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Die Senatorin für Justiz und Verfassung

Wechsel am Hanseatischen OLG und Amtsgericht Bremen

Karen Buse, Präsidentin des Hanseatischen Oberlandesgerichts Bremen, feierlich in den Ruhestand verabschiedet – Ann-Marie Wolff offiziell als Nachfolgerin sowie Jörg Lockfeldt als neuer Präsident des Amtsgerichts Bremen eingeführt

12.09.2019

Mit einem Festakt Bremer Rathaus ist heute (12.09.2019) die langjährige Präsidentin des Hanseatischen Oberlandesgerichts Bremen, Karen Buse, feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Gleichzeitig wurde ihre Nachfolgerin, die das Amt zum 1. Juli 2019 übernommen hatte, die bisherige Präsidentin des Amtsgerichts Bremen, Ann-Marie Wolff, offiziell in ihr neues Amt eingeführt. Ihr Nachfolger, Jörg Lockfeldt, wurde ebenfalls heute in sein neues Amt eingeführt.

Die aus Diepholz stammende Karen Buse besuchte bis zu ihrem Abitur im Jahre 1972 das Kippenberg-Gymnasium in Bremen. Anschließend studierte sie Rechtswissenschaften an der hiesigen Universität. 1978 erwarb Karen Buse die Befähigung zum Richteramt. In der Folge war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Landessozialgericht Bremen. Von 1980 bis 2005 arbeitete Karen Buse als Richterin in Bremen, bis 1991 als Zivilrichterin am Amtsgericht Bremen. 1991 wurde sie zur Richterin am Oberlandesgericht ernannt, gleichzeitig aber zurück zum Amtsgericht Bremen abgeordnet, wo sie die Aufgaben der Vizepräsidentin zunächst vertretungsweise übernahm. Ende 1992 wurde Karen Buse zur Vizepräsidentin des Amtsgerichts Bremen ernannt. 2005 wechselte Karen Buse nach Berlin und übernahm dort das Amt der Präsidentin des Amtsgerichts Charlottenburg, einem der großen deutschen Amtsgerichte. Zum August 2008 erfolgte ihre Berufung zur Bremer Staatsrätin beim Senator für Inneres und Sport. Zum Dezember 2011 wurde Karen Buse zur Präsidentin des Oberlandesgerichts der Freien Hansestadt Bremen berufen. Zum 1. Juli 2019 trat sie in den Ruhestand.

"Man kann Sie mit Fug und Recht als Vorbild für kommende Generationen von Richterinnen und Richtern bezeichnen", sprach Justizsenatorin Dr. Schilling in ihrer Ansprache Karen Buse ihren Dank für die geleisteten Dienste aus. "Sie haben die Justiz und Verwaltung in Bremen entscheidend geprägt. Dabei waren Sie Ihren Kolleginnen und Kollegen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stets zugewandt und hatten immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen und Probleme. Sie sind ein Mensch, der berufliche Herausforderungen tatsächlich als Herausforderungen und nicht als Hindernis gesehen hat – und Sie waren dabei aufgrund Ihrer Fachkompetenz und Ihrem Blick für größere Zusammenhänge immer Teil der Lösung", so Dr. Schilling weiter.

Ann-Marie Wolff stammt aus Bremen, wo sie 1980 das Abitur ablegte. Anschließend studierte sie bis 1988 Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen. 1988 bis 1991 folgte dann das Referendariat im Bezirk des Hanseatischen Oberlandesgerichts Hamburg. Ab Mitte 1991 war Wolff Richterin im Bezirk des Hanseatischen Oberlandesgerichts Bremen. Dabei war sie in unterschiedlichen Funktionen beim Amtsgericht und Landgericht Bremen, vorwiegend als Zivilrichterin, tätig. Im Juni 2003 wurde sie zur Richterin am Hanseatischen Oberlandesgericht Bremen ernannt. Von Januar 2008 bis November 2011 war Ann-Marie Wolff Direktorin des Amtsgerichts Bremen-Blumenthal. Anschließend ließ sie sich an die senatorische Behörde abordnen und übernahm die Leitung der für die Bereiche Personal, Haushalt und Organisation zuständige Zentralabteilung. Zum 1. August 2016 schließlich wechselte Ann-Marie Wolff als Präsidentin zurück an das Amtsgericht Bremen. Seit dem 1. Juli 2019 ist Ann-Marie Wolff Präsidentin des Hanseatischen Oberlandesgerichts Bremen.

