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Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa

Senat beschließt Förderung von Liefergemeinschaften in den Stadtteilen

07.04.2020

Das Corona-Virus ist eine ernsthafte Herausforderung für den Einzelhandel. Um die vorhandene Einzelhandelsstruktur im Land Bremen mit ihrem breiten und attraktiven Angebot zu stützen, gilt es gerade jetzt, die Händlerin und den Händler vor Ort zu fördern.
Einige Unternehmen sind schon aktiv geworden. In Bremen und Bremerhaven entstehen aktuell viele kreative Ideen, um trotz der Schließung der Einzelhandelsgeschäfte, die Kundinnen und Kunden unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften mit Waren zu beliefern. Diese lokal orientierten Angebote sind einerseits für die Versorgung der Bevölkerung wichtig. Andererseits generieren die Unternehmen mit diesen Lieferangeboten einen, wenn auch häufig deutlich geringeren Umsatz als üblich, der in der wirtschaftlich schwierigen Situation gleichwohl hilfreich ist.

„Es gibt eine große Solidarität der Bevölkerung mit ihrem Einzelhandelsunternehmen vor Ort. Es fehlen aber noch Lieferservices, um die Waren auch zu den Kundinnen und Kunden zu bringen“, fasst Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, die aktuelle Situation zusammen. „Im besonders durch die Corona-Krise betroffenen Einzelhandel sind daher kurzfristig weitere Maßnahmen erforderlich, um insbesondere den vielen kleineren Geschäften, die bislang nicht über etablierte Onlineangebote mit angeschlossenen Lieferservices verfügen, in dieser schwierigen Zeit aktiv zu unterstützen.“

Ein Zusammenschluss mehrerer Akteure bei der Lieferung von Waren erleichtert es, ein effizienteres und kostensparenderes Angebot für die Kunden anbieten zu können. Der Senat hat daher heute beschlossen, lokale Liefergemeinschaften zu fördern.

Mit dieser Förderung wird insbesondere dem kleinteiligen inhabergeführten Einzelhandel in den Zentren und den Stadt- und Ortsteilen eine zusätzliche Unterstützung gegeben, um die aktuell hohen Einnahmeausfälle zumindest ein wenig zu kompensieren. Gleichzeitig werden hiermit die Digitalisierungskompetenzen des lokalen Einzelhandels gestärkt.

Es ist vorgesehen, dass die bestehenden und neu entstehenden Liefergemeinschaften und Netzwerke ihre Angebote etablieren und langfristig auf eigenen Online Präsenzen, der Plattform der Handelskammer Bremen (www.jetzt-kaufen-in-bremen.de / www.jetzt-kaufen-in-bremerhaven.de) oder auch auf einem dafür eingerichteten Bereich auf Bremen.de (www.bremen.de/auslieferungsservicebremen) präsentieren können.

Bei der Förderung von Lieferservices handelt es sich um eine einmalige Projektförderung von maximal 10.000 € je Antragsteller. Bei einer Gesamtfördersumme von 250.000 € für das Land Bremen können damit mindestens 25 Liefergemeinschaften in Bremen und Bremerhaven gefördert werden.

Anträge können formlos nach Ostern von Werbegemeinschaften, Vereinen, Initiativen und Zusammenschlüssen von Händlern bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa gestellt werden: christel.luebben@wah.bremen.de.

Ansprechpartner für die Medien:
Kai Stührenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, Tel.: (0421) 361-59090, E-Mail: kai.stuehrenberg@wah.bremen.de www.wirtschaft.bremen.de www.bremen-innovativ.de