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Stadtteilbesuch in Gröpelingen: Engagement wird hier großgeschrieben

15.08.2018

Gröpelingen ist der größte und zugleich auch bevölkerungsreichste Stadtteil im Bremer Westen. Am Dienstag (14. August 2018) besuchte Bürgermeister Dr. Carsten Sieling diesen bunten und jungen Stadtteil und nutzte die Gelegenheit, in zahlreichen Gesprächen mit den Gröpelingerinnen und Gröpelingern ins Gespräch zu kommen. Begleitet wurde der Bürgermeister von Ortsamtsleiterin Ulrike Pala und Mitgliedern des Gröpelinger Beirates.

Bürgermeister Sieling (3. von li.), Ortsamtsleiterin Ulrike Pala, Astrid Gallinger (GTP), Helmut Zachau (GTP), Rainer Possitt (GTP), Adedipo Ogunyena (Beirat Gröpelingen), Wilma Warbel (GTP), Raimund Gaebelein (stellv. Beiratssprecher), Rolf Vogelsang und Barbara Wulff (Beiratssprecherin) (von li.)
Bürgermeister Sieling (4. von li.), Ortsamtsleiterin Ulrike Pala, Astrid Gallinger (GTP), Helmut Zachau (GTP), Rainer Possitt (GTP), Adedipo Ogunyena (Beirat Gröpelingen), Wilma Warbel (GTP), Raimund Gaebelein (stellv. Beiratssprecher), Rolf Vogelsang und Barbara Wulff (Beiratssprecherin) (von li.)

Erste Station war der Gesundheitstreffpunkt West (GTP). In einem rund einstündigen Gespräch informierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Bürgermeister über ihre Arbeit. Zentraler Punkt für die Arbeit des GTP ist die Vernetzung in den Stadtteil. Projekte wie das Veranstaltungsprogramm "Heimathafen Bremer Westen", die Gröpelinger Sportmeile oder ein Kursangebot "Fahrradfahren für Frauen" werden vom Team des GTP initiiert und betreut. "Der Gesundheitstreffpunkt West leistet hervorragende Netzwerkarbeit in Gröpelingen. Die vielfältigen Angebote sind nicht nur aus gesundheitspolitischer Sicht wichtig für Gröpelingen; sie schaffen auch die Möglichkeit, dass die Gröpelingerinnen und Gröpelinger untereinander besser netzwerken können", so Sieling. Dies sei ein wichtiger Ansatz, der auch die soziale Rückbindung in den Stadtteil stärke, unterstrich der Bürgermeister weiter.

Gleich in Nachbarschaft zum Gesundheitstreffpunkt West konnte Bürgermeister Sieling sich in einem persönlichen Gespräch mit Maria Kroustis davon überzeugen, dass die Serviceleistungen der Verwaltung in ihrem Beratungspunkt kompetent und bürgerfreundlich kommuniziert werden. Der BürgerInformationsService wurde als Pilotprojekt im Rahmen der Maßnahmen der Zukunftsorientierten Verwaltung im August 2017 in der Stadtbibliothek West aufgebaut. Hintergrund ist, dass trotz der zunehmenden Digitalisierung viele Bürgerinnen und Bürger nach wie vor direkten Kontakt mit der Verwaltung suchen. "Mit Maria Kroustis sitzt hier die richtige Person am richtigen Ort. Durch ihre offene Art macht sie es den Bürgerinnen und Bürgern leicht, ihre Anliegen zu besprechen. Ein toller Service, der auch soziale Barrieren überwindet", stellte der Bürgermeister nach seinem "Beratungsgespräch" fest. Maria Kroustis ist den Menschen in Gröpelingen bestens bekannt: Sie hat über 20 Jahre einen Kopierladen an der Lindenhofstraße betrieben und ist bestens vernetzt.

"Beratungssgespräch" mit Maria Kroustis vom BürgerInformationsService
"Beratungssgespräch" mit Maria Kroustis vom BürgerInformationsService

Berührungspunkte schaffen, das ist auch das Anliegen von Andreas Gebauer, der in der Stadtbibliothek West arbeitet. Er stellte Bürgermeister Sieling seinen spannenden und anspruchsvollen Arbeitsplatz vor. Auch die Stadtbibliothek ist gut im Stadtteil vernetzt. Gebauer arbeitet eng mit der Heimstiftung und den Schulen im Stadtteil zusammen. Über ein Café für Geflüchtete wird die deutsche Sprache ganz direkt und unmittelbar erlebbar. Sieling war beeindruckt von der Vielzahl der Angebote, die weit über das hinausgehen, was mit einer Bücherei verbunden wird. Sieling: "Unsere Stadtbibliotheken sind Orte der Begegnung. Und die zielgruppenspezifischen Projekte, die hier angeboten werden, sorgen dafür, dass die Stadtbibliothek auch in der digitalen Zeit ein Anlaufpunkt für die Menschen bleibt."