(v.l.n.r.:) Ann-Marie Wolff, Präsidentin des OLG Bremen, Karen Buse, Präsidentin des OLG Bremen a.D., Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Justiz und Verfassung,  und Jörg Lockfeldt, Präsident des Amtsgerichts Bremen, jpg, 73.7 KB
(v.l.n.r.:) Ann-Marie Wolff, Präsidentin des OLG Bremen, Karen Buse, Präsidentin des OLG Bremen a.D., Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Justiz und Verfassung, und Jörg Lockfeldt, Präsident des Amtsgerichts Bremen

"Sie blicken neben Ihrer exzellenten juristischen Qualifikation bereits auf langjährige Erfahrung in der Gerichts- und der Justizverwaltung zurück", hob Senatorin Dr. Schilling in ihrer Rede hervor. "Die Ihnen übertragenen Führungsaufgaben haben Sie dabei mit großem und unermüdlichen Einsatz und hohem organisatorischen Geschick bei gleichzeitig großer Entschlusskraft und Durchsetzungsfähigkeit ausgeführt. Dabei haben Sie nie die Fähigkeit zur Wahrnehmung zwischenmenschlicher Probleme verloren, sondern diese stets taktvoll und persönlichkeitsorientiert gelöst. Ich bin daher der festen Überzeugung, dass Sie für Ihr neues Amt bestens geeignet sind und auch diese Aufgabe hervorragend meistern werden", so Senatorin Dr. Schilling.

Jörg Lockfeldt wurde in Bad Lauterberg im Harz geboren. Nach dem Abitur im Jahre 1989 folgte im Anschluss an den Zivildienst ein Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen, welches er im August des Jahres 1996 erfolgreich abschloss. Nach einer zweijährigen beruflichen Tätigkeit als Assistent der kaufmännischen Geschäftsführung in einer Wohnungsverwaltungsgesellschaft und dem anschließenden Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle war Lockfeldt ab Mitte 2001 Staatsanwalt in Bremen. Ab April 2009 war Jörg Lockfeldt an den Senator für Justiz und Verfassung abgeordnet. Hier übernahm er zunächst die Aufgabe als Leiter des Referats für den Strafvollzug, des seinerzeit größten Referats der Behörde. Im Laufe des Jahres 2009 übernahm er dann die Leitung der neu gegründeten Abteilung für diesen Bereich. Ab dem 1. August 2016 übernahm Jörg Lockfeldt dann die Leitung der für die Bereiche Personal, Haushalt und Organisation zuständigen Zentralabteilung. Zum 1. Juli des Jahres wechselte Jörg Lockfeldt als Präsident an das Amtsgericht Bremen.

"Mit Ihrer freundlichen und einnehmenden jedoch zugleich klar strukturierten und prägnanten Art ist es Ihnen stets gelungen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihrer Abteilung und des ganzen Hauses mitzunehmen, von dem eingeschlagenen Weg zu überzeugen und zu guten Leistungen bei der Umsetzung eben jenes Weges zu motivieren", stellt Justizsenatorin Dr. Schilling in Bezug auf den neuen Amtsgerichtspräsidenten fest. "Ich weiß dabei ganz genau, dass Sie Ihre hohe fachliche Kompetenz, Ihre organisatorischen Fähigkeiten, Ihre Initiative, Ihren Fleiß und Ihre hohe Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung nunmehr an anderer Stelle, jedoch weiterhin voll und ganz im Interesse der Bremer Justiz einbringen werden", so Dr. Schilling abschließend.

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Dr. Marius Loeber, Pressesprecher bei der Senatorin für Justiz und Verfassung, Tel.: (0421) 361-14157, E-Mail: marius.loeber@justiz.bremen.de