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Die Senatorin für Finanzen | Die Senatorin für Kinder und Bildung

Mehr Zeit für die Kinder - Neue Verwaltungsverfahren entlasten Kita-Leitungen vor Ort

14.08.2018

Es gibt gute Nachrichten für die Leitungen von Kindergärten, Krippen und Horten: Die Höhe der individuellen Elternbeiträge wird künftig zentral berechnet, säumige Zahlerinnen und Zahler sind nicht länger ihr Problem. Ab April 2019 ist Performa Nord, Eigenbetrieb der Freien Hansestadt Bremen, zuständig für die Berechnung der jeweiligen Beitragshöhe für Kinder in Krippen, Kindergärten und Horten (bei staatlichen Einrichtungen und denen der Freien Träger – die Bearbeitung für Elternvereine sowie Tagesmütter und -väter folgt zu einem späteren Zeitpunkt).

Die Landeshauptkasse beim Finanzressort kümmert sich dann zentral um nicht bezahlte Beiträge. Das hat der Senat heute (14. August 2018) beschlossen. Finanzsenatorin Karoline Linnert betont: „Damit entlasten wir die Leitungskräfte vor Ort in den Einrichtungen. Sie haben dadurch mehr Zeit für ihre fachliche Arbeit. Außerdem wirkt es sich positiv auf das Klima zwischen Leitungskräften und Eltern aus, wenn sich künftig andere um Mahnungen wegen nicht gezahlter Beiträge kümmern.“

Auch mit Einführung der Beitragsfreiheit zum Kita-Jahr 2019/2020 müssen jährlich weiter in rund 10.000 Fällen die Beiträge für Mädchen und Jungen unter drei Jahren sowie für Hortkinder berechnet werden. Arbeit, die künftig Performa Nord übernimmt.

Neues Online-Anmeldeverfahren schafft tagesaktuellen Überblick über Anmeldzahlen und verfügbare Plätze

Zum Kitajahr 2020/2021 wird ein zentrales Online-Anmeldeverfahren für Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze eingeführt. Bereits im Kitajahr 2019/2020 wird das neue Verfahren bei Neuanmeldungen getestet. „Ein wichtiges Projekt im Rahmen unserer Digitalisierung der Verwaltung. Das Online-Anmeldeverfahren wird einfach und damit bürgerfreundlich gestaltet. Es erhöht die Planungssicherheit und vereinfacht die Arbeitsprozesse. Auf Knopfdruck gibt es dann tagesaktuell die Info, in welchen Stadtteilen wie viele Anmeldungen vorliegen und wo es noch freie Plätze gibt. Hierdurch wird ein tagesaktueller Überblick über die Anmeldezahlen sowie Über- und Unterkapazitäten geschaffen und es ermöglicht, den Eltern kurzfristig alternative Lösungen für die Betreuung ihrer Kinder aufzuzeigen. Die zurzeit noch praktizierte dezentrale Anmeldung erschwert die Steuerung“, erläutert Karoline Linnert. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung, fügt hinzu: „Das Online-Anmeldeverfahren wird vor allem die Einrichtungsleitungen der Kindertagesbetreuung entlasten, die sich dann unter anderem mehr um pädagogische Aufgaben kümmern können. Aber auch die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meines Ressorts werden entlastet und können zudem schneller reagieren. Wir werden sehr darauf achten, dass das System einfach zu bedienen und bürgerfreundlich sein wird. Natürlich sollten sich Eltern weiterhin ‚ihre‘ Einrichtungen ansehen. Persönliche Eindrücke und Kontakte zu den Einrichtungen bleiben auch mit einer Online-Plattform sehr wichtig.“