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Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau

Bremen geht neue Wege in der Starkregenvorsorge

Informationsportal veröffentlicht Starkregenkarten und bietet Auskunft und Beratung

20.03.2019

Ein Starkregen-Vorsorgeportal ermöglicht allen Bremerinnen und Bremern ab sofort Auskunft darüber, inwieweit ihr Grundstück beim nächsten Starkregenereignis unter Wasser stehen könnte, wie sie ihr Haus und Grund schützen können und bietet hierzu kostenlose Beratung an. Mit diesem Informationsportal, in Kooperation entwickelt vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, dem Projekt KLAS und hanseWasser Bremen, belegt Bremen einmal mehr seine Vorreiterrolle in Sachen kommunaler Klimavorsorge und -anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Hitzesommer und immer wieder Wolkenbrüche, die ganze Straßenzüge mitsamt Hauseingängen, Kellern und Gärten in kürzester Zeit überfluten – durch die Ereignisse der letzten Jahre ist das Phänomen Starkregen im allgemeinen Bewusstsein angekommen. Diese Klimawirkung wird es in Bremen künftig häufiger geben, so Umweltstaatsrat Ronny Meyer bei der Vorstellung des Starkregen-Vorsorgeportals. „Bremen ist bundesweit führend in Fragen der Klimaanpassung. Die Extremregenereignisse sind für uns Anlass genug, das Thema Klimavorsorge ganz oben auf der Agenda zu behandeln. Mit der Veröffentlichung der Starkregenkarten und dem zugehörigen Informationsportal machen wir einen großen Schritt nach vorn, diese Gemeinschaftsaufgabe zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern anzugehen und umfassend über Gefahren und Schutzmöglichkeiten aufzuklären“, erläutert Ronny Meyer die Kernaufgabe des Portals.

Bremen geht neue Wege in der Starkregenvorsorge. Das Informationsportal präsentierten (v.r.n.l.): Umweltstaatsrat Ronny Meyer, Geschäftsführer von hanseWasser Bremen, Jörg Broll-Bickhardt, Projektleiter für KLAS Michael Koch, Projektkoordinatorin Kartin Schäfer und Ulf Jacob von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, jpg, 116.2 KB
Bremen geht neue Wege in der Starkregenvorsorge. Das Informationsportal präsentierten (v.r.n.l.): Umweltstaatsrat Ronny Meyer, Geschäftsführer von hanseWasser Bremen, Jörg Broll-Bickhardt, Projektleiter für KLAS Michael Koch, Projektkoordinatorin Kartin Schäfer und Ulf Jacob von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Jörg Broll-Bickhardt, Geschäftsführer von hanseWasser Bremen, begrüßt die Aktivitäten und betont, wie wesentlich es sei, dass alle Akteure an einem Strang ziehen: „Es ist wichtig und gut, dass die Informationen dazu, wie hoch das Wasser auf dem eigenen Grundstück im Falle eines Starkregenereignisses steigen kann, nun für alle zugänglich sind. So können unsere Kundenbetreuer in Zukunft neben der Beratung zum Schutz vor Wasser von unten, etwa durch Rückstau aus dem Kanal oder durch schadhafte Grundleitungen, noch gezielter zu Vorsorgemaßnahmen zum Schutz vor Überflutung durch Oberflächenwasser beraten.“ Eigentümerinnen und Eigentümer können auf dem Portal eine kartenbasierte, grundstücksbezogene Detailauskunft beantragen, die genauso kostenlos ist wie ein Vor-Ort-Beratungstermin selbst.

Die Entwicklung des Starkregen-Vorsorgeportals koordinierte maßgeblich das beim Umweltressort angesiedelte Projekt KLAS (KLimaAnpassungsstrategie Starkregenereignisse). Seit Jahren arbeiten Projektleiter Michael Koch und sein Team schon an Lösungen im Bereich des Risikomanagements und der wassersensiblen Stadtentwicklung. „Unser Starkregen-Vorsorgeportal ist im Grunde ein integriertes Schutzkonzept und besteht aus der Online-Starkregenkarte, dem Auskunftsbogen sowie der kostenlosen Vor-Ort-Beratung. Gleichermaßen werden alle öffentlichen Akteure in die Lage versetzt, die Starkregenvorsorge bei städtischen Planungs- und Infrastrukturvorhaben zu berücksichtigen.“ Somit können private Grundstückseigentümer und öffentliche Träger das Risiko besser einschätzen und Starkregenvorsorge zielgerichtet betreiben.

Gefördert wird das Portal aus Mitteln der Deutschen Bundestiftung Umwelt (DBU). „Das neue Starkregen-Vorsorgeportal ist ein Meilenstein bei der Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie Bremens und ein echtes Leuchtturmvorhaben, das vorbildlich auch für andere Kommunen in Deutschland ist“, befürwortet Ulf Jacob vom DBU Zentrum für Umweltkommunikation aus Osnabrück das Projekt.

Starkregenkarten und weitere Informationen unter www.starkregen.bremen.de

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