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Der Senator für Finanzen

Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung – mehr als die Lösung von IT-Aufgaben

25.07.2019
Prof. Dr. Dagmar Borchers und Björn Haferkamp von der Arbeitsgruppe Philosophie und Ethik der Digitalisierung, Staatsrat Henning Lühr und Abteilungsleiter Martin Hagen (von links) in der Bremer IT-Garage. In der Mitte ein von Henning Lühr künstlerisch verwandelter alter PC im Granitlook., jpg, 63.5 KB
Prof. Dr. Dagmar Borchers und Björn Haferkamp von der Arbeitsgruppe Philosophie und Ethik der Digitalisierung, Staatsrat Henning Lühr und Abteilungsleiter Martin Hagen (von links) in der Bremer IT-Garage. In der Mitte ein von Henning Lühr künstlerisch verwandelter alter PC im Granitlook.

Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung im Sinne effektiver Arbeitsstrukturen und servicefreundlicher Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger ist eine Daueraufgabe. Dafür müssen nicht nur technische Lösungen gefunden werden – auch ethische und demokratietheoretische Aspekte spielen dabei eine Rolle. Das Finanzressort und die Arbeitsgruppe Philosophie und Ethik der Digitalisierung an der Universität Bremen wollen deshalb ihre Zusammenarbeit intensivieren. Darauf haben sich am 24. Juli 2019 Finanzstaatsrat Henning Lühr und Prof. Dr. Dagmar Borchers in der Bremer „IT-Garage“ des Finanzressorts verständigt.

"Folgende Schwerpunkte der Zusammenarbeit wurden vereinbart:

  • Unterstützung der Aus- und Fortbildung für Verwaltungsberufe und die Weiterbildung für Führungskräfte
  • Mitarbeit in Digitalisierungslaboren und Entwicklungsprojekten
  • Durchführung von Forschungsvorhaben"

Staatsrat Henning Lühr betont: "Die Prozesse der Digitalisierung müssen unterstützt werden. Dazu bedarf es auch einer Reflexion der Entwicklung und der Auswirkungen auf die Bürgerorientierung der öffentlichen Dienste, der Arbeitswelt 4.0 und des Staates in seiner Organisation und seinem Handeln. Beratung, die auf kurzfristige verwertungsorientierte IT-Unterstützung ausgerichtet ist, reicht da nicht aus. Bremen geht seit einigen Jahren den Weg der Kooperation mit den Universitäten und Hochschulen im Land Bremen und in der Region. Wir setzen auf eine ständige Interaktion mit der Wissenschaft."

Prof. Dr. Dagmar Borchers fügt hinzu: "Die Angewandte Philosophie bearbeitet Fragen, die von der Gesellschaft (oder aus den anderen Wissenschaften) an sie herangetragen werden. Die Digitalisierung gehört ganz zentral zu diesen Fragen als eines der wichtigsten Großprojekte und Herausforderungen der Gegenwart. Unsere Arbeitsgruppe Philosophie und Ethik der Digitalisierung beschäftigt sich u. a. damit, wie sich spezielle Anwendungen (zum Beispiel algorithmengestütztes Entscheiden) mit den Grundwerten unserer Gesellschaft (Gleichheit, Gerechtigkeit, Autonomie des Individuums) vertragen, wie sich die Digitalisierung auf das Erleben und die Gestaltung der menschlichen Lebenswelt auswirkt und welche Auswirkungen die sich rasant entwickelnde Mensch-Maschine-Beziehung haben wird."

Ansprechpartnerin für die Medien: Dagmar Bleiker, Pressesprecherin bei der Senatorin für Finanzen, Tel.: (0421) 361-4072, E-Mail: dagmar.bleiker@finanzen.bremen.de | Web: www.finanzen.bremen.de

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Foto-Download (jpg, 2.4 MB) Prof. Dr. Dagmar Borchers und Björn Haferkamp von der Arbeitsgruppe Philosophie und Ethik der Digitalisierung, Staatsrat Henning Lühr und Abteilungsleiter Martin Hagen (von links) in der Bremer IT-Garage. In der Mitte ein von Henning Lühr künstlerisch verwandelter alter PC im Granitlook.