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Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen

Wichtige Programme der Arbeitsmarktförderung werden fortgesetzt

05.12.2018

Die Deputation für Wirtschaft, Arbeit und Häfen hat in ihrer heutigen Sitzung (05.12.2018) der Fortsetzung des "Beschäftigungspolitischen Aktionsprogramms (BAP) – Arbeit, Bildung, Teilhabe" für 2019 beschlossen. Weiter wurden die arbeitsmarktpolitischen Programme LAZLO, Sprinter und PASS bilanziert und eine weitere Finanzierung durch die staatliche Deputation auf den Weg gebracht.
Im Land Bremen werden im Rahmen des BAP alle Mittel der Arbeitsmarktpolitik des Landes programmatisch fokussiert. Hierbei werden die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und die geplanten Landesmittel koordiniert umgesetzt. Mit der Förderung ergänzt das Land Bremen die Regelförderungen des SGB II und SGB III und setzt mit den Programmen LAZLO, Sprinter und PASS eigene Schwerpunkte.
Schwerpunk des BAP ist die Armutsbekämpfung durch verschiedene arbeitsmarktpolitische Interventionen wie Beschäftigungsförderung, Qualifizierung und Beratung sowie Ausbildung. Von den Förderungen profitieren vor allem benachteiligte Zielgruppen des Arbeitsmarktes, insbesondere Frauen, (Allein-) Erziehende, Menschen mit Migrationshintergrund und langzeitarbeitslose Menschen.

LAZO wird auch 2019 fortgesetzt
Unter dem Dach des BAP findet sich auch das "Landesprogramm für öffentlich geförderte Beschäftigung für Langzeitarbeitslose (LAZLO)". Auch hier hat die Deputation die Zwischenevaluation zur Kenntnis genommen und einer weiteren Finanzierung für das Jahr 2019 zugestimmt.
LAZLO unterstützt die soziale Teilhabe und Perspektiventwicklung langzeitarbeitsloser Menschen unter anderem durch Lohnkostenzuschüsse für befristete sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Ziel ist es, langzeitarbeitslosen Menschen eine Integration in Betriebe, Einrichtungen, Vereine und die öffentliche Verwaltung im Rahmen von geförderter Beschäftigung zu bieten. Bis jetzt konnten in Bremen und Bremerhaven über 500 Menschen durch das Landesprogramm gefördert werden. Besonders im Fokus lagen dabei Frauen, Alleinerziehende, Menschen mit Migrationshintergrund und über Fünfzigjährige.

Zwischenbilanz und Fortsetzung des Projekts "Sprinter"
Auch das Programm "Sprinter" wird weiter fortgesetzt. In dem Projekt sind aktuell rund 60 langzeitarbeitslose Menschen mit Migrationshintergrund für die Beratung und Unterstützung von geflüchteten Menschen tätig. Die Kultur- und Sprachmittlung durch Teilnehmenden reichen von einfachen Übersetzungsarbeiten über die Begleitung zu Schulen, Kindergärten, Ärzten und weiteren Institutionen bis zur Unterstützung beim Ausfüllen von behördlichen Formularen. Die Lohnkosten der aktuell 60 Beschäftigten werden aus Landesmitteln – in diesem Falle über das Programm LAZLO – und Bundesmitteln des Programms "Soziale Teilhabe" finanziert.

Auch PASS schafft weiter Perspektiven
Seit Mitte des Jahres 2018 wird das Landesprogramm "Perspektive Arbeit Saubere Stadt" (PASS) durch Landesmittel im Handlungsfeld "Sichere und saubere Stadt" gefördert. Die über 140 Teilnehmenden in Bremen und Bremerhaven erhalten in diesem Rahmen zusätzlich eine begleitende Unterstützung. Gleichzeitig schafft die Beschäftigungsförderung einen öffentlichen Mehrwert und trägt insbesondere zur Stadtsauberkeit und Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum bei.
Senator Martin Günthner: "Mit den Mitteln des Europäischen Sozialfonds in Flankierung der Landesmittel wollen wir für Bremen und Bremerhaven durch die Umsetzung von explizit mehrjährigen Programmen langfristig Perspektiven schaffen. Mit der aktuellen Fortschreibung des Beschäftigungspolitischen Aktionsprogramms des Landes Bremen können wichtige arbeitsmarktpolitische Maßnahmen auch ab dem 01.01.2019 weiter fortgesetzt werden. Dabei haben sich LAZLO, Sprinter und PASS mit ihren jeweiligen Schwerpunkten nicht nur auf die Perspektivenentwicklung der Teilnehmenden positiv ausgewirkt, sondern auch immer einen beträchtlichen Mehrwert für die Bevölkerung und das Land Bremen geschaffen – für mich wichtige Punkte, warum ich mich für eine langfristige Planung und Finanzierung dieser Programme einsetzen werde."

Die Fortsetzung der gesamten BAP-Förderungen für Einzelprojekte ab 2019 bezieht sich auf rund 32 Projekte. "Mit den insgesamt 32 Förderinitiativen wollen wir ca. 19.000 Menschen durch Beratungen oder Projektteilnahmen auf ihrem Weg in eine langfristige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung unterstützen", so Senator Günthner abschließend.