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Der 66. Bremer Literaturpreis 2020 geht an Barbara Honigmann, der Förderpreis geht an Tonio Schachinger

Pressemitteilung der RUDOLF-ALEXANDER-SCHRÖDER-STIFTUNG - Stiftung des Senats der Freien Hansestadt Bremen

16.11.2019
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Barbara Honigmann © Peter-Andreas Hassiepen

Barbara Honigmann erhält den mit 25.000 € dotierten Bremer Literaturpreis 2020 für ihren im Hanser Verlag erschienenen Roman „Georg“.

Die Jurybegründung lautet:
„Das in poetischer Prosa gezeichnete Porträt eines Bonvivant, Kommunisten und deutschen Juden vergegenwärtigt die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts, indem es in die Abgründe dieser Figur blickt. Es verbindet die Genauigkeit des Nahblicks auf die charakteristischen Details der Person mit hellwacher Aufmerksamkeit auf die bedrängenden Zeitumstände und deren Biografie.“

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren und lebt seit 1984 in Straßburg. Von 1967 bis 1972 studierte sie an der Humboldt-Universität Theaterwissenschaft. Honigmann arbeitete als Dramaturgin und Regisseurin. Seit 1975 ist sie freie Schriftstellerin. 1986 erschien ihr Debüt „Roman von einem Kinde“. Barbara Honigmann gilt als Dichterin des Autobiografischen und bekennt sich dazu: „Schreiben heißt ja wiederfinden. Die verlorene Zeit zum Beispiel oder sich selbst".

Der Förderpreis zum Bremer Literaturpreis ist mit 6.000 € dotiert. Im Jahr 2020 wird er dem jungen österreichischen Autor Tonio Schachinger für seinen im Kremayr & Scheriau Verlag erschienenen Roman „Nicht wie ihr“ verliehen. Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB - Öffentliche Versicherung Bremen - finanziert und ist mit 6.000 € dotiert.

Die Jury begründet die Vergabe:
„Der Roman „Nicht wie ihr“ ist viel mehr als ein milieugetreues Fußballbuch: Mit seinem Helden Ivo Trifunović zeichnet der Autor das Bild eines Profikickers aus Wien, der mit Witz und kontrollierter Wut auf Zumutungen des Business, ethnische Vorurteile und eine vorgestanzte Sprache reagiert, ein Macho, haarsträubend und beinahe liebenswert.“

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Tonio Schachinger © Detailsinn

Tonio Schachinger wurde 1992 in New Delhi geboren. Er wuchs in Nicaragua und Wien auf. Schachinger studierte Germanistik und Sprachkunst in Wien. „Nicht wie ihr“ ist sein Romandebüt.

Die Jury zum Bremer Literaturpreis 2020 tagte unter dem Vorsitz von Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung) mit den Mitgliedern:
Richard Kämmerlings (Die Welt), Barbara Lison (Stiftung Bremer Literaturpreis), Dr. Wiebke Porombka (Deutschlandradio Kultur), Michael Sieber (Stiftung Bremer Literaturpreis) Dr. Daniela Strigl (Österreich), Dr. Stefan Zweifel (Schweiz).

Preisverleihung:
Die Preise werden am 20. Januar 2020 um 12.00 Uhr im Bremer Rathaus verliehen. Am Vorabend der Preisverleihung findet eine moderierte Lesung der beiden Preisträger um 18.00 Uhr in der Glocke statt.

Im Umfeld der Preisverleihung findet die 44. Literarische Woche Bremen statt. In diesem Jahr mit dem Thema „Liebe in unübersichtlichen Zeiten. Lebens- und Liebesstile im Sog der Veränderung“.

Der Bremer Literaturpreis ist einer der ältesten und bedeutendsten Literaturpreise der Bundesrepublik. Er wurde erstmals 1954 vergeben. Zusätzlich wird ab 1977 ein Förderpreis verliehen, der seit 2005 von der ÖVB - Öffentliche Versicherung Bremen - finanziert wird.

Besuchen Sie unsere Homepage: www.rudolf-alexander-schroeder-stiftung.de

Foto 1: Barbara Honigmann © Peter-Andreas Hassiepen
Foto 2: Tonio Schachinger © Detailsinn

Pressekontakt:
Katja Bischoff
Stadtbibliothek Bremen
Pressesprecherin
Öffentlichkeitsarbeit | Veranstaltungen
Am Wall 201 |28195 Bremen
Tel: 0421 361-4708|Fax: 0421 496-4708
Mail: katja.bischoff@stadtbibliothek.bremen.de
Web: www.stadtbibliothek.bremen.de