Sie sind hier:
  • Bremen beteiligt sich erfolgreich am KI-Innovationswettbewerb des BMWi

Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen | Die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz

Bremen beteiligt sich erfolgreich am KI-Innovationswettbewerb des BMWi

22.03.2019

Das Bremer Projekt „Knowledge4RETAIL“ wurde als eines von 35 Projekten aus ganz Deutschland für eine Förderung im Innovationswettbewerb empfohlen. Ebenfalls gewürdigt wurde das Projekt KI-Space für intelligente Medizinsystem (KI-SIMS), an dem sich das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie das Fraunhofer-Institut für Digitale Medizin (MEVIS) am Bremer Standort beteiligte.

Über 130 Unternehmen und Wissenschaftseinrichtungen haben erste Projektskizzen für den vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgelobten Innnovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ eingereicht. Der Wettbewerb des BMWi ist ein unmittelbarer Beitrag zur Umsetzung, der vom Digitalkabinett im November beschlossenen KI-Strategie der Bundesregierung. In der nun folgenden geförderten Wettbewerbsphase von April bis September 2019 erhalten die 35 besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, detaillierte Roadmaps zur Umsetzung ihrer Konzeptidee und zur Bildung wettbewerbsfähiger Konsortien auszuarbeiten. Die aussichtsreichsten Vorschläge werden im Herbst ausgezeichnet und können in einer Umsetzungsphase ab 2020 ihr Konzept realisieren.

„Bei über 130 eingereichten Anträgen unter die 35 Besten zu kommen, ist eine hervorragende Leistung,“ lobt Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, den Erfolg der Projekte aus Bremen. „Mit den bestehenden Allianzen und Netzwerken können Technologien und Innovationen in die Praxis transferiert und zum Erfolgsfaktor für die Bremische Wirtschaft werden. In Bremen unterstützen wir den Bereich der Künstlichen Intelligenz über das Netzwerk BREMEN.AI, in dem sich Unternehmen und Institute miteinander vernetzt haben. Als konkretes Informations- und Transferangebot für den Mittelstand ist seit Anfang des Jahres das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Bremen aktiv,“ so Günthner weiter.

Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz sieht durch den Erfolg bestätigt, „dass wir in Bremen eine hervorragend aufgestellte KI-Forschungslandschaft haben, die international anerkannte und konkurrenzfähige Spitzenforschung betreibt. Wir verfügen bereits jetzt über eine starke Basis, um eine wichtige und aktive Rolle in der KI-Strategie der Bundesregierung einzunehmen.“

Das Projekt „Knowledge4RETAIL“ adressiert den Anwendungsbereich des Intelligenten Handels und verbindet den stationären Handel und den Onlinehandel miteinander. Dies dient z. B. dem strategischen Marketing und unterstützt den individuellen Kundenservice u. a. durch Chatbots. Möglich wird dies durch intelligente Service Robotik. Grundlage für diese Innovationen sind u. a. Forschungsergebnisse des DFKI Bremen (Service Robotik) und der Universität Bremen. Konsortialführer ist die Bremer Unternehmensgruppe Team Neusta.

„Algorithmen und Künstliche Intelligenz verändern Handel, Logistik, Vertrieb und Marketing. Mit unserem Projekt legen wir den Fokus auf diesen hochinnovativen IT-Bereich und stärken Bremen als IT- und Wissenschaftsstandort. Die Entwicklung eines KI-Clusters und der Ausbau von Kooperationen können mit der Förderung enorm an Fahrt aufnehmen. Unser Ziel ist es, vor allem mittelständische Unternehmen in das Projekt einzubeziehen und damit in ihrer Innovationskraft weiterzuentwickeln“, betont Team Neusta Geschäftsführer, Dr. Heinz Kierchhoff.

Im zweiten ausgezeichneten Projekt, dem Konsortium „KI-Space für intelligente Medizinsysteme (KI-SIMS)“ führt im Forschungsbereich Künstliche Intelligenz wissenschaftliche Kooperationspartner aus Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein zusammen. KI-SIMS hat zum Ziel, gemeinsam mit medizintechnischen Unternehmenspartner eine norddeutsche Bündelung von methodischen und technologischen KI-Kompetenzen ein einem starken Wertschöpfungsnetzwerk zu entwickeln.

, jpg, 18.7 KB