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Der Senator für Inneres

Gesundheit in Bremen: Neue Indikatoren im Bremer Ortsteilatlas zeigen die gesundheitliche Lage in der Stadt

30.07.2020

Pressemitteilung Statistisches Landesamt Bremen

In welchem Stadtteil Bremens ist die Lebenserwartung am höchsten? Ist die Impfquote bei Kindern unterschiedlich hoch in der Stadt? In welchen Gebieten leben die meisten Kinder mit Über- oder Untergewicht?

Diese und viele andere Fragen beantwortet der Bremer Ortsteilatlas des Statistischen Landesamtes mit dem neuen Themenbereich "Gesundheit". Der Themenbereich umfasst Indikatoren zur Lebenserwartung von Frauen und Männern, zum Über- und Untergewicht und zum Impfstatus von Kindern. Mit den neu aufgenommenen Indikatoren zur Gesundheit wird die gesundheitliche Lage in den Orts- und Stadtteilen sowie den Stadtbezirken anschaulich in Karten dargestellt.

Abbildung: Screenshot des Bremer Ortsteilatlasses // Die Karte zeigt die Lebenserwartung der Frauen in den Bremer Stadtteilen. Ausgewählt ist der Stadtteil Mitte, für den rechts die Entwicklung in der Zeitreihe angezeigt wird. Links ist die Aus-wahl der Themen und Indikatoren zu sehen.
Abbildung: Screenshot des Bremer Ortsteilatlasses // Die Karte zeigt die Lebenserwartung der Frauen in den Bremer Stadtteilen. Ausgewählt ist der Stadtteil Mitte, für den rechts die Entwicklung in der Zeitreihe angezeigt wird. Links ist die Aus-wahl der Themen und Indikatoren zu sehen.

Die Karten im Ortsteilatlas zeigen deutliche innerstädtische Gesundheitsunterschiede. Die mittlere Lebenserwartung ist in den Stadtteilen Schwachhausen, Horn-Lehe und Oberneuland am höchsten, in Gröpelingen und Walle ist sie am niedrigsten. Die Differenz beträgt mehrere Jahre. Deutliche innerstädtische Unterschiede gibt es auch beim Übergewicht von Kindern, das zum Zeitpunkt der Schuleingangsuntersuchung ermittelt wurde. Der Stadtteil Gröpelingen hat mit 18 Prozent den höchsten Anteil übergewichtiger Kinder, Schwachhausen hat mit 5 Prozent den geringsten Anteil. Der Ortsteilatlas zeigt außerdem, dass es auch innerhalb der Stadtteile Diskrepanzen gibt. Beispielsweise konnten im Stadtteil Osterholz 94 Prozent der Kinder, die bei der Schuleingangsuntersuchung einen Impfpass vorgelegt haben, eine zweimalige Masernimpfung nachweisen. In den zugehörigen Ortsteilen Ellener Feld und Osterholz sind es 89 bzw. 98 Prozent. Nur die zweifache Masernimpfung bewirkt einen höchstmöglichen Schutz.

Die neu aufgenommenen Gesundheitsdaten im Bremer Ortsteilatlas kommen vom Statistischen Landesamt und vom Gesundheitsamt Bremen. Die Karten ermöglichen in anschaulicher Weise innerstädtische Vergleiche, die sich mit Darstellungen zu zeitlichen Entwicklungen ergänzen lassen. Eine Infobox erklärt den Indikator und gibt an, woher die Daten stammen.

www.statistik.bremen.de/ortsteilatlas

Bedienungshinweise:
Mit der Schaltfläche „Thema und Kennzahl wählen“ können unter dem Thema „Gesundheit“ die beschriebenen Gesundheitsindikatoren ausgewählt werden.

In der Voreinstellung sind die Ortsteile zu sehen. Unter „Kartenansicht wechseln“ können die Stadtteile oder Stadtbezirke ausgewählt werden. Dies ist beim Indikator Lebenserwartung zu empfehlen, da für viele Ortsteile auf Grund der geringen Bevölkerungsgröße die Lebenserwar-tung nicht ausgewiesen wird.

Umfassendes Datenmaterial zur Bevölkerung im Land Bremen, den Städten Bremen und Bremerhaven sowie in den Orts- und Stadtteilen der Stadt Bremen können im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Bremen unter www.statistik.bremen.de / Datenangebote recherchiert werden.

Weitere Auskünfte erteilen:
Dr. Eva Kibele
Telefon: (0421) 361 2811
E-Mail: gesundheit@statistik.bremen.de
Dr. Günter Tempel
Telefon: (0421) 361 15921
E-Mail: Guenter.Tempel@Gesundheitsamt.Bremen.de

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