Sie sind hier:
  • Bärige Geschichte zur Eröffnung der Bücherburg

Die Senatorin für Kinder und Bildung

Bärige Geschichte zur Eröffnung der Bücherburg

Senatorin Bogedan zu Gast beim neuen Angebot des QBZ Robinsbalje

24.02.2020

Zur Eröffnungsfeier des Leseclubs Bücherburg im Quartierszentrum Robinsbalje in Huchting freute sich Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung, gemeinsam mit Grundschulleiterin Gebke Bode-Kirchhoff, Ortsamtsleiter Christian Schlesselmann, Jörg Angerstein von der Hans-Wendt-Stiftung, Lehrkräften, Eltern und Ehrenamtlichen über lesehungrige Kinder, die offensichtlich nicht nur Buchstaben konsumieren, sondern Geschichten grandios vorlesen können. Mit viel Herzblut präsentierten die Kinder mit ihrem Kamishibai (Erzähltheater) eine lustige Bärengeschichte. Timing, Betonung, Witz – einfach klasse! Der Leseclub wurde im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesbildungsministeriums ins Leben gerufen, und zwar in einer Partnerschaft zwischen Grundschule Robinsbalje, QBZ (Hans Wendt-Stiftung) und der Stiftung Lesen.

Die Freude über die Bücherburg ist groß., jpeg, 134.7 KB
Die Freude über die Bücherburg ist groß.

„Alles das, was hier stattfindet, ist der Grund dafür, warum ich Politik mache. Wir müssen die Kräfte im Interesse der Kinder bündeln und somit zu Verbesserungen kommen“, erklärte Senatorin Bogedan, die danach noch aus dem Nähkästchen plauderte. „Wenn ich die Bücherburg so sehe, dann wäre ich selbst gerne wieder Kind. Für mich waren und sind Bücher sehr wichtig. Sie ermöglichen es zu träumen, auch wenn es im Alltag nicht so toll ist. Und wenn man dann so eine Bücherburg mit gemütlichen Kissen hat, dann kann es einem Dank der vielen Geschichten wieder gut gehen. Macht die Bücherburg zu eurer zweiten Heimat und genießt die Zeit. Vielen Dank an alle Mitstreiter, die diesen wunderbaren Ort möglich gemacht haben“, so Bogedan. Die Senatorin begutachtete nach den Reden und dem Erzähltheater ausgiebig die von den Kindern kreierten Plakate zur Eröffnung. Auch Amira, die zuvor eine tragende Vorleserolle hatte, präsentierte ihr glitzerndes Werk. „Ich bin froh, hier zu sein. Es macht immer viel Spaß und wir lernen viele Bücher kennen“, so die Viertklässlerin begeistert.

Gebanntes Zuhören beim Erzähltheater., jpeg, 23.9 KB
Gebanntes Zuhören beim Erzähltheater.

Und auch Schulleiterin Bode-Kirchhoff freute sich sehr: „Wir verstehen uns als Teil des QBZ und arbeiten alle – Kita, Grundschule, Haus der Familie und QBZ – sehr gut zusammen. Unsere Aufgabe ist es, die Bildungsbedingungen von Kindern und Familien zu verbessern. Dazu gehört beispielsweise die durchgehende Sprachbildung. Wir durften mit der Kita an einem Modellprojekt teilnehmen, unsere Koordinatorin sorgt für eine Verstetigung. Dann das unser Projekt der Sprachbildung für Kinder, die eingeschult werden, aber vorher keinen Kitaplatz hatten. Genau wie an dem Modellprojekt ist auch hier die senatorische Behörde beteiligt. Hier passiert sehr viel, auch eine Menge an Vernetzung, die uns alle im Stadtteil stärkt. Die Sprachförderung ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit, der Bedarf ist riesig. Bücher sind für die Kinder Familien etwas Wichtiges und Wertvolles“, so Bode-Kirchhoff.

Wow- was für tolle Plakate zur Eröffnung der Bücherburg., jpeg, 71.9 KB
Wow- was für tolle Plakate zur Eröffnung der Bücherburg.

Hintergrund: Der Leseclub Bücherburg ist ein außerschulisches Lese- und Freizeitangebot für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren Gelesen wird in zwei festen Gruppen, immer dienstags und donnerstags von 15 bis 16.30 Uhr, mit jeweils zehn Kindern, die von zwei Ehrenamtlichen betreut werden.
Viele der Kinder kommen aus einem bildungsbenachteiligten Elternhaus und haben oft einen erschwerten Zugang zu Bildung. Es wird ein großer Wert darauf gelegt, freizeitorientierte Leseangebote zu machen, die die eigene Fantasie anregen. Die Kinder sollen die Erfahrung machen, dass Lesen nicht nur in der Schule erfolgt und bewertet wird, sondern auch in der Freizeit Spaß machen kann. Keines der Bücherburg-Kinder hat Deutsch als Muttersprache gelernt, die vorhandenen Sprachkenntnisse sind sehr unterschiedlich ausgeprägt.
Es gibt eine feste Ablaufstruktur im Leseclub (Beginner-Runde, Angebotsvorstellung, Angebotswahl der Kinder, gemeinsames Aufräumen, Abschlussrunde und Themensammlung fürs nächste Mal). Kinder können immer frei wählen, ob sie am Angebot der Ehrenamtlichen teilnehmen, oder alleine für sich lesen möchten. Zudem wurden mit den Kindern gemeinsam Verhaltensregeln für den Leseclub erarbeitet.

Ansprechpartnerin für die Medien:
Annette Kemp, Pressesprecherin bei der Senatorin für Kinder und Bildung, Tel.: (0421) 361-2853, E-Mail: annette.kemp@bildung.bremen.de

Achtung Redaktionen:
Die Pressestelle des Senats bietet Ihnen das Foto zu dieser Mitteilung zur honorarfreien Veröffentlichung an. Foto: Senatorin für Kinder und Bildung
Foto-Download 1 (jpeg, 710.1 KB)
Foto-Download 2 (jpeg, 525.7 KB)
Foto-Download 3 (jpeg, 995.3 KB)