesamt über 10 Millionen Euro bereit.

Weitere Daten zum Schuljahr 2020/21

Zahlen zur Schülerinnen- und Schülerschaft

  • Rund 54.882 Schülerinnen und Schüler beginnen heute das neue Schuljahr. Davon besuchen 49.400 eine allgemeinbildende öffentliche Schule.
  • Die Zahl der Schülerinnen und Schüler wächst um über 170.
  • Rund 5.200 Kinder werden am Samstag, den 4.9. eingeschult.

Zahlen zu Lehrkräften

  • 191 Lehrkräfte (167 Vollzeiteinheiten) wurden im allgemeinbildenden Bereich neu eingestellt,
  • davon 37 Sonderpädagoginnen und -pädagogen.
  • 146 Lehrkräfte sind in Pension gegangen, beziehungsweise haben die Schulen aus anderen Gründen verlassen.
  • Sieben Lehrkräfte, die die Altersgrenze erreicht hatten, haben sich für eine Verlängerung entschieden.
  • 71 Stellen in den allgemeinbildenden Bremer Schulen (betroffen sind vor allem Oberschulen) sind leider noch unbesetzt.
  • An den berufsbildenden Schulen wurden 32 Fachkräfte (29 Vollzeiteinheiten) eingestellt. 29 Lehrkräfte (22 Vollzeiteinheiten) sind in Pension gegangen oder haben die Schule aus anderen Gründen verlassen. Zwei Lehrkräfte, die die Altersgrenze erreicht haben, haben sich für eine Verlängerung entschieden.

Insgesamt unterrichten zum Schuljahresanfang 5.543 Lehrerinnen und Lehrer an den öffentlichen Schulen der Stadt Bremen, davon 1.098 an berufsbildenden Schulen. Dort sind auch 129 Lehrmeisterinnen und -meister im Einsatz.

Referendariat, Stadtteilschule und Seiteneinstieg

Im Land Bremen beginnen 200 (163 in Bremen, 37 in Bremerhaven) Referendarinnen und Referendare im neuen Schuljahr ihre Ausbildung und tragen ebenfalls zur Sicherung der Unterrichtsversorgung bei. In der Stadtteilschule Bremen sind zurzeit 434 Studierende mit für die Unterrichtsvertretung in den öffentlichen Schulen der Stadtgemeinde Bremen beschäftigt. Hinzu kommen 23 Bachelor- und Masterabsolventen, die noch kein Referendariat begonnen haben. In den Maßnahmen des Seiteneinstiegs B werden 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer qualifiziert. Im Seiteneinstieg U werden derzeit 24 Teilnehmende ausgebildet. 19 Personen mit ausländischer Lehramtsqualifikation nehmen an Anpassungsmaßnahmen teil. Es sind entsprechend 75 Personen in Qualifizierungsmaßnahmen.

Inklusion

Zur Stärkung der Inklusion wurden 37 Sonderpädagoginnen und -pädagogen eingestellt. Es fehlen jedoch weiterhin Fachkräfte. Die Zahl der Kinder mit Förderbedarf steigt weiterhin.

Schulsozialarbeit

136 Schulsozialarbeiterinnen und –arbeiter sind an den Schulen der Stadt Bremen beschäftigt, ihre Arbeit ist in den multiprofessionellen Teams an Schulen von großer Relevanz, was vor allem im letzten Jahr deutlich wurde. Ziel ist es, zunächst Schulen mit dem jeweiligen Sozialindex 3, 4 und 5 mit jeweils mindestens einer Stelle Schulsozialarbeit auszustatten.

Ansprechpartner für die Medien:
Aygün Kilincsoy, Pressesprecher bei der Senatorin für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-10411, E-Mail: ayguen.kilincsoy@bildung.bremen.de