Im Gespräch mit Gröpelingerinnen
Im Gespräch mit Gröpelingerinnen

Bei der nächsten Station im Stiftungsdorf Gröpelingen der Bremer Heimstiftung standen eine Reihe von Begegnungen auf dem Programm. In lockerer Atmosphäre nutzten rund 30 Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtung die Gelegenheit, bei einem Kaffee im café brand im Atelierhaus Roter Hahn mit dem Bürgermeister ins Gespräch zu kommen. Auch das café brand stellte Bürgermeister Sieling sein Konzept vor. Das Café in der umgebauten Feuerwache im Herzen Gröpelingens wird von der Gesellschaft für integrative Beschäftigung (GIB) betrieben. Die Einrichtung versteht sich als Begegnungsstätte für Menschen mit Behinderung. Das Café wird im Rahmen der täglichen Öffnungszeiten als offener Treffpunkt für Menschen mit Behinderungen und ohne Behinderungen genutzt.

Mert vom Kinderatelier Roter Hahn zeigt Bürgermeister Sieling sein Kunstwerk
Mert vom Kinderatelier Roter Hahn zeigt Bürgermeister Sieling sein Kunstwerk

Ebenfalls im Atelierhaus Roter Hahn befindet sich das Kinderatelier Roter Hahn. Hier besuchte der Bürgermeister einen Kinderkurs, der sich auf das große Pop-Up-City-Festival vorbereitet, das erste Jugendkunstfestival in Gröpelingen, das im Grünzug West am Freitag, dem 31. August stattfinden wird. Bürgermeister Sieling: "Über Kunst können Kinder ihre Potentiale entdecken und ihre Persönlichkeit stärken. Das Kinderatelier leistet dazu einen wertvollen Beitrag und begleitet die Kinder oft mehrere Jahre. Mein herzlicher Dank an alle, die sich hier engagieren."
Das Atelierhaus Roter Hahn wird von dem gemeinnützigen Verein Kultur Vor Ort e.V. betrieben und bietet Kindern von der Kita bis ins Jugendalter die Möglichkeit, in offener Atmosphäre Kunst zu erleben und zu erschaffen. Das Atelierhaus Roter Hahn wird von Kultur Vor Ort ausschließlich aus Spenden und Eigenmitteln betrieben.

Bürgermeister Sieling (Mitte) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Deutschkurses
Bürgermeister Sieling (Mitte) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Deutschkurses

Bei dem anschließenden Rundgang durch das Stiftungsdorf informierte Funda Türkmen von der Bremer Heimstiftung über die Angebote der Einrichtung. Es gibt eine Tagespflege sowie Wohnungen mit Service. Auch das Zentrum für Migration und interkulturelle Studien hat seine Räume im Stiftungsdorf. In einem Gespräch stellten Gudrun Münchmeyer-Elis und Ali Elis die Arbeit des 1981 gegründeten Zentrums vor. Ziel der Arbeit ist der Abbau von Vorurteilen zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer, Kulturen, Traditionen und Religionen. Projekte wie die Kooperation mit dem Focke Museum im Rahmen der Ausstellung "Proteste +Neuanfang – Bremen nach 68" helfen, dass auch die Migrationsgeschichte Bremens mehr und nachhaltig in das Bewusstsein der Menschen rücke, so Bürgermeister Sieling.

Zum Abschluss des Tages besuchte Bürgermeister Sieling einen Deutschkurs der Volkshochschule (VHS) West. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden im November die Deutschprüfung für Zuwanderer ablegen. Von der Möglichkeit, dem Bürgermeister persönlich Fragen stellen zu können, machten die Anwesenden regen Gebrauch. Auf die Frage von Bürgermeister Sieling, was ihnen an Bremen und besonders Gröpelingen gut gefalle, kam die einstimmige Antwort: "Bremen ist eine weltoffene Stadt."

Fotos: Senatskanzlei