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Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport

Wettbewerb „Dem Hass keine Chance“ 2020

Preis des Migrations- und Integrationsbeauftragten

08.07.2020

Der Preis des Integrationsbeauftragten beim Jugendpreis "Dem Hass keine Chance" geht in diesem Jahr an die Medienwerkstatt Huchting e.V. 24 junge Menschen unterschiedlicher Religionen und Herkunftskulturen, darunter auch unbegleitete minderjährige Ausländerinnen und Ausländer, haben einen Kalender für das Jahr 2020 gestaltet.

Unter dem diesjährigen Motto "#allezufrieden?" wurden Beiträge von mehr als 400 Kindern und Jugendlichen aus allen Altersstufen und Einrichtungen, von der Grund- bis zur Berufsschule sowie aus außerschulischen Einrichtungen, eingereicht. In vielfältiger Form haben sie Arbeiten zum Thema „75 Jahre Frieden in Europa“ gestaltet. Eingereicht wurden unter anderem Theaterstücke, Lieder, Collagen und Filme. Der Senat und die Sponsoren haben insgesamt 16 Beiträge prämiert. Weil in diesem Jahr mit Rücksicht auf den Gesundheitsschutz auf die sonst übliche zentrale Veranstaltung zur Preisverleihung in der Oberen Rathaushalle verzichtet worden ist, übergeben die Institutionen und Sponsoren ihre Preise dezentral.

Der Preis in Höhe von 250 Euro, den der Integrationsbeauftragte gestiftet hat, ist dabei an ein Projekt der Medienwerkstatt Huchting e.V. vergeben worden, das die Werte junger Menschen mit Blick auf eine friedliche Welt dokumentiert. Herausgekommen ist ein Foto-Kalender mit Motiven, die symbolisch für Achtung, Respekt und Gleichbehandlung gegenüber allen Mitmenschen stehen. Auf den Bildern nutzen sie den menschlichen Körper und seine Ausdrucksmöglichkeiten, um ihre Werte darzustellen – zum Beispiel das Friedenszeichen oder einen Kreis als Symbol für Zusammenhalt. "Die Auseinandersetzung mit Vielfalt ist eine der zentralen Herausforderungen für das Heranwachsen junger Menschen", sagte der Integrationsbeauftragte Rainer Schmidt. "Wenn es uns gelingt, Vorurteile gar nicht erst entstehen zu lassen und Unterschiede zwischen Menschen als Bereicherung begreifbar zu machen, dann haben wir viel gewonnen für ein friedliches, respektvolles Zusammenleben in unserer bunten Stadt."

Andere Preisträger beim Jugendpreis "Dem Hass keine Chance" sind bereits gewürdigt worden. So hatte den Preis des Senats in Höhe von 2.500 Euro "Kultur vor Ort e.V." für ein Projekt erhalten, in dem 24 Schülerinnen und Schüler der Oberschule Ohlenhof Reliefs aus Pappe gestaltet haben. Das AWO Mädchentreff "Lilas Pause" in Vegesack hatte einen Jugend-Aktionstag zum Thema Frieden mit Workshops, Kreativangebot und Poetry Slam organsiert und dafür den Werder Bremen Preis in Höhe von 2.000 Euro erhalten. Die Albert-Einstein-Oberschule, Klasse 5a – "Friedensprojekt" hatte ein Lied auf eine CD gebrannt und hatte den Preis der Landeszentrale für politische Bildung in Höhe von 250 Euro erhalten.

Der Wettbewerb "Dem Hass keine Chance"
Der Wettbewerb "Dem Hass keine Chance" wird seit 1989 alljährlich veranstaltet. Der inhaltlich sehr freie Rahmen reicht von der Auseinandersetzung mit historischen Themen wie dem Nationalsozialismus über aktuelle oder anhaltende Probleme wie Gewalt oder Fremdenfeindlichkeit bis hin zu Vorstellungen über Zukunftswünsche der Menschen. Ziel des Wettbewerbes ist es, junge Leute zu ermuntern, kreative Ideen gegen Hass und Gewalt zu entwickeln und Zivilcourage zu zeigen.

Die Sponsoren 2020
Sparkasse Bremen, Lebenshilfe Bremen, Erinnern für die Zukunft e.V., Katholisches Jugendbüro Bremen, Bremische Evangelische Kirche, Mercedes Benz Werk Bremen, Der Senat der Freien Hansestadt Bremen, Die Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport (Migrations- und Integrationsbeauftragter des Landes Bremen), Bremische Bürgerschaft, Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Werder Bremen, Arbeitnehmerkammer Bremen, Stadtbibliothek Bremen, Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft, Förderverein Medienpädagogik.

Ansprechpartner für die Medien:
Dr. Bernd Schneider, Pressesprecher bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport, Tel.: (0421) 361-4152, E-Mail: bernd.schneider@soziales.bremen.